Wie finde ich heraus welches System eine IP6 hat?

framp

Active member
Das ist jetzt keine spezielle AVM Frage, aber ich habe mit Eurer Hilfe mein lokales Netzwerk auf IP6 umgestellt bzw das in der Fritzbox aktiviert. Es funktioniert auch alles ohne Probleme. Es fragen mich zwar immer wieder Leute warum ich IPV6 aktiviert habe in meinem kleinen lokalen Netz denn notwendig ist es dafintitiv nicht.

Eben habe ich es aber wieder deaktiviert. Warum: In meinem PiHole taucht ein System auf mit seiner IPV6 Adresse auf mit ominösen Requests und ich kann nicht herausfinden welches System das bei mir ist :-((

Kann ich da was machen dass sich alle Systeme in der Fritzbox mit ihrer IPV6 IP und ihrem Hostnamen registrieren? Oder wie kann ich immer anhand der IPV6 IP den Hostnamen herausfinden, denn der wird ja immer in der Fritzbox bei IPV4 angezeigt.

Klar kann ich auch alle meine Systeme abklappern, aber bei 40 Clients ist das mühsam und nicht vertretbar.
 
Hallo!

Welchen Sinn siehst Du in IPv6?
So lange ich IPv4 machen kann, verschwende ich keinen Gedanken an IPv6.
IPv6 führt nur immer wieder zu Problemen und ist unnötig kompliziert.

Gruß
sven
 
Moinsen,
eine wirkliche Idee habe ich gerade nicht.
Hier habe ich es ganz analog und altmodisch gemacht:
für die Geräte, die IPv6 nutzen, habe ich ihre jeweiligen IPv6 Adressen rausgesucht und in einer Tabelle dokumentiert (hostname, MAC, IPv4, IPv6 Adressen). Als ganz normale eigene Netzwerk Doku sozusagen...
In pihole habe ich es mir erspart, alle clients noch zusätzlich mit ihren ULAs zu versehen...und auch ohne werden mir für die Clients dort die AAAA Anfragen angezeigt, mit Client und eingetragenem Hostname...

Sinn von IPv6? Hm, tja...das überlasse ich mal @Barungar... ;)
Insgesamt finde ich die Aussage
So lange ich IPv4 machen kann, verschwende ich keinen Gedanken an IPv6.
IPv6 führt nur immer wieder zu Problemen und ist unnötig kompliziert.
etwas "strange"...ist aber natürlich immer ne individuelle Ansicht. Sich mit etwas auseinandersetzen, das durchaus tagtäglich schon Einfluss hat, schadet imho nicht. Und sich schon mal über kommende Technologien zu informieren auch nicht. Und dann ist es vielleicht auch seltener, dass Probleme vorkommen und Dinge kompliziert erscheinen. ;)
Trotzdem sei dazu auch fairerweise angemerkt: ich find es auch nervig, was da an unterschiedlichen Implementierungsproblemen mit IPv6 gemacht wird / wurde (da kann aber IPv6 nix für). Absolut blöd zB: wechselnde GUA Präfixe > nervige DHCPv6 Implementierung auf der firewall; Mischmasch an Vorgaben (etwa zwischen Google und Microsoft)...usw.
Trotzdem: sich zumindest mal punktuell damit auseinandersetzen kann nicht schaden...
So, den Rest der Bühnenzeit schenke ich Barungar, der wird da vielleicht noch etwas ergänzen...als "alter" IPv6 Pionier hier im Forum ;)
#drops the microphone..
 
@svenyeng IPv6 führt nicht zu Problem, es sind die Leute, die einfach keine Ahnung haben, was sie tun. Und von seiner Struktur her ist IPv6 viel logischer und stringenter als IPv4. Man darf nur eben nicht die "verquerte" Praxis von IPv4 auf IPv6 übertragen. IPv6

@the other Wie Du schon gesagt hast, kann IPv6 nichts dafür, wie es von Providern z.B. implementiert wird. Niemand zwingt die Provider die GUA-Präfixe ihrer Kunden zu wechseln. Das war vielleicht mal sinnvoll als man viele, viele Kunden hatte und nicht für jeden immer eine IP. So zu Dial-Up-Zeiten. Aber seit DSL hält eh jeder dauerhaft die Verbindung. Also hat man ohne technische Notwendigkeit dieses Wechselspiel auch mit zu IPv6 geschleppt.

