Mesh-Roaming-Chaos: Anker SOLIX-Produkte ignorieren optimale Nodes (5530 Fiber & Diverse Repeater)

BeaT-JaPe

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Hallo zusammen,

ich wende mich an euch, da ich in meinem Fritz!Mesh ein massives Roaming-Problem mit zwei neuen IoT-Geräten habe und hoffe, dass jemand von euch tiefere Einblicke in das Mesh-Steering-Verhalten der aktuellen Labor- bzw. Release-Versionen hat.

Mein Setup:

  • Router: FRITZ!Box 5530 Fiber (Zentrale)
  • Repeater: 1 Prüfstand aus 3000 AX (im 1. OG und 2. OG - in Reihe geschalten), 1200 AX und 1610 Outdoor
  • Firmware: Alle Geräte auf FRITZ!OS 8.20
  • Mesh: Alle Repeater sind ordnungsgemäß eingemasht, Einstellungsübernahme ist aktiv, 2,4 GHz und 5 GHz nutzen dieselbe SSID.

Das Problem:Meine beiden neuen Anker-Produkte (Solarbank 2 E1600 Pro und Anker Smart Meter) zeigen ein völlig unlogisches Roaming-Verhalten. Obwohl für beide Geräte jeweils ein Mesh-Node in unmittelbarer Nähe (< 3m, fast Sichtverbindung) zur Verfügung steht, "krallen" sie sich oft an weit entfernten Zugangspunkten fest.

  • Beispiel 1: Die Solarbank steht direkt am 1610 Outdoor (voller Empfang). Ohne ersichtlichen Grund springt sie auf den 3000 AX im 1. OG – Resultat: Verbindungsabbrüche und miese Datenrate.
  • Beispiel 2: Das Smart Meter sitzt im Sicherungskasten direkt neben der 5530 Fiber, verbindet sich aber hartnäckig mit dem 1610 Outdoor im Garten oder mit dem Repeater 3000 AX im 1. OG.
Wichtig: Wenn die Geräte (durch Zufall oder nach einem Reset) mit dem "richtigen" Node verbunden sind, ist die Signalstärke hervorragend. Es liegt also nicht an der Reichweite, sondern an der Verbindungslogik.

Was nicht infrage kommt:
  • Deaktivierung des Mesh-Systems.
  • Trennung der SSIDs (2,4 / 5 GHz).
  • Das restliche System (ca. 30 andere Smart-Home-Geräte wie Shelly, Hue, etc.) funktioniert im Mesh absolut tadellos.
Meine Fragen an die Experten:
  1. Gibt es unter FRITZ!OS 8.20 bekannte Probleme beim Mesh Steering (802.11v/k) mit bestimmten WLAN-Chipsätzen (vermutlich Espressif/Esp32 bei Anker)?
  2. Hat jemand Erfahrung damit, wie man "sture" Clients, die das Steering der Fritz!Box ignorieren, zur Vernunft bringt?
  3. Der Anker-Support ist leider keine Hilfe und rät zur SSID-Trennung (was für mich keine Lösung, sondern eine Kapitulation vor der Technik ist).
Hat jemand von euch eine Idee, ob man in den Support-Daten der Fritz!Box sehen kann, warum das Mesh-Steering hier scheitert oder abgelehnt wird?

Vielen Dank vorab für eure Hilfe!
 

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Grundsätzlich entscheidet der Client über das Roamind. Die Mesh-Repeater können versuchen es zu beeinflussen, was man dann "aktive Steuerung" nennt. Das klappt aber am besten, wenn ALLE Access Points auf unterschiedlichen Kanälen arbeiten. Erst dann kappt eine "aktive Client-Steuerung" im WLAN "brauchbar" (nach meiner Erfahrung). Damit aber alle AccessPoint auf einem eigenen Kanal senden können, dürfen sie nicht im Modus WLAN-Brücke arbeiten. Weil genau der zwingt sie auf den gleichen Kanal, wie ihr jeweiliger Partner AccessPoint. Du wirst dann eine gute Lösung bekommen, wenn Du zu jedem AccessPoint ein LAN-Kabel verlegst und sie in den Modus LAN-Brücke schaltest. Alles andere ist "Flickwerk". Ja, es geht und viele machen es so, die Hersteller "bewerben" es fleißig. Aber nur weil etwas geht, ist es nicht optimal... wie Du ja selbst bemerkst.
 
