Mesh-Roaming-Chaos: Anker SOLIX-Produkte ignorieren optimale Nodes (5530 Fiber & Diverse Repeater)

BeaT-JaPe

New member
Hallo zusammen,

ich wende mich an euch, da ich in meinem Fritz!Mesh ein massives Roaming-Problem mit zwei neuen IoT-Geräten habe und hoffe, dass jemand von euch tiefere Einblicke in das Mesh-Steering-Verhalten der aktuellen Labor- bzw. Release-Versionen hat.

Mein Setup:

  • Router: FRITZ!Box 5530 Fiber (Zentrale)
  • Repeater: 1 Prüfstand aus 3000 AX (im 1. OG und 2. OG - in Reihe geschalten), 1200 AX und 1610 Outdoor
  • Firmware: Alle Geräte auf FRITZ!OS 8.20
  • Mesh: Alle Repeater sind ordnungsgemäß eingemasht, Einstellungsübernahme ist aktiv, 2,4 GHz und 5 GHz nutzen dieselbe SSID.

Das Problem:Meine beiden neuen Anker-Produkte (Solarbank 2 E1600 Pro und Anker Smart Meter) zeigen ein völlig unlogisches Roaming-Verhalten. Obwohl für beide Geräte jeweils ein Mesh-Node in unmittelbarer Nähe (< 3m, fast Sichtverbindung) zur Verfügung steht, "krallen" sie sich oft an weit entfernten Zugangspunkten fest.

  • Beispiel 1: Die Solarbank steht direkt am 1610 Outdoor (voller Empfang). Ohne ersichtlichen Grund springt sie auf den 3000 AX im 1. OG – Resultat: Verbindungsabbrüche und miese Datenrate.
  • Beispiel 2: Das Smart Meter sitzt im Sicherungskasten direkt neben der 5530 Fiber, verbindet sich aber hartnäckig mit dem 1610 Outdoor im Garten oder mit dem Repeater 3000 AX im 1. OG.
Wichtig: Wenn die Geräte (durch Zufall oder nach einem Reset) mit dem "richtigen" Node verbunden sind, ist die Signalstärke hervorragend. Es liegt also nicht an der Reichweite, sondern an der Verbindungslogik.

Was nicht infrage kommt:
  • Deaktivierung des Mesh-Systems.
  • Trennung der SSIDs (2,4 / 5 GHz).
  • Das restliche System (ca. 30 andere Smart-Home-Geräte wie Shelly, Hue, etc.) funktioniert im Mesh absolut tadellos.
Meine Fragen an die Experten:
  1. Gibt es unter FRITZ!OS 8.20 bekannte Probleme beim Mesh Steering (802.11v/k) mit bestimmten WLAN-Chipsätzen (vermutlich Espressif/Esp32 bei Anker)?
  2. Hat jemand Erfahrung damit, wie man "sture" Clients, die das Steering der Fritz!Box ignorieren, zur Vernunft bringt?
  3. Der Anker-Support ist leider keine Hilfe und rät zur SSID-Trennung (was für mich keine Lösung, sondern eine Kapitulation vor der Technik ist).
Hat jemand von euch eine Idee, ob man in den Support-Daten der Fritz!Box sehen kann, warum das Mesh-Steering hier scheitert oder abgelehnt wird?

Vielen Dank vorab für eure Hilfe!
 

Anhänge

  • Fritzbox Ausschnitt.PNG
    Fritzbox Ausschnitt.PNG
    89,6 KB · Aufrufe: 3
  • Screenshot_20260413-215440~2.jpg
    Screenshot_20260413-215440~2.jpg
    65,1 KB · Aufrufe: 3
  • Screenshot_20260414-135520~2.jpg
    Screenshot_20260414-135520~2.jpg
    65 KB · Aufrufe: 3
Grundsätzlich entscheidet der Client über das Roamind. Die Mesh-Repeater können versuchen es zu beeinflussen, was man dann "aktive Steuerung" nennt. Das klappt aber am besten, wenn ALLE Access Points auf unterschiedlichen Kanälen arbeiten. Erst dann kappt eine "aktive Client-Steuerung" im WLAN "brauchbar" (nach meiner Erfahrung). Damit aber alle AccessPoint auf einem eigenen Kanal senden können, dürfen sie nicht im Modus WLAN-Brücke arbeiten. Weil genau der zwingt sie auf den gleichen Kanal, wie ihr jeweiliger Partner AccessPoint. Du wirst dann eine gute Lösung bekommen, wenn Du zu jedem AccessPoint ein LAN-Kabel verlegst und sie in den Modus LAN-Brücke schaltest. Alles andere ist "Flickwerk". Ja, es geht und viele machen es so, die Hersteller "bewerben" es fleißig. Aber nur weil etwas geht, ist es nicht optimal... wie Du ja selbst bemerkst.
 
