Shelly Presence Gen4 - Erste Erfahrungen

Holzfred

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Guten Morgen,

ich habe gestern meine beiden Sensoren erhalten und sie gegen die AQUARA FP2 getauscht. Einer hängt im Bad und einer auf der Toilette, weil die Mädels immer wieder vergessen, das Licht auszuschalten.

Erster Eindruck: Sie sind sehr schnell in die Shelly App integriert, bei mir per WLAN, und nach ein paar Minuten Update auf die neueste Firmware auch schon einsatzbereit. Zuerst steht nur ein Raum zur Verfügung, den man nicht editieren kann. Dann muss ein zweiter Raum (Zone) angelegt werden, den man in Größe und Höhe anpassen kann. Einfachster Weg, man schreitet den Raum ab und setzt die Grenzen fest. Danach füllt man das entstandene Gitter komplett auf. Das wars.

Wenn man nun den Sensor in HA integriert, entsprechend benennt, erscheinen die Entitäten einmal als Room und Zone. Da der kleine auch durch eine Gipskartonwand schaut, nutzt man besser die Zone, als den Raum als Auslöser (Belegung erkannt und frei).

Empfindlichkeit: Man kann die Höhe definieren, ab welcher er die Bewegung erkennt (Saugroboter oder Kleintierzeugs) und die maximale Höhe (Holzboden). Er regaiert wesentlich schneller als der Aquara und bisher hat er sehr zuverlässig die Anzahl der Personen in der Zone (bis 6 gleichzeitig) erkannt. Wenn der letzte den Raum verlässt, ist nach wenigen Sekunden das Licht aus, was man beim Anlegen der Entität als Auslöser aber entsprechend definieren kann.

Ein Problem wurde aber festgestellt. Sitzt man in kurzem Abstand vor dem Sensor (Am Rand des Abstrahlradius) dann erkennt er die Person nicht zuverlässig und man muss sich etwas bewegen, damit das Licht an bleibt. Dafür erkennt er in der Ecke des Raumes selbst hinter der Glasscheibe der Dusche sehr genau die darin befindliche Person, auch wenn sie sich nicht bewegt.

Fazit: Er schlägt den AQUARA in Bezug auf Zuverlässigkeit um Längen. Wie oft musste ich den AQUARA neu KI-Anlernen, weil er einen Geist im Raum hat stehen lassen und nicht mehr auslöste. Das passiert beim Shelly bisher nicht.

Kurz: Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. (P.S. im letzten Bild, sind sie beiden Mädels beim Schminken und die Katze schaut durch die Tür zu, wie die Kriegsbemalung vervollständigt wird)

Gruß Uwe
 

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Hallo zusammen,

ich habe von meinem Elektriker zum Ausprobieren einen Senvolon Radar Präsenzmelder WLAN bekommen und mal schnell anstelle meines Shellys gesetzt. Sorry Shelly, gegen den hast Du keine Chance. Das Teil ist so verdammt schnell und zuverlässig, regiert ab 20cm Abstand, und muss praktisch nicht an die Umgebung angelernt werden. Zum Konfigurieren baut er ein eigenes WLAN auf und ist nach wenigen Minuten unter MQTT im HA. Vom Preis ist er in der gleichen Klasse wie der Shelly. Natürlich hat er keine so umfangreiche Zoneneinstellungen wie der Shelly oder der Aquara, aber zum Erkennen einer Person und das Ausführen einer Aktion reicht der komplett aus. Mir persönlich ist es eigentlich egal, ob jetzt eine oder 6 Personen im Raum sind und ich die Position in der App sehen kann...
 
Sehen echt interessant aus die Produkte... Du hast das "Kleinste"? Insgesamt haben die ja vier verschiedene Präsenzmelder.
 
Also mir ist es nicht egal, ob nur eine oder 6 Personen im Raum sind.
Wenn wir zu zweit im Raum sind und einer geht und dann gehts das Licht aus, wäre das schon blöd.