Danke für die technische Erläuterung! Dass eine LAN-Anbindung (LAN-Brücke) das Nonplusultra ist, steht außer Frage.

Allerdings ist das in meiner baulichen Situation nicht ohne massiven Aufwand umsetzbar. Zudem zeigt die Praxis bei mir ja: Alle anderen 30+ WLAN-Clients im Mesh roamen absolut fehlerfrei.

Wenn das Mesh-System für alle anderen Hersteller funktioniert, nur für Anker nicht, dann ist für mich nicht die 'WLAN-Brücke' das Problem, sondern die mangelhafte Implementierung der Roaming-Protokolle (802.11k/v) in der Anker-Firmware.

Mir geht es eher darum: Gibt es in der Fritz!Box eine Möglichkeit, solche 'sturen' Clients zu zwingen, oder kann man in den Support-Daten sehen, warum der Client das Steering-Angebot der Box ablehnt?

Im Anhang nochmal ein Beispiel, wie die Verbindung völlig willkürlich schwankt.
 

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Hallo.

Nein kann man nicht und ist auch nicht Ihre Aufgabe.

Können die Anker überhaupt 11k und v? Hier ist auch wichtig wie @Barungar schon schriebt es sind von den FRITZ!Produkten nur Vorschläge. Ob das Endgerät dies annimmt entscheidet es selbst.

Fraglich ist hier generell ab das Steering hier überhaupt zum Tragen kommt oder ob das Endgerät selbst aufgrund falscher Bewertung von sich aus wechselt.
 
Danke für die technische Erläuterung! Dass eine LAN-Anbindung (LAN-Brücke) das Nonplusultra ist, steht außer Frage.

Allerdings ist das in meiner baulichen Situation nicht ohne massiven Aufwand umsetzbar.
Es ist also nicht völlig unmöglich?
Dann mach es.

PS:
Wieso muss denn ein Smarmeter "roamen"?
Meines ist ziemlich Ortsfest.
 
@Spielebernd
@Cephalopod

Vielen Dank für die ehrlichen Einschätzungen!

Genau das ist der Punkt: Das Smart Meter ist ortsfest im Sicherungskasten montiert. Dass es überhaupt "roamt" (bzw. sich willkürlich mit einem weit entfernten Repeater verbindet, statt die Fritz!Box direkt daneben zu nehmen), zeigt ja gerade, dass die interne Logik der Anker-Geräte das Mesh-System absolut nicht versteht oder falsch bewertet.

Ob die Geräte 802.11k oder v wirklich beherrschen, bezweifle ich mittlerweile auch. Wenn sie nur "dumme" Clients sind, die Steering-Vorschläge ignorieren, hilft nur die physikalische Trennung.

Ich werde jetzt den Weg gehen, den hier einige (indirekt) angedeutet haben: Ich "nagle" die Geräte über separate Gast-SSIDs an die jeweiligen Zugangspunkte fest. Das bedeutet zwar, die Einstellungsübernahme im Mesh zu deaktivieren und manuellen Pflegeaufwand zu betreiben, scheint aber die einzige Lösung zu sein, um Ruhe in die Verbindung zu bekommen.

Falls jemand noch eine andere Idee hat, gerne her damit :)

Vielen Dank für den technischen Deep-Dive – das hat mir bei der Ursachenforschung sehr geholfen!
 
Ob die Geräte 802.11k oder v wirklich beherrschen, bezweifle ich mittlerweile auch. Wenn sie nur "dumme" Clients sind, die Steering-Vorschläge ignorieren, hilft nur die physikalische Trennung.
Naja nicht ganz. Sie ignorieren es dann nicht sondern erhalten gar nicht erst welche. Sie entscheiden also unabhängig vom Mesh selbst nach ihrer eigenen Bewertung womit Sie sich verbinden.

Manche Clients können eine BSSID geknüpft werden eventuell können das die Anker auch.

Nochmal kurz zu deiner Frage von dem Chip. Die Shellys verwenden auch ESP32 Chips. Wenn ist die Implementierung von Anker dann hier er das Problem.
 
@Spielebernd

Danke für die Präzisierung!

