Welche Hardware für einen "Home-Server" (im Wesentlichen für Container)

Frank73

Active member
Hallo zusammen,

aktuell teste ich mein Projekt Container auf einem VPS [separeter Beitrag; wird auch noch aktualisiert], habe jedoch Bedenken bei den mittlerweilen teilweise sehr sensiblen Daten in paperless-ngx, diese "außer Haus" zu legen).

Deshalb würde ich gerne zu Hause meine Container statt bisher auf der NAS auf einem separaten "Home-Server" laufen lassen. Derzeit handelt es sich um 3 paperless-Instanzen, und weitere 3-4 Container. Mit der Zeit könnten vielleicht noch 2-3 hinzukommen. Mein Gedanke war der, dass ich wie auf dem VPS ein Ubuntu als Grundlage nehme und darauf dann docker mit den Container installiere (Erfahrungen habe ich ja jetzt sammeln können :)).

Jetzt bräuchte ich natürlich eine entsprechende Hardware, mit der ich das realisieren kann. Leider fehlen mir hier komplett die Erfahrungswerte.
Bei stöbern im Internet bin ich über Geekom und Lenovo gestolpert. Allerdings kann ich da überhaupt nicht einschätzen, wieviel RAM, welche CPU hier relevant sind (max. 2 paperless-Instanzen würden am Monatsanfang u. U. parallel laufen).
Natürlich sollte auch noch Luft nach oben sein, wenn mein Spieltrieb mal wieder aufkeimt :D.Die Sicherung kann auf der NAS erfolgen, da benötige ich nichts (ganz) großes.

Um Hardware-Vorschläge bin ich sehr dankbar.
 
Moinsen,
...kommt wie so oft "darauf an". ;)
Wenn es dir rein um dein beschriebenes Szenario geht, dann reichen die besseren Geräte der genannten Firmen sicher aus. Wenn du aber vielleicht später doch noch Reserven benötigst: du kannst ja auch ein Proxmox System aufsetzen. Darunter (je nachdem...) laufen dann diverse VMs oder / und Linuxcontainer. Auch das lässt sich mit den etwas potenteren Geräten der genannten Firmen machen.
AABER: diese bieten imho meist wenig / kaum Option, um später Hardware Upgrades durchzuführen.

Sollte es nur ein Ubuntu mit darauf einigen wenigen Containern sein, dann eben auf genug RAM achten (ich würde sagen, je mehr desto...von 64 GB aufwärts, wenn sonst am Abend kein Brot zur Not auch 32 GB...

Sollte es aber vielleicht doch ein Proxmox System sein (hier laufen darunter eine VM mit debian und docker + ca. 15 container, 1 VM mit home assistant, ein paar LXCs mit pihole und unifi controller), dann neben der RAM Frage zusätzlich auch bedenken, dass hier ein RAID / Mirror System durchaus sinnig ist. Außerdem empfiehlt sich (geht auch anders) hier zu 2 ssds zu greifen, die optimalerweise eben nicht die typischen günstigen Kandidaten sind, sondern eher aus dem "Profibereich" = Rechenzentrumniveau...
Ich habe damals (vor ca. 2 Jahren oder so) für das System an hardware insgesamt 1300 Euro ausgegeben, also in etwa ein gutes NAS vom Preis. Dafür aber auch mit 64 GB RAM, 2 x 1,92 TB Intel ssd im RAID, 1 x eine 480 GB hdd als Systemplatte und eine 10 Gbit Netzwerkkarte und natürlich alles andere. Das Ding rennt (für meine Ansprüche) und hat immernoch gut Reserve.
Natürlich kann ein Proxmox System auch auf den genannten Geräten oder auf einem MiniPC laufen...aber da passen eben meist nicht genug Platten rein...kostet dann aber auch deutlich weniger.
 
Ich unterstütze die Idee mit PVE (Proxmox Virtual Environment). Sobald es mehr wird - oder auch mal temporäre Bastelsachen anstehen - kann es schnell eng werden. Ist dummerweise nicht grade die beste Zeit um in RAM und/oder SSDs zu investieren, aber naja... 🤷‍♂️

Ist halt die Frage, wie "wichtig" die Dinge sind, die da laufen. Backups wird es sowieso geben, PVE selbst ist schnell wieder aufgesetzt. Fraglich wäre es halt bzgl. der Verfügbarkeit. Klar kann man auch hingehen und was kleines nehmen mit 1 SSD, funktioniert auch. Hätte man dann aber beim NAS auch schon so halten können (und hat man sicherlich nicht gemacht :D). Als ich damals meine erste PVE-Instanz Zuhause laufen hatte (noch Eigenbau, aber schon mit Server-Mainboard (IPMI) und ECC-Reg-RAM), war das ganze in einem schallgedämmten Gehäuse, CPU lag bei max. 65W (damals richtig gut) und einem Raid10. Lag damals aber auch über 2000€.

Kann alles, muss alles nicht - kommt halt immer ganz darauf an, wie man es gerne hätte. Soll es nur Spielwiese sein und es (relativ) egal, dann reicht auch etwas kleineres (CPU/RAM sollte schon ausreichen) mit einer SSD und gut ist. Manch einer geht halt auch hin und stellt sich statt einem grösseren System einfach 3 kleinere hin. Die kann man dann auch direkt noch im Cluster betreiben (Stichwort Ausfallsicherheit/Hochverfügbarkeit). Schön an einem Cluster: Man kann halt immer weitere Büchsen integrieren. Frage auf der anderen Seite: Will man das (insbesondere Zuhause)? 😁
 

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