Ich habe den Aqara hier ausprobiert, aber der erkennt Personen viel zu unzuverlässig. Manchmal ist man allein im Raum, steht auf und geht und schwupps, wird eine Geisterperson erkannt und das Licht bleibt an.
Manchmal liege ich auf der Couch und peng, geht das Licht aus oder das in der zweiten Zone an.
Alles in allem viel zu Unzuverlässig.
Ein anderer Presenzmelder von meross lässt sich leider nicht in Matter einbinden, obwohl er das eigentlich kann.

Also danke für deinen Hinweis, ich werde mir das Teil dann auch mal ansehen.
 
Wir haben das mit dem Senvolon gerade nochmal ausprobiert. Zu dritt rein, nach und nach einer raus und abgeschaltet hat er erst nachdem der letzte raus war. Das kann aber der Shelly auch.
 
Ein weiteres Update: Nachdem ich meine Shellys wieder montiert habe, war innerhalb Minuten klar, dass ich diese in anderen Bereichen platziere, wo der Mindestabstand nicht so gering ist und habe die Senvolon bestellt. Heute morgen kam das Paket und nach dem Anlernen in MQTT konnten diese ihren Dienst aufnehmen. So einfach integriert ohne die Shelly App und sofort einsatzbereit. Noch kurz ein Firmwareupdate gemacht, die zur Funktion nötigen Helfer der Automationen ein- oder ausgeschaltet und getestet. Wenn eine Sekunde schneller der Unterschied von Tag und Nacht ist, dann ist jetzt Tag... C U
 
Hast Du den Senvolon an der Wand oder an der Decke befestigt ?
Wenn an der Wand, in welcher Höhe ?
Wie sieht das mit Hindernissen im Raum aus. Couch, tief hängende Lampen, große Blumen ?
 
Im Bad und in der Toilette direkt neben der Eingangstür in 1,50 Höhe, in der Küche unter dem Hängeschrank. Da schattet der Kühlschrank ab. Das habe ich mit dem sichtbaren Winkel aber ausgeglichen und das Licht geht an, wenn ich ca 15cm in der Küche stehe... Blumen und Möbel gibt es dort leider keine, aber ich kann es mal im Wohnzimmer ausprobieren, ob ich auf der Couch sitzend erkannt werde. Es soll ja funktionieren und nur Beton soll im Weg stehen...
 
Das wäre auf jeden Fall Interessant.
Ich habe hier mittlerweile 2 Präsenz Melder und beide tun nicht wirklich das, was man erwartet.
Der Aqara sieht oftmals Personen, die gar nicht da sind und kann auch nicht immer jemandem folgen, der sich im Raum bewegt. Hier vermute ich aber eventuell noch ein Problem mit dem Ort, wo der Hängt, da will ich mal noch andere ausprobieren.
Der Meross lässt sich nur sehr schwer mit HA verbinden. Habe ne Alexa, die eigentlich Matter Thread kann, aber der Meross sich nicht verbinden will. Dann noch nen Dirigera Hub von Ikea, auch Matter, aber auch hier eher fehlanzeige.
Spaßigerweise hat die FritzBox 5690 Pro mit der BETA Firmware es dann mal geschafft, das Meross teil in HA bereit zu stellen, aber auch nur "Bewegung erkannt" oder eben nicht. Von Präsenz noch weit weit entfernt.
Da mir die FritzBox aber im Bereich Matter erhebliche Probleme mit anderen Geräten machte, mußte ich das wieder deaktivieren.

Mensch, ich will doch nur, das im Wohnzimmer das Licht angeht, wenn jemand in den Raum kommt, es anbleibt, so lange irgendjemand in dem Raum ist und wenn möglich die entsprechende Lampe im angrenzenden Eßzimmer (ist quasi verlängerung vom Wohnzimmer) angeht, wenn jemand in diesen Bereich geht.
 