Das mit den Shellys ist ein hervorragendes Argument. Wenn die mit den gleichen Chips im Mesh stabil bleiben, ist es definitiv die Software-Implementierung von Anker, die hier „blind“ entscheidet.

Dass die Anker-Geräte eine Bindung an eine spezifische BSSID (also die MAC-Adresse eines einzelnen Access Points) erlauben, habe ich in der App bereits geprüft – diese Funktion gibt es dort leider nicht. Man kann nur nach der SSID suchen. Diese wird zunächst stark angezeigt und korrekt verbunden, danach in unregelmäßigen Abständen wird der Zugangspunkt geändert mit dem er sich verbindet, ohne Zusammenhang.

Damit ist die Diagnose für mich abgeschlossen: Da ich die Anker-Software nicht umschreiben kann, bleibt nur die „physikalische Trennung“ über die Gast-SSIDs, um den Geräten die Entscheidungsgewalt zu entziehen.

Der Support von Anker hat nur allgemein mit Textbausteinen geantwortet, obwohl ich bereits alle Schritte zuvor geprüft und Ihnen das auch detailliert erläutert hatte:

Hier die Antwort vom Anker Support:

"Guten Tag,

Danke für Ihre E-Mail!

Vielen Dank für die detaillierte Beschreibung Ihres Problems mit der Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro und dem Smart Meter. Basierend auf den bereitgestellten Informationen und den bekannten Lösungsansätzen möchte ich Ihnen folgende Schritte vorschlagen, um die WLAN- und Roaming-Probleme zu beheben:

Wi-Fi-Verbindung sicherstellen:
Beide Geräte unterstützen ausschließlich 2,4 GHz Wi-Fi. Stellen Sie sicher, dass Ihr Fritz!Mesh-Netzwerk auf 2,4 GHz konfiguriert ist.
Platzieren Sie die Solarbank und das Smart Meter möglichst nah am Router oder Repeater (maximal 10 Meter Abstand) und vermeiden Sie Hindernisse wie Wände oder Metallgegenstände.

Netzwerkstabilität optimieren:
Weisen Sie den Geräten in Ihrem Fritz!Box-Netzwerk feste IP-Adressen zu (dies haben Sie bereits getan, was positiv ist).
Falls möglich, deaktivieren Sie vorübergehend das Mesh-Roaming für die betroffenen Geräte in den Fritz!Box-Einstellungen, um die Verbindung zu stabilisieren.

Geräte zurücksetzen und neu konfigurieren:
Führen Sie einen vollständigen Reset der Netzwerkeinstellungen an der Solarbank und dem Smart Meter durch (7-Sekunden-Tastendruck).

Entfernen Sie beide Geräte aus der Anker-App und fügen Sie sie erneut hinzu. Folgen Sie dabei den Anweisungen in der App.

Alternative Verbindung testen:
Verbinden Sie die Geräte testweise mit einem mobilen Hotspot (2,4 GHz), um zu prüfen, ob das Problem durch die Routerkonfiguration verursacht wird.

Firmware-Updates:
Stellen Sie sicher, dass sowohl die Solarbank als auch das Smart Meter auf die neueste Firmware aktualisiert sind. Die Anker-App sollte Sie bei verfügbaren Updates benachrichtigen.

Externe Antenne des Smart Meters:
Falls das Smart Meter in einem Verteilerkasten installiert ist, stellen Sie sicher, dass die externe Antenne korrekt installiert und außerhalb des Kastens positioniert ist, um Signalstörungen zu vermeiden.

Falls diese Schritte das Problem nicht lösen, können Sie uns gerne die folgenden Informationen zur weiteren Unterstützung bereitstellen:

Ein kurzes Video, das die Verbindungsabbrüche oder das Roaming-Verhalten zeigt.
Die Seriennummern der betroffenen Geräte (diese haben Sie bereits angegeben).

Ihre aktuelle Versandadresse, falls ein Austausch erforderlich sein sollte.

Bitte lassen Sie uns wissen, ob diese Schritte hilfreich sind oder ob weitere Unterstützung benötigt wird.

Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören! Schönen Tag!"


Der Support hat sich nach einer erneuten ausführlichen Nachricht von mir nicht mehr zurückgemeldet. Daher glaube ich nicht das hier eine Lösung zur Verfügung gestellt werden kann.