@framp Naja, was würdest Du bei IPv4 machen? Du würdest das Gerät vermutlich ein ping absetzen auf das Gerät und dann mit arp -a schauen, welche MAC es hat.
Das geht bei IPv6 genau so. Setze ein ping auf das Gerät ab und dann schaust Du mit dem Befehl netsh int ipv6 show neig in den Nachbar-Cache... das ist der Ersatz für ARP, weil es bei IPv6 kein ARP gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nutze dafür eine Android App namens Network Analyzer Pro. Damit kann mam ua Netze anlisten und bei Bedarf extrahieren. Dann hat man Ip4, ip6 etc zusammen im Blick.
Hth
 
Mir ist klar dass ich kein IPV6 @home brauche. Aber da IPv6 immer mehr eingesetzt wird - und auch berechtigt - habe ich das bei mir @home aktiviert um IPv6 praktisch kennenzulernen. Reine Theorie mag ich nicht. Hier im Forum wurde mir auch bei verschiedenen Problemen und Fragen, die dann aufkamen auch sehr gut geholfen.

Dummerweise sehe ich jetzt keine IPv6 mehr in PiHole :-(. Dann habe ich mir mal eine von einer Raspberry geholt und versucht dem Vorschlag von @Barungar zu folgen: Von einem anderen Linuxsystem habe ich folgendes ausgeführt:

Code:
ping -6 fd00::ced8:6e19:4a9e:723f
PING fd00::ced8:6e19:4a9e:723f (fd00::ced8:6e19:4a9e:723f) 56 data bytes
64 bytes from fd00::ced8:6e19:4a9e:723f: icmp_seq=1 ttl=64 time=1.14 ms
64 bytes from fd00::ced8:6e19:4a9e:723f: icmp_seq=2 ttl=64 time=0.356 ms
64 bytes from fd00::ced8:6e19:4a9e:723f: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.585 ms

ip -6 neigh
fe80::2e91:abff:fef6:8f35 dev enp2s0 lladdr 2c:91:ab:f6:8f:35 router REACHABLE
fd00::ced8:6e19:4a9e:723f dev enp2s0 lladdr dc:a6:32:8f:28:fd STALE
fd00::f336:ce51:28ef:c442 dev enp2s0 lladdr b8:27:eb:b4:e8:74 REACHABLE
fe80::3b29:9e7c:4b4c:869b dev enp2s0 lladdr b8:27:eb:b4:e8:74 REACHABLE
fe80::fc56:15f1:cb8f:7e96 dev enp2s0 lladdr dc:a6:32:8f:28:fd STALE
Da taucht auch die Mac auf. Aber wie weiss ich dass es bei IPv4 mein asterix System ist?
 
Moinsen,
okay, eben mal selbst geschaut:
hier habe ich die clients alle unter local DNS eingetragen mit ihren jeweiligen local DNS records (oder als CNAME record, wenn via proxy). Und nur mit ihren IPv4 Adressen...! Bisher wurden auch nur diese IPv4 und FQDNs unter den Infos zu den AAAA Anfragen gezeigt. Aber nicht die IPv6 (ULA).
Ohne weiteres Zutun werden jetzt für die IPv6 Anfragen auch die IPv6 Adressen der clients angezeigt: Mit der Option unter settings > all settings (in der expert Ansicht) > Reiter "resolver...hier dann unter "resolver.refrsh names" das "All) wieder aktivieren (war in früheren Versionen default, sorgt aber für mehr Datenaufkommen u.U.).

Damit wird mir jetzt für die IPv6-fähigen clients auch die AAAA Anfrage nicht über die IPv4 angezeigt (unter dem hostname) sondern für IPv6 Anfragen auch die ULA (fd:usw...).
Sollte also genau das sein...du hast ja die diversen 40+ clients in pihole eingetragen? Dann sollte das so eigentlich auch anzeigen.

Allerdings: ob die Fritzbox als DNS resolver "vor" Pihole das macht? Keine Ahnung...hier sind die ULAs ja in der pfsense hinterlegt...ob Pihole das ggf. aus den Clients zuverlässig auslesen kann...kann ich nicht sagen. :)
ksnip_20260409-202044.png ksnip_20260409-202140.png

:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für den Hinweis. Der Link sagt man soll UNKNOWN nehmen, Du nutzt ALL. Ich habe bei mir eben auch mal auf ALL umgestellt.

Das mag ja mein Problem bei PiHole lösen. Aber im Allgemeinen hilft es mir leider nicht. Das das identifizieren von Systemen auch im IPv6 Umfeld so wie im IPv4 Umfeld möglich sein muss erwarte ich eigentlich dass es da auch Standardmethoden gibt, ein System mit deren IPv6 zu identifizieren bzw zu lokalisieren.
 

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