Mit Computern arbeite ich seit den späten Achtzigern, habe also mit den Vorgängern von DOS gewerkelt, aber auch mit "dummen" Unix-Terminals (Zeitscheibe und so, wer sich erinnert) und Lochkarten und und und .... im privaten Bereich war es dann vor der Wende ein Commodore. Später kamen DOS und eben auch fast alle Windows-Versionen seit 3.0. Anwendungssoftware auch quer beet, also alles was
vor dem Erscheinen von Microsoft angesagt war, dann halt die MS-office-Komponenten.
Ich hab schon vor über 15 Jahren angefangen, immer wieder mal eine Linux-Distribution zu testen. Viel per Live-System vom Stick, aber ich hatte auch so ein 11Zoll (?)-Netbook mit ubuntu.
Ich muss
@svenyeng bedingt zustimmen:
früher taugte das nichts.
All meine damaligen Systeme sind samt und sonders eher früher als später zerbröselt. dabei hab ich sie nur hochgefahren, bissel laufen lassen, Konten im Thunderbird eingerichtet, mit Firefox gesurft, runtergefahren. Manche sind dann nicht mehr hochgefahren, viele haben sich selbst zerlegt beim simplen Update aus den eigenen Paketquellen. Ich hab da nix herumgeschraubt, keine Software aus anderen Quellen hinzugefügt o.ä., weil ich da ohnehin keine ahnung hatte.
Über die ganze Zeit habe ich so ziemlich alle Distributionen getestet, die entweder ohnehin namhaft waren/sind (Suse, Ubuntu, Debian, Fedora, Mint u.ä.) oder gerade gehyped (unter Anderen Endeavour, Zorin, KDE neon, LMDE und nochmal mind. die selbe Anzahl weitere Distris, deren Namen ich schon wieder vergressen habe; und auch MX linux und Manjaro waren dabei, die mochte ich dabei am meisten) wurden. was ich nicht probioert habe, waren diese "from the scratch"-System, wo man sich also alles einzeln zusamen bauen muss.
In den letzten Jahren hatte ich sogar immer vier oder fünf Distris parallel laufen in der "virtualization station" eines ausreichend potenten QNAP-NAS. Starb eine, kam dafür ein Anderes hinzu.
Und es wurde besser mit der Zeit, das konnte ich feststellen. Die Distributionen hielten nicht mehr ~4 Wochen, sondern viele Monate, und sie machten auch nach updates nicht schlapp. Ich konnte mich darauf konzentrieren, die GUI zu vergleichen (also Gnome, KDE, XFCE & Co.). Als Windows-Umsteiger komme ich mit KDE am besten klar - meine Hardware kommt mit den etwas höheren Anforderungen von KDE auch mehr als locker klar ....
Und inzwischen ist die Situation auch generell eine Andere: Linux funktioniert! Fertig, aus Ende.
Seit Dezember 2024 habe ich auf meinem heimischen PC Debian laufen (in der Zeit auch problemlos von Debian 12 auf Debian 13 aktualisiert).
Der Drucker Brother MFP lc8690 war nach Anleitung sehr einfach zu installieren, Bluetooth (u.a. Headset) lief vom Start weg, USB und LAN sowieso, Netzwerkzugriffs auf NAS geht ohne Murren .... bis auf die Webcam war die ganze Hardware kein Problem, sowohl direkt als auch via Thunderbolt-Dockingstation (CalDigit TS4), und die Webcam hab ich dann auch noch hinbekommen - und ja, bei solchen speziellen Sachen (hab die Cam vorher gekauft und forglich beim Kauf nicht auf Linux-Tauglichkeit geachtet) muss man unter Umständen auch 2026 noch herum"frickeln".
Ich kann mich aber an zahlreiche gleichartige Frickeleien in den dreißig Jahren mit Windows erinnern, hat da auch ewig gedauert, ehe vor allem die Hardware-Hersteller mit gingen/gehen und saubere Treiber liefer(te)n ... denn
die sind meist das Problem, sofern es denn unter Linux überhaupt noch solche Probleme gibt.
Debian Trixie stable (mit KDE) System ist also für mich gesetzt. Es tut einfach, muss man nicht weiter drüber nachdenken.
Bleibt die Anwendungssoftware:
ich bin mit MSOffice SEHR GUT vertraut, hab wie gesagt schon Word 5.0 und 5.5 für DOS genutzt (nach WordPerfect und dessen seinerzeit populären Vorgängern; oder wer von euch kann noch etwas mit 'Harvard Graphics' anfangen?); in den 90er und 00er Jahren hab ich auch EInsteigerschulungen für Word für Windows und Excel für Windows und Powerpoint gegeben .... aber privat nutze ich fast nur LibreOffice (ok, früher OpenOffice, aber das ist ja quasi tot). Riesenprojekte mache ich nicht.
Bildbearbeitung? mach ich nur rudimentär: Unter Windows mochte und mag ich Paint.Net sehr, mit Krita hab ich unter Linux adäquaten Ersatz gefunden.
E-mail mach ich ohnehin schon seit Ewigkeiten mit Thunderbird, da ist also kein Umstellung nötig mit Linux
Firefox ist gesetzt.
Insofern kann ich nur raten, den Umstieg ernsthaft anzugehen. Die Systeme sind inzwischen wirklich verfügbar.
Ganz ohne Windows geht es dennoch nicht: habe einen Hyundai und dessen Software-Update geht nur via Windows oder Mac.
Mac muss ich mir echt nicht antun (schlechte Erfahrungen aus den frühen Neunzigern), ergo rennt ein Notebook noch mit Win11 .... (das andere hab ich auch auf Debian 13 stable mit KDE umgestellt).
Und weil Civilization 5 nicht stabil auf meiner Debian-Kiste läuft, hab ich noch ein virtuelles Windows nur zum Spielen auf einer kleinen Proxmox-Kiste.
@localweb kannste damit was anfangen?
Gern nachfragen, aber dann bitte möglichst konkret und keine pauschalen vagen Fragen, wo man kaum weiß, welcher konkrete Punkt dich denn wirklich interessiert. Auf konkrete Fragen kann man konkret antworten, bei sehr allgemeinen Fragen muss man ewig ausholen und auch das Risiko ist enorm, dass die Antwort völlig an dem vorbei geht, was du eigentlich wissen wolltest
Meines Erachtes ist wichtig: Das Hauptproblem ist
immer, dass man mit einem System vertraut ist.
Das andere ist nicht schlecht(er), sondern nur ANDERS. Wenn man quasi fest davon ausgeht, dass sich nichts an der Bedienung und der Optik ändern darf, dann scheitert man beim Umstieg. Lässt man dies aber zu und probiert neue Wege "willig" aus, klappt der Umstieg eher schnell .... sicher gibt es immer Haken und Schwellen, aber in aller Regel bremst man sich selber aus, wenn man das Altbekannte als einzigen Maßstab betrachtet, nachdem sich das Neue richten muss.
Wenn du also kein Problem damit hast, dass die Änderungen diesmal ETWAS größer sind also ohnehin schon oft von einer MS-office-Version zur nächsten (Stichwort Menübänder /Ribbons -- für eingefleischte Menü-Experten Teufelszeug schlechthin), dann hast du gute Karten und hast das neue System in wenigen Wochen ziemlich gut intus.