Vielen Dank an alle für die Unterstützung bei der Fehlersuche! @Spielebernd
 
Ich kenne Anker zwar nicht ich würde hier aber nicht davon aus gehen das Sie sich hier nicht mehr melden.

Die Antwort ist ja in Summe Ergebnis offen und ich lese hier auch erstmal nicht das Sie die Verantwortung von sich weißen. Hier wird bestimmt noch was kommen.
 
Hallo @BeaT-JaPe,

hast Du mal versucht die Solarbank 2 E1600 Pro und Anker Smart Meter mit einem LAN Kabel fest mit einem einfachen dummen Switch zu verbinden.
Dann den dummen Switch mit einen festen LAN Kabel an Deinen WLan-Brücke Reapeter (1200 AX) anzuschließen.
Der WLan-Brücke Reapeter (1200 AX) verbindet sich dann mit dem festen Router: FRITZ!Box 5530 Fiber (Zentrale).
Den Repeater 1200 AX kann man ja zu der Verbindung mit dem Router zwingen.

So habe ich das bei meiner Solaranlage gemacht um die Daten der Solaranlage in mein Netz zu bekommen.
Bei meiner Solaranlage laufen da drei LAN Kabel in den Switch.
Das funktioniert perfekt bei mir, keine Ausfälle seit ca. 9 Jahren, seit die Solaranlage läuft.
 
Hallo zusammen,

nur WLAN im 2.4 GHz, wow, da darf aber das 2.4 GHz nie die Biege machen.
Da muss aber Fritz ganz schön an den Ausfällen arbeiten.
Und das ganze mit den sterben Routern im 2.4 GHz Netz.
Das nenne ich mal Ironie oder Vorsatz von den beiden Firmen.
Ein Schelm wer sich Böses dabei denkt.......!
 
Sämtliche Shelly und IMHO auch Sonoff und Tuya funken alle grundsätzlich nur auf 2,4 GHz.
Grund dafür ist die bessere Reichweite, großen Datendurchsatz habe die alle nicht.
 
Aber so wichtige Sachen, sollten schon eine LAN Kabel Verbindung haben.
Vielleicht bin ich aber nur von der alten Schule.
Brauche halt einen Gürtel und Hosenträger....
 
@Alle

Kurzes Update zu meinen Feststellungen, da ich eine funktionierende Lösung gefunden habe, die vielleicht auch anderen hilft, deren IoT-Geräte im Mesh "wildgeworden" sind:

Zuerst zum Thema LAN-Kabel: Dass Kabel immer die stabilste Lösung sind, unterschreibe ich sofort. Aber wer von euch verlegt ein LAN-Kabel für ein Balkonkraftwerk quer durch den Garten ins Gartenhaus oder stemmt den Sicherungskasten für ein Smart Meter auf? Bei IoT-Geräten ist WLAN nun mal der Standard – und das muss ein modernes System (auch im 2,4 GHz-Bereich) heutzutage stemmen können.

Hier meine finalen Erkenntnisse zur Stabilisierung der Anker-Geräte im Fritz!Mesh:
Das Roaming-Problem:

Im normalen Mesh-WLAN (mit Einstellungsübernahme) springen die Anker-Produkte unregelmäßig und völlig willkürlich zwischen den Zugangspunkten. Das führt bei diesen Geräten unweigerlich zu Verbindungsabbrüchen. Eine „aktive Steuerung“ durch die Fritz!Box wird hier scheinbar ignoriert oder führt zum Crash.

Die Lösung (Gast-WLAN-Workaround):
Ich habe Solarbank und Smart Meter in das Gast-WLAN der Fritz!Box ausgelagert.

WICHTIG: Damit das funktioniert, MUSS in der Fritz!Box unter WLAN -> Sicherheit -> Gastzugang der Haken bei „WLAN-Geräte dürfen untereinander kommunizieren“ gesetzt sein.

Ohne diesen Haken findet die Solarbank das Smart Meter nicht lokal im Netzwerk (trotz gleicher SSID), was sofort zum Fehler 32 (Zähleranomalie) führt.

Die lokale IP-Kommunikation ist für die Echtzeit-Einspeisung zwingend notwendig!

Die Fixierung:
Damit die Solarbank nicht wieder wandert, habe ich am Outdoor-Repeater die Einstellungsübernahme deaktiviert.

