auf die 6TB-Platte passen ca. 7 Sicherungen
Da das System vom Screenshot anscheinend nur einen Datenträger mit 128GB beinhaltet, gehe ich mal davon aus, dass auch noch anderweitige Systeme (oder Daten von anderweitigen Datenträgern) gesichert werden? Man kann also grob sagen, dass "ein" Backup knapp 600GB (ggf. bis 1TB kalkuliert) groß ist.
Die Frage wäre nun noch, "wie" Du Deine Backups erstellst. Kopierst Du einfach nur Deine Daten, hast Du eine Software im Einsatz zwecks Synchronisation (was eigentlich auch nur einem Kopiervorgang entspricht, wobei nur die Änderungen synchronisiert werden), oder nutzt Du eine richtige Backupsoftware?
Die Frage zielt ein bisschen darauf ab, was genau für Dich als Lösung in Frage kommt. Du kannst es intern halten (also in Deinen eigenen 4 Wänden, z.B. mit einem NAS), oder komplett extern (irgendwo einen Speicher / Online-Backup-Lösung mieten), oder eine Mischung aus beidem.
"Klassisch" wäre halt 1) vor Ort (online, z.B. via NAS), 2) extern (online, z.B. angemieteter Cloudspeicher), 3) offline (z.B. ext. USB-Festplatte). Dabei gibt es folgende Punkte zu bedenken:
1) Eine externe USB-Festplatte ist etwas mechanisches, sowas unterliegt einem regulären Verfall, einmalige Anschaffungskosten.
2) Eine externe USB-SSD verliert nach einiger Zeit ohne Strom ihre Daten, einmalige Anschaffungskosten.
3) Ein NAS beinhaltet auch Festplatten (selbes Szenario wie "1" + ein NAS kann auch mal kaputt gehen), einmalige Anschaffungskosten.
4) Bei einem Cloudspeicher hast Du nichts mit der Hardware zu tun. Fällt etwas aus, oder muss erneuert werden, kümmert sich der Anbieter darum. Damit hast Du nichts zu schaffen. Dafür zahlst Du aber jeden Monat Summe X. Je nach Anbieter ist es mehr oder weniger teuer. Die Kosten hängen natürlich primär vom Anbieter ab, aber auch von der gewünschten Speicherkapazität.
Alles was "lokal" ist, ist i.d.R. auch deutlich schneller gesichert/wiederhergestellt, als online - der limitierende Faktor ist hier i.d.R. die eigene Internetbandbreite (z.B. Download 100Mbit, Upload 40MBit). Bleibt es dagegen rein intern und man nutzt Kabel, so liegen die Geschwindigkeiten für Up- und Download bei 1000Mbit (quasi Autobahn vs. 30er Zone).
Von daher kann man auch hingehen und es aufteilen (wenn man denn möchte)... tägliche Sicherung Zuhause und einmal wöchentlich ins Internet. Alternativ - bei kleinen Datenmengen - auch nächtlich ins Internet. Anbieten würde sich hier dann auch ein einmaliges Vollbackup (einmal den kompletten Datenbestand - das wird dauern) und danach inkrementelle Backups (es werden nur noch die Änderungen gesichert).
Von der USB-Festplatte würde ich aber derweil keinesfalls Abstand nehmen. Hat auch einen einfachen Hintergrund:
Hier mal 2 Szenarien (mit NAS und ohne NAS) in Kombination mit Online-Backup:
1) Client --Sicherung--> Online-Speicher
2) Client --Sicherung--> NAS --Sicherung--> Online-Speicher
Bei diesem Szenario ist die Gefahr einfach gegeben, dass ein potentieller Angreifer - welcher Zugriff auf den Client erhält - auch an die entsprechende Sicherung kommt. Bei der Sicherung mit dem NAS dazwischen, müsste der Angreifer erst noch Vollzugriff auf das NAS erhalten, aber auch dann könnte er noch an Sicherung auf dem Online-Speicher zugreifen. An die USB-Festplatte in der Schublade kommt er allerdings nicht. Die wäre aber hinfällig bei mechanischem Defekt, dafür hätte man aber noch seine anderweitige Sicherung/en (z.B NAS/Online-Speicher/etc.).
Ich denke, die grundsätzliche Frage die man sich stellen sollte wäre wohl erstmal: Wie wichtig sind mir diese Daten und ab welcher Anzahl Backup-Speicherorte kann ich ruhig schlafen? Es gibt Daten, um die es "schade" wäre (aber eben kein Weltuntergang) und es gibt Daten, welche schon irgendwo einem kleinen Weltuntergang gleichkommen. Auch hier bestünde z.B. die Option, dass man die Sicherungen aufteilt. Weniger wichtige Daten ggf. nur 1 Backup-Speicherort, die ganz wichtigen Daten z.B. auf 3 Backup-Speicherorten. Das ist dann eine Frage der persönlichen Vorlieben.
So, nun habe ich hier aber wirklich mehr als genug geschrieben. Vielleicht machst Du Dir da erstmal Gedanken, wie Dein persönliches Wunschkonzept so aussehen könnte und dann reden wir weiter