Moin. Also kurz oder doch lang: Auf der Couch liegend, wobei das Rückenteil der Couch zum Sensor 3 Meter entfernt steht, erkennt er mich nur, wenn ich aufrecht sitze und die Schultern zu sehen sind. Der Kopf alleine reicht nicht. Liegend bin ich nicht anwesend... Hinter einem Esszimmerstuhl im Schatten dessen, in 4m Entfernung werde ich erkannt. Aber... ich nutze die Teile nur in kleinen Räumen, die oft betreten werden und man eventuell mal für eine kurze Zeit Licht benötigt. Da macht das für mich Sinn. Im Wohn- und Esszimmer halte ich persönlich das nicht für Sinnvoll, weil... Eingeschlafen auf der Couch und aus das Licht... :-) Im Wohn- und Esszimmer bleiben bei mir Tasten, die meine Shellys ein- und ausschalten. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein Sensor beim Betreten ein kleines Licht einschaltet und beim Verlassen wieder ausmacht, damit ich im Delirium nicht gegen Tischbeine laufe... Oder in Deinem Fall einen Platz durch Try and Error finden, der in jeder Situation das entsprechende Licht einschaltet... Er kann ja entsprechende Zonen separat schalten.
 

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Moin. Also kurz oder doch lang: Auf der Couch liegend, wobei das Rückenteil der Couch zum Sensor 3 Meter entfernt steht, erkennt er mich nur, wenn ich aufrecht sitze und die Schultern zu sehen sind. Der Kopf alleine reicht nicht.
Also eher unzureichend, weil genau DAS würde ich von einem Präsenzmelder doch erwarten.
Im Wohn- und Esszimmer halte ich persönlich das nicht für Sinnvoll, weil... Eingeschlafen auf der Couch und aus das Licht...
Naja, mein Plan im Kopf ging ja schon noch ein paar Schritte weiter. Ich habe LED Lampen verbaut, Dimmbar und Farbe.
Wenn ich den Raum betrete, Helligkeit ca. 50% und Farbe weiß. Sitzt man auf der Couch, dann etwas Dimmen, eventuell andere Farbe. Bewegt man sich ne weile nicht mehr, könnte man es auch ausschalten.
Aber dafür arbeiten die Sensoren einfach zu Unzuverlässig.
Oder in Deinem Fall einen Platz durch Try and Error finden, der in jeder Situation das entsprechende Licht einschaltet... Er kann ja entsprechende Zonen separat schalten.
Zonen habe ich ja, aber das läuft halt zu unzuverlässig. Der Aqara braucht schon mal ne Sekunde auf 2 um zu erkennen, das ich die eine Zone verlassen habe und die andere betreten habe. Das führte oft dazu, das in beiden Zonen das Licht an war.
Und sehr sehr oft passierte es, das ich beim gehen von der einen Zone in die andere einen Geist hatte. Sprich, ich verlasse Zone 1, aber der Sensor sieht mich noch da. Da kann ich in Zone 2 rumlaufen, so viel ich will, der Geist bleibt da und macht damit natürlich jede halbwegs Sinnvolle Steuerung kaputt.

Ich würde ja gerne den Meross mal genauer testen, weil der mit PIT und Radar arbeitet, aber wenn man den nicht vernünftig eingebunden bekommt.
Ich will die Tage mal versuchen, in wie weit man da in der App Routinen erstellen kann und die eventuell in HA auswerten bzw. steuern kann.
 
Ich bin aufgrund dieses Threads auf den Senvolon KL MZ aufmerksam geworden und habe direkt drei Stück gekauft. Geplant war eine Montage auf ca. 1,50 m Höhe, damit ich sowohl Raumwerte für die Heizungssteuerung als auch Präsenz- und Zonendaten bekomme. Das Konzept an sich gefällt mir sehr gut, weil es für mich zwei essenzielle Dinge in einem Gerät vereint. Nach meinen Tests kann ich die Lobeshymne allerdings leider nicht nachvollziehen.