Entgegen mancher Vermutungen müssen dabei aber alle Zugangspunkte die exakt gleiche Gast-SSID senden. Eine Trennung in verschiedene Gast-Namen (z.B. „Anker-Garten“ und „Anker-Haus“) funktioniert nicht, da die Geräte scheinbar nur innerhalb der identischen SSID nach ihrem Partner suchen.

Fazit: Durch die Kombination aus deaktivierter Einstellungsübernahme (kein Steering-Zwang durch die Box) und dem isolierten Gastnetz mit lokaler Freigabe steht die Verbindung aktuell stabil. Ich werde das jetzt über die nächsten Tage beobachten und nachberichten, ob das Roaming damit dauerhaft unterbunden wurde.

Vielen Dank für den Input – auch an die „alte Schule“ mit Gürtel und Hosenträgern! 😉
 

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Ich versuche bei der Sache zu bleiben und bitte um konstruktive Lösungsansätze, Diskussionen am Thema vorbei helfen hier bedauerlicherweise nicht wirklich.

Der Support/Kundenservice vom Hersteller Anker hat folgenden Vorschlag gemacht und sich zum beschriebenen Problem nachfolgend wie folgt geäußert:

'
vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wir bedaurn sehr, dass unsere erste Rückmeldung den Eindruck einer Standardantwort erweckt hat und Ihre umfangreichen und detaillierten Vorarbeiten nicht ausreichend gewürdigt wurden. Bitte entschuldigen Sie dieses Missverständnis. Es ist absolut nachvollziehbar, dass Sie die Kernfunktion Ihres Fritz!Mesh-Systems nicht beschneiden möchten – hier haben wir vollkommen recht, dass sich moderne Smart-Home-Geräte reibungslos in bestehende Mesh-Strukturen integrieren müssen.

Vielen Dank auch für die Bereitstellung der Rechnungen, Bilder und Screenshots; diese haben wir nun alle Ihrem Fall beigefügt.

Ihre Fehlerbeschreibung ist hervorragend und zeigt genau das Kernproblem auf: Die WLAN-Chipsätze unserer SOLIX-Geräte haben aktuell Schwierigkeiten mit dem sogenannten „Band- und Mesh-Steering“ von AVM. Anstatt dem starken Signal des nahen Repeaters zu folgen, lassen sich die Geräte von der FritzBox umleiten, was zu dem von Ihnen beschriebenen „Roaming-Chaos“ und den Abbrüchen führt.

Da alle Standard-Lösungsansätze ausgeschöpft sind, möchte ich Ihnen einen gezielten technischen Workaround vorschlagen, der Ihr Mesh-System als Ganzes intakt lässt, aber das fehlerhafte Roaming der Anker-Geräte unterbindet:

Vorschlag: Temporäre Trennung der SSIDs zur erzwungenen Access-Point-Bindung

Die Ursache für das Springen der Geräte ist, dass die FritzBox und alle Repeater dieselbe SSID (WLAN-Name) senden. Die Anker-Geräte kommen mit der Entscheidung nicht zurecht. Um die Geräte verlässlich am starken Repeater zu „verankern“, ohne Ihr gesamtes Netzwerk umzubauen, gehen Sie bitte wie folgt vor:
-Zweiten WLAN-Namen erstellen: Erstellen Sie in Ihrer FritzBox ein zusätzliches 2,4 GHz-WLAN mit einem neuen, eindeutigen Namen. Das bestehende Mesh-WLAN (Ihr ursprünglicher Name) bleibt für all Ihre anderen Geräte völlig unverändert bestehen.

-Repeater konfigurieren: Weisen Sie dem nahen Repeater (der mit dem vollen Empfang) in den AVM-Einstellungen zu, dass er dieses zweite WLAN mit ausstrahlt.

-Anker-Geräte verbinden: Verbinden Sie die Solarbank und den Smart Meter ausschließlich mit diesem neuen WLAN-Namen.

Der Effekt: Da die Anker-Geräte nun einen exklusiven WLAN-Namen sehen, der nur vom starken Repeater gesendet wird, entfällt das Mesh-Steering. Die Geräte können nicht mehr zur FritzBox „springen“, da sie diese unter dem neuen Namen nicht sehen. Alle Ihre anderen Smart-Home-Geräte roamen weiterhin wie gewohnt im Haupt-Mesh.