Danke für die technische Erläuterung! Dass eine LAN-Anbindung (LAN-Brücke) das Nonplusultra ist, steht außer Frage.

Allerdings ist das in meiner baulichen Situation nicht ohne massiven Aufwand umsetzbar. Zudem zeigt die Praxis bei mir ja: Alle anderen 30+ WLAN-Clients im Mesh roamen absolut fehlerfrei.

Wenn das Mesh-System für alle anderen Hersteller funktioniert, nur für Anker nicht, dann ist für mich nicht die 'WLAN-Brücke' das Problem, sondern die mangelhafte Implementierung der Roaming-Protokolle (802.11k/v) in der Anker-Firmware.

Mir geht es eher darum: Gibt es in der Fritz!Box eine Möglichkeit, solche 'sturen' Clients zu zwingen, oder kann man in den Support-Daten sehen, warum der Client das Steering-Angebot der Box ablehnt?

Im Anhang nochmal ein Beispiel, wie die Verbindung völlig willkürlich schwankt.
 

Anhänge

  • Screenshot 2026-04-14 1743521.JPG
    Screenshot 2026-04-14 1743521.JPG
    221,3 KB · Aufrufe: 2
  • Screenshot_20260414-175453~2.jpg
    Screenshot_20260414-175453~2.jpg
    66,2 KB · Aufrufe: 2
Hallo.

Nein kann man nicht und ist auch nicht Ihre Aufgabe.

Können die Anker überhaupt 11k und v? Hier ist auch wichtig wie @Barungar schon schriebt es sind von den FRITZ!Produkten nur Vorschläge. Ob das Endgerät dies annimmt entscheidet es selbst.

Fraglich ist hier generell ab das Steering hier überhaupt zum Tragen kommt oder ob das Endgerät selbst aufgrund falscher Bewertung von sich aus wechselt.
 
Danke für die technische Erläuterung! Dass eine LAN-Anbindung (LAN-Brücke) das Nonplusultra ist, steht außer Frage.

Allerdings ist das in meiner baulichen Situation nicht ohne massiven Aufwand umsetzbar.
Es ist also nicht völlig unmöglich?
Dann mach es.

PS:
Wieso muss denn ein Smarmeter "roamen"?
Meines ist ziemlich Ortsfest.
 
@Spielebernd
@Cephalopod

Vielen Dank für die ehrlichen Einschätzungen!

Genau das ist der Punkt: Das Smart Meter ist ortsfest im Sicherungskasten montiert. Dass es überhaupt "roamt" (bzw. sich willkürlich mit einem weit entfernten Repeater verbindet, statt die Fritz!Box direkt daneben zu nehmen), zeigt ja gerade, dass die interne Logik der Anker-Geräte das Mesh-System absolut nicht versteht oder falsch bewertet.

Ob die Geräte 802.11k oder v wirklich beherrschen, bezweifle ich mittlerweile auch. Wenn sie nur "dumme" Clients sind, die Steering-Vorschläge ignorieren, hilft nur die physikalische Trennung.

Ich werde jetzt den Weg gehen, den hier einige (indirekt) angedeutet haben: Ich "nagle" die Geräte über separate Gast-SSIDs an die jeweiligen Zugangspunkte fest. Das bedeutet zwar, die Einstellungsübernahme im Mesh zu deaktivieren und manuellen Pflegeaufwand zu betreiben, scheint aber die einzige Lösung zu sein, um Ruhe in die Verbindung zu bekommen.

Falls jemand noch eine andere Idee hat, gerne her damit :)

Vielen Dank für den technischen Deep-Dive – das hat mir bei der Ursachenforschung sehr geholfen!
 
Ob die Geräte 802.11k oder v wirklich beherrschen, bezweifle ich mittlerweile auch. Wenn sie nur "dumme" Clients sind, die Steering-Vorschläge ignorieren, hilft nur die physikalische Trennung.
Naja nicht ganz. Sie ignorieren es dann nicht sondern erhalten gar nicht erst welche. Sie entscheiden also unabhängig vom Mesh selbst nach ihrer eigenen Bewertung womit Sie sich verbinden.

Manche Clients können eine BSSID geknüpft werden eventuell können das die Anker auch.

Nochmal kurz zu deiner Frage von dem Chip. Die Shellys verwenden auch ESP32 Chips. Wenn ist die Implementierung von Anker dann hier er das Problem.
 

Letzte Anleitungen

Statistik des Forums

Themen
7.943
Beiträge
77.986
Mitglieder
8.605
Neuestes Mitglied
TomTom
Zurück
Oben