Von den drei Geräten habe ich zwei getestet, beide zeigen im Wesentlichen dasselbe Verhalten. Die reine Anwesenheitserkennung funktioniert grundsätzlich, auch bei ruhenden Personen. Die Positionsbestimmung ist bei mir aber deutlich zu instabil für eine sinnvolle Mehrzonen-Nutzung.

Bei einer Person, die ihre Position auf einer Bank nicht verändert hat, wanderte die X-Position laut Debug-Daten von ca. −0,33 m bis +0,63 m. Das sind grob 0,6–1,0 m seitliche Verschiebung, teilweise sogar über die Mittelachse hinweg. Die Y-Entfernung blieb dabei mit etwa 2,25–2,55 m vergleichsweise stabil.

Beim Test mit zwei Personen wurde es noch auffälliger: Ich lag auf einer Liege, mein Sohn saß etwa zwei Minuten gleichzeitig auf der Bank. Trotzdem wurde nur eine Person getrackt. Als mein Sohn anschließend aufstand, an mir vorbeiging und den Bereich verließ, sprang meine angezeigte Position deutlich hin und her, obwohl ich mich nicht bewegt hatte. Für mich sieht das nach instabilem Multi-Target-Tracking bzw. fehlerhafter Track-Zuordnung aus.

Zusätzlich taucht bei beiden getesteten Geräten im Debug-Log wiederholt dieser Fehler auf:

LD6002B (read_and_parse): Wrong data checksum

Firmware war aktuell: 1.2.9 / 1.26.1.

Auch mechanisch gibt es Punkte, die mir nicht gefallen. Das Gehäuse ist 3D-gedruckt und hat nur vier fest definierte Befestigungslöcher. Bei Montage auf einer UP-Dose ist man dadurch recht eingeschränkt, in welche Richtung die Kabelführung bzw. der USB-C-Anschluss zeigt und gleichzeitig der Lichtsensor ausgerichtet wird.

Bei einem der Kabel hatte ich außerdem einen Wackelkontakt, was unnötig Zeit bei der Fehlersuche gekostet hat. Dazu kommt die ungewöhnliche Farbgebung der Spannungsversorgung: Bei meinem Kabel ist Schwarz = Plus und Rot = GND, also genau entgegen der üblichen DC-Konvention.

Schade, denn das Gesamtkonzept hätte für meinen Anwendungsfall wirklich gut gepasst. Für reine Anwesenheit reicht der Sensor vermutlich aus. Für präzise Mehrzonen- und Mehrpersonen-Erkennung ist das Verhalten bei mir aber nicht zuverlässig genug. Nach zwei von zwei Geräten mit demselben Grundproblem werde ich den dritten gar nicht mehr testen und alle drei zurückschicken.
 

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Danke für deinen ausführlichen Test und Bericht.
Auch ich war auf der Suche nach einem funktionierenden Präsenzmelder, aber weder der von Meross, noch der von Aqara erfüllen die simplen Ansprüche, die Position von 2 Personen im Raum halbwegs vernünftig bestimmen zu können.
Ich hatte den Shelly zwar nie auf meiner Liste, weil Shelly mich in vielen anderen Bereichen schon schwer enttäuscht hatte, aber gut zu wissen, brauche ich da definitiv auch nicht nach suchen.
 
Es scheint ohnehin stark vom Anwendungsgebiet, der Positionierung und den persönlichen Ansprüchen abzuhängen. Deshalb würde ich einen Sensor aufgrund einzelner Erfahrungen nicht grundsätzlich ausschließen.

Gerade bei mmWave scheint die konkrete Raumsituation enorm viel auszumachen. Sitzend, liegend, mehrere Personen, Reflexionen, Montagehöhe und Winkel können das Ergebnis offenbar deutlich verändern.
 

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