Wir wissen, dass die Trennung von SSIDs nicht der Idealfall ist, aber in Kombination mit AVM-Systemen hat sich dieser Workaround bei IoT-Geräten mit empfindlichen Roaming-Algorithmen als nachhaltigste Lösung erwiesen, bis ein Firmware-Fix vorliegt.

Wir entschuldigen uns nochmals aufrichtig für etwaige Unannehmlichkeiten und danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung. Bei weiteren Fragen können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden.
"
 
Nachdem der Vorschlag meiner Meinung nach nicht umsetzbar ist antwortete ich wie folgt:

'
vielen Dank für Ihre ausführliche Nachricht und das Eingeständnis, dass die SOLIX-WLAN-Chipsätze aktuell Schwierigkeiten mit dem AVM Mesh-Steering haben.

Es ist ein wichtiger erster Schritt, dass dieses Problem intern nun offiziell als solches erkannt wurde.
Ich muss Ihnen jedoch ein wichtiges technisches Feedback zu Ihrem vorgeschlagenen Workaround geben.

Als erfahrener Anwender eines AVM-Systems kann ich Ihnen mitteilen, dass dieser Vorschlag technisch nicht umsetzbar ist:

Keine multiplen SSIDs im 2,4 GHz-Band:
Eine FRITZ!Box kann physikalisch kein zweites, paralleles 2,4 GHz-WLAN mit einer eigenen SSID ausstrahlen. Es gibt lediglich das Hauptnetz und den Gastzugang.

Keine selektive SSID-Zuweisung pro Node: Man kann einem Mesh-Repeater bei AVM nicht zuweisen, nur eine „neue“ SSID auszustrahlen, ohne die globale Einstellungsübernahme zu kappen.

Meine Zwischenlösung und wichtige Erkenntnisse zur Fehlerbehebung:

Ich konnte das Problem mittlerweile durch einen eigenen Workaround zumindest aktuell einigermaßen stabilisieren, der für Ihre Entwicklungsabteilung von großem Interesse sein dürfte. Um das „Roaming-Chaos“ zu beenden, habe ich die Geräte in den WLAN-Gastzugang ausgelagert und beim zuständigen Repeater die Einstellungsübernahme deaktiviert, um den Access Point manuell zu fixieren.

Dabei sind zwei Punkte zwingend:

Zwingende Voraussetzung für Fehler 32: Damit die Solarbank und das Smart Meter im Gastnetz kommunizieren können, muss im Router die Option „WLAN-Geräte dürfen untereinander kommunizieren“ aktiviert sein. Die Geräte benötigen eine lokale Peer-to-Peer-Sichtbarkeit; die Cloud-Anbindung allein reicht für die Regelung nicht aus.

Identische SSID-Pflicht: Entgegen mancher Vermutungen müssen beide Geräte zwingend mit der identischen SSID verbunden sein. Eine Trennung (Smart Meter an SSID „A“, Solarbank an SSID „B“) führt sofort zum Kommunikationsabbruch.

Zusätzliche Dokumentation zur Überprüfung:

Um eine weiterführende, detaillierte Überprüfung durch Ihre Technik-Abteilung zu ermöglichen, habe ich dieser E-Mail folgende Unterlagen beigefügt:

Screenshots der Fehlermeldung [Fehler 32: Zähleranomalie]: Diese tritt unmittelbar auf, sobald die lokale Kommunikation im Netzwerk gestört ist.

Screenshots der Signalstärken: Hier ist dokumentiert, wie massiv die Empfangsqualität schwankt, wenn die Geräte trotz direkter Nähe zum Repeater willkürlich auf weit entfernte Nodes springen.

App-Protokolle: Ich habe soeben die aktuellen Fehlerprotokolle direkt über die Anker-App hochgeladen. Bitte prüfen Sie diese in Verbindung mit meinem Ticket.


Ich erwarte nun eine tiefergehende Analyse meines Falls. Ein dauerhaftes Deaktivieren von Mesh-Funktionen kann bei einem Premium-System wie Anker SOLIX nicht die finale Lösung sein.

Ich setze auf ein zeitnahes Firmware-Update, das entweder eine manuelle BSSID-Bindung in der App ermöglicht oder die Protokolle 802.11k/v korrekt unterstützt.


Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung nach der technischen Auswertung meiner Protokolle.
'
 

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