Multi-Wan mit FritzBoxen kombinieren

Schmitt.ayl

New member
Hallo und guten Tag zusammen,

ich bin noch recht neu in diesem Forum und möchte mich daher bereits im Vorhinein bzgl. meines begrenzten Fachwissens und ggfs. fehlerhafter Begrifflichkeiten entschuldigen. Dennoch möchte ich gerne das nachfolgende Problem mit dieser Community teilen, in der Hoffnung, dass jemand mir Hilfe und Kommentare zu meinem Wunsch-Setup bereitstellen kann:

  • Wir verfügen in unserem Objekt über zwei Glasfaser Zugänge und 2 inhaltlich (und räumlich) getrennte Netzwerke von denen