Aber die Surveillance Station benötigt man doch nicht, um einzelne Aufnahmen zu speichern?
Nein, wenn Du die Aufnahmen "nur" speichern willst, dann kann die Cam sicherlich selbstständig auf einen vordefinierten Speicher ablegen. Die Surveillance-Station geht da noch 20 Schritte weiter (ist aber ganz angenehm, nutze ich u.a. selbst auch). Ist halt die Frage, ob Du einfach "nur" die Aufnahmen von der Cam irgendwo speichern lassen willst, oder ob es ggf. doch eher in Richtung
NVR gehen soll.
Ich zeichne parallel auf der Kamera selbst (SD-Karte) auf und eben auf dem Stick. Aber ich habe festgestellt, dass die Aufnahme auf dem Stick mitunter viel später startet - je nach Kamera (und vermutlich Übertragungsweg - LAN und WLAN mit unterschiedlichem Empfang) zwischen 10 und 30 Sekunden später. Ist das jetzt dem Übertragungsweg geschuldet oder eher der Tatsache, dass die Kamera zunächst die lokale Speicherung auf der SD-Karte durchführt und danach via FTP überträgt?
Eine Vermutung: Entweder kommt es hier auf die Konfiguration an (erster vs. zweiter Speicher), oder - sofern eine derartige Konfigurationsmöglichkeit nicht vorhanden ist - wird ggf. zuerst der "lokale" Speicher beschrieben (das geht i.d.R. am schnellsten) und dann eine Kopie am anderen Speichort abgelegt. Alternativ sind es 2 gleichzeitig laufende Prozesse (heisst die Cam muss mehrere Jobs abarbeiten) und da kann es bei einer Cam schon mal etwas eng werden mit den Ressourcen/der Performance. Bei einem NVR würde einfach nur ein Stream abgegriffen werden und die NVR-Lösung würde sich um die Speicherung/Verarbeitung kümmern.
Falls Du die Möglichkeit haben solltest... es gibt auch anderweitige Surveillance-Software (kostenlos) z.B. via Docker betrieben. Wäre halt gut, wenn Du noch ein Gerät hättest (abseits der Fritz!Box), z.B. ein Raspberry Pi, einen alten PC, ein NAS, eine virtuelle Maschine, was auch immer. Hintergrund ist halt auch, dass Du dann mal testen könntest und auch einen entsprechenden Vergleich hättest. Speichert die Cam auf die Fritz!Box ist die Performance X, speichert die Cam woanders hin (auch ein Netzwerkspeicher) ist die Performance Y.
Dazu kommt noch: Eine Cam via WLAN verbunden (Wie ist da der Durchsatz?), die andere Cam ist via LAN verbunden, hat allerdings auch nur
einen LAN-Port mit 100Mbit. Somit wären es bei 100MB Dateigrösse schon gut 10 Sekunden bzgl. der Netzwerk-Übertragung (sofern da nicht noch andere Dinge passieren) und somit knapp 10MB pro Sekunde. Dazu kommt noch a) schafft die Fritz!Box auch 10MB/s und b) schafft der USB-Stick das ebenfalls (oder sind ggf. schon Lese-/Schreibfehler vorhanden)?
Ich persönlich würde wohl erstmal dazu tendieren, dass ich mir "irgendwas" schnappe und das mal als Remote-Speicher für "eine" Cam bereitstelle. Dann mal testen, danach die andere Cam. Das ganze Spielchen dann auch direkt ein paar mal (Ausreisser wird es immer geben), so dass man einen Mittelwert hat. Vielleicht lässt sich da auch schon das ein oder andere ausmachen. Auf eine lokale Speicherung würde ich bei den Tests auch erstmal komplett verzichten, denn einfach nur auf SD-Card gespeichert, scheint ja alles tadellos zu funktionieren.
Der Download auf einen Stick ist sehr praktisch, weil manchmal die WLAN-Verbindung stockt und das Runterladen ewig dauert.
Bei einer NVR-Lösung müsstest Du sowas nicht machen, da kannst Du Dir einfach direkt die Aufnahmen (auch als Stream) anschauen, womit der lästige Download auch entfällt. Ja, ist richtig, kostet ein bisschen, aber... vielleicht auch nicht, wenn Du sowieso noch irgendwo ein passendes Gerät rumfliegen hast und auf eine kostenlose Opensource-Lösung setzt (
Zoneminder,
Frigate, etc.).
Wie dem auch sei... teste die Remote-Speicherung mal mit einem anderen Zielgerät (ggf. mit Deinem Computer, wobei ich davon kein Freund bin, wenn man noch Alternativen hätte).