FRITZ!Box 6660 Cable + TL-WPA8631P

Ronja

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Liebe Heimnetz-Profis,

wir haben seit neustem einen 1000 Mbit Kabel-Vetrag und dazu eine FRITZ!Box 6660 Cable. Da wir mehrstöckig wohnen und sich der Kabelanschluss im EG befindet, haben wir eine TP Powerline (TL-WPA8631P) angeschlossen, um im Büro im OG unsere PCs mit LAN zu verbinden. Über die Powerline werden zwischen 750-950 Mbit übertragen. Leider kommen an unseren Rechnern jeweils nur ca. 200 Mbit an. Wird die Leistung, die über die Powerline transportiert wird, auf die 3 LAN Ports + das WLAN der TP Geräte aufgeteilt?

Freue mich über eure Antworten.

Danke und viele Grüße
Ronja
 

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Wird die Leistung, die über die Powerline transportiert wird, auf die 3 LAN Ports + das WLAN der TP Geräte aufgeteilt?
Netzwerk kann man immer gut mit Strassen vergleichen. Je mehr dort los ist, desto langsamer kommt man voran. Davon ab, gilt es zwischen Brutto- und Netto-Angaben zu unterscheiden. Netzwerk über Strom ist jetzt nicht dafür bekannt grandiose Übertragungsleistungen zu liefern. Auf der Packung steht vermutlich irgendwas mit Gigabit (oder mehr), Brutto werden dann X Mbit angezeigt, Netto gehen dann Y Mbit durch die Leitung.

Die 3 LAN-Anschlüsse werden vermutlich schon 1GBit bringen, die Rechner via LAN ebenso. Problem ist dabei nur die Strecke via Strom. Somit sind "alle" davon betroffen und "alle" teilen sich genau jene maximal dort verfügbare Bandbreite. Um jetzt mal ein stark vereinfaches Beispiel zu nennen: Brutto 800Mbit, Netto 600Mbit / 3 Rechner = 200Mbit pro Rechner.

Um jetzt herauszufinden, wo genau das Problem liegt, wäre es am sinnvollsten, wenn man ein Gerät direkt an der Fritzbox angeschlossen wird (via LAN) und ein Speedtest gemacht wird (am besten 3x). Daraus den Mittelwert nehmen, dann wäre der Wert ungefähr das, was praktisch (Netto) bei einer Verbindung vorhanden sein sollte. Wenn man jetzt hingeht und ruhig mal alle Rechner vom Stromadapter trennt und nur einen dort belässt und dann nochmal 3 Messungen vornimmt, kriegt man das, was faktisch noch über die Strom-Strecke an Übertragungsleistung zu bekommen ist. Kurz gesagt: Mit 3 Rechnern hinter dieser Stromstrecke wird es sicherlich nicht besser werden.
 
PowerLAN ist halt ein Heilsbringer der fast nie das bringt was "versprochen" wird.
Die 200Mbit/s sind eine in meiner Erfahrung übliche Größenordnung bei den 1Gbit und mehr Generationen. Mehr hab ich nur in Ausnahmefällen gesehen, wenn die Stromverkabelung extrem gut und ideal auch kurz ausfällt zwischen den Stationen.

Mit Wifi-6 Access Points, bsp. Speed Home WLAN, bekomme ich fast immer deutlich bessere Raten zu Stande. Vorausgesetzt die Wand- und Deckenmaterialien, Funkdichte in der Umgebung und die optimale Aufstellung (bsp. senkrechte Verbindungslinie durch Wände) werden so gut es geht umgesetzt. Gigabit ist es damit normal zwar auch nicht, aber 500-800 Mbit/s sollten da schon drin sein. Die Brutto Link-Raten durch 1 bis 2 Steinwände und 5 bis 10 m absolute Entfernung sind da teils bei 1,2 bis 2,6 Gbit/s zwischen den Access Points.

An die Full-Duplex 1Gbit/s pro Richtung über ein Ethernet Kabel kommt man halt nicht ran. Speziell, wenn die Geräte alle gleichzeitig die Bandbreite beanspruchen. Dass man kein Kabel legt liegt meiner Einschätzung nach in der Mehrzahl der Fälle am Willen und nicht an technischen oder baulichen Hinderungsgründen. Finde es jedenfalls lohnenswert da lieber 2-3 Mal in sich zu gehen, ob es nicht doch geht. Es ist einfach sorgenfreier auf längere Zeit gesehen.
 

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