ESP8266 und ESP8285

duke-f

Member
Ist hier noch jemand auf dieser Schiene unterwegs? Ich bin vor einigen Jahren praktisch zufällig darüber gestolpert und mit einigen meiner ESP8266 in unterschiedlicher Version mittlerweile praktisch ausschließlich mittels ESPeasy aktiv.
 

Tommes

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Ist hier noch jemand auf dieser Schiene unterwegs?
Ich persönlich nicht, aber mein Sohn bastelt mit sowas gerne rum. Gestern erst hat er mir einen ersten Prototypen einer Garagentorzustandsüberwachung vorgeführt, welche mir per Push auf‘s Smartphone sagt, ob das Tor auf oder zu ist. Als Kontakt dient aktuell ein Magnet-Kontakt.

Er hat aber auch schon eine Wetterstation damit gebaut, verschiedene Ansteuerungen für LED Lichtleisten, eine LED Uhr und noch ganz viele andere Dinge, die ich wohl besser gar nicht erst wissen will. Arduino uno, nano, pico und all so‘n Zeug gehören auch dazu. Ich persönlich bin da aber raus.
 

dolbyman

Member
Wollte mal immer irgendwelche DIY Projekte mit so einem Teil machen .. bin aber dann immer auf nen RASPI ausgewichen , die sind irgendwie einfacher zu handhaben (und es gibt Bibliotheken zum einbinden wie Sand am Meer)
 
Zuletzt bearbeitet:

duke-f

Member
Was machst du damit?
Die kleinsten dieser Teile sind etwa so groß wie eine Briefmarke (hier kennen das bestimmt die meisten noch) und haben WLAN. Wie gesagt, ich nutze als FW darauf ESPeasy. Bin da leider erst richtig eingestiegen, als der ursprüngliche Entwickler ausgestiegen ist. Damals haben zwei Enthusiasten das dann übernommen. Darauf gekommen bin ich, als ich so ein Teil irrtümlich als Ersatz für ein WLAN-Modul bestellt habe (war so billig und da dachte ich: Will ich sehen). Dann habe ich festgestellt, dass das ja schon eigenständig mit Controller ist.

Es gibt dann eine Vielzahl an größeren Teilen, die über mehr freie Pins verfügen oder auch schon den USB-Adapter integriert haben. Ich setze sie aktuell gerne für Komponenten meises SmartHomes ein, für die ich keine teuren fertigen Teile kaufen will. Zum Beispiel teilt mir ein ESP WEMOS mit einem Ultraschallsensor immer den Füllstand des Regenwasserbehälters im Keller mit. Andere Teile steuern Magnetventile für die Gartenbewässerung, messen die Temperatur der Regentonne und des Gartenteichs usw.. Der letzte ESP8266-01 hat einen toten FS20-Funkgong wiederbelebt, jetzt eben angesteuert über WLAN - klar, nicht so energiefreundlich wie die gewöhnlichen Funk-Teile.

Wie oben schon angedeutet wurde, ist das nur was für Bastler und durchaus mit Arduino zu vergleichen (vermutlich ist die Basis von ESPeasy auch darauf aufgebaut). Hersteller ist Espressiv. Erinnert alles auch sehr an die ATMegas. Ich vermute die Teile auch in vielen aktuellen SmartHome-Fertig-Produkten - natürlich dann mir eigener FW. So hat sich mein neuer SmartHome-fähiger Wasserkocher auch mit dem Namen ESP-xxxx an meinem Router angemeldet.

Dieses ESPeasy hat auch den Charme, sich nahttlos in mein FHEM einbinden zu lassen, hat aber parallel dazu auch eines eigenes Webinterface und kann daher auch unabhängig von FHEM per http-Request gesteuert werden.

Klar, Raspberry Pi geht auch vieles, aber ich fahre auch nicht mit dem 3-Achs-Lastwagen zum Brötchen kaufen ;). Naja, alles, was ich mir damit versprochen habe, war dann doch nichts. So hat es sich zumindest für mich bisher als nicht realisierbar erwiesen, ernsthaft mittels kleiner PV-Module und Akku ein gewissermaßen autarkes Teil zu realsieren. Dazu zieht einfach das WLAN schon zu viel.

Na gut, genug der Werbung ;). Natürlich habe ich auch einen eigennützigen Grund für meine Frage diesbezüglich hier. Dazu aber dann mal mehr, wenn wirklich die Aussicht auf Abhilfe besteht. Bis jetzt scheint @Tommes' Sohn der einzige zu sein, der da etwas beitragen könnte.

In der Firma wollte mal ein junger Kollege in dieser Richtung auch mal etwas einfaches realisieren. Er musste aber dann schnell feststellen, dass es halt eben doch nicht wirklich dauerhaft so stabil läuft, dass man kritische Dinge zuverlässig damit machen kann. Wenn nach einem monatelangen Test mit kontinuierlichem Datenloggen am Ende festgestellt wird: Die angeschlossene SD-Karte lässt sich leider nicht auslesen, könnte man sich ärgern. Zuhause habe ich auch für kritische Dinge wie die Gartenbewässerung eine Redundanz eingebaut: Sollte das System mit den Magnetventilen und dem ESP ausfallen, wird nicht der Garten über den ganzen Urlaub kontinuiertlich unter Wasser gesetzt, dann schließt ein Hauptventil nach gewisser Zeit auf jeden Fall. So auch bei Stromausfall.
 

azrael783

Active member
Ich nutze einige ESPs um verschiedenste Sensoren an HA (= Home Assistant) weiterzuleiten, oder zb mein Garagentorantrieb mittels HA zu steuern, oder um Sensorwerte auf einem ePaper-Display darzustellen. Ich nutze allerdings ESPHome um die Dinger mit einer Firmware zu versehen. Das ein oder andere Projekt findest du auch auf meinem Blog (Link im Profil) ;)
 

azrael783

Active member
Eigentlich ganz gut - wenn die Wlan Sendeleistung hoch genug ist 😅 Ich habe einen ESP32 in der Garage eingesetzt und meinen Garagentorantrieb "versmartet". In der Garage ist das Wlan nicht mehr ganz so kräftig unterwegs und dadurch kam es immer wieder zu Verbindungsabbrüchen zwischen dem ESP und Home-Assistant. Standardmäßig werden die ESP per API in HA eingebunden. Nachdem ich den ESP auf MQTT umgestellt habe funktioniert es aber wesentlich besser.
Die restlichen ESPs, die im Haus verteilt sind, sind zuverlässig mit dem Wlan verbunden.
 

duke-f

Member
Mit den meisten habe ich auch kein Problem. In ESPeasy lässt sich irgendwie einstellen, dass die WLAN-Verbindung wieder neu aufgebaut wird, wenn eine eingestellte Anzahl an Fehlverbindungen war. Bei manchen problematischen ESPs habe ich dann auch schon mal immer regelmäßig einen Neustart programmiert. Aber leider macht der ESP8622-01 im Funkgong etwas mehr Probleme. Einen anderen kann ich nicht einsetzen wegen Platzproblemen. Hab' den ESP auch schon mals ausgetauscht (leider musste ich ihn auch fest verlöten wegen den Platzproblemen).
Das seltsame ist, dass er selbst bei verhältnismäßig guter WLAN-Verbindung irgendwann plötzlich nicht mehr ansprechbar ist. Nach einiger Zeit und dem erwähnten Austausch habe ich gemerkt, dass es eigentlich immer genügt, den Gong leicht zu verschieben oder drehen, dann ist die Verbindung wieder da. Musste dafür leider ein Verlängerungskabel nehmen, direkt in der Steckdose lässt sich ja nichts verschieben - daher hat es auch gedauert, das zu erkennen. Hab immer gedacht, es liegt an der Stromversorgung, da daes eingebaute Netzteil des Funkgong ja nicht über so viel Reserve. Jetzt kann ich sehen, dass er immer weiter läuft, auch wenn mal das WLAN abgebrochen ist. Muss ihn eben nur ganz leicht drehen. Hab' den Taster des Funkgongs so programmert, dass er einen Neustart auslöst. Das nutzt in so eine, Fall aber nichts, meistens. Wirklich sehr seltsam.

Hab' Deinen Blog mal überflogen. Kannst Du die ESPs denn auch OTA programmieren oder muss Du jedesmal die FW neu einspielen, wenn Du etwas änderst? ESPeasy hat ja einen gewissen Speicher zur Verfügung für sogenannte Rules, die man im laufenden Betrieb ändern kann. Ach ja, zugegeben: Was API wirklich bedeutet, habe ich noch nicht wirklich kapiert.
 

azrael783

Active member
Kannst Du die ESPs denn auch OTA programmieren oder muss Du jedesmal die FW neu einspielen, wenn Du etwas änderst?
OTA geht, nur das erste flashen muss per USB Kabel geschehen, aber das ist ja verständlich denke ich.
Ich habe von ESPeasy absolut keine Ahnung - muss ich ehrlich sagen. Bin aber mit ESPHome sehr zufrieden, da man dort auch direkt "Automatisierungen" erstellen kann, die unabhängig von Home-Assistant sind und somit auch laufen, sollte HA mal offline sein.
 

duke-f

Member
Denke mal, das geht uns beiden da gleich: Hat man mal eines gewählt und sich damit länger erfolgreich beschäftigt, geht man nicht gleich wegen kleineren Problemen ganz andere Wege. Insbesondere dann, wenn man ein mittlerweile an die 8Jahre stetig gewachsenes System hat. Nichtdestotrotz habe ich jetzt mal aus Neugierde aufmeinem QNAP einen Container mit HA eingerichtet.
 

Stationary

Active member
Wir hatten mal eine Weile einen ESP8266 als Türkontakt in der einen Wohnung. Sind wir aber mittlerweile wieder von ab. Jetzt nehmen wir den DECT-Kontakt von der Telekom, der funktioniert mit der Fritzbox. Funktioniert irgendwie stabiler.
 

underwood

Active member
Ich hab viele ESPs im Einsatz und noch nie Probleme mit der Stabilität. Probleme machen die oft bei schlechter Stromversorgung. Die haben Peaks bis zu 700mA, wenn da dann die Versorgungsspannung in die Knie geht, schmieren die ab.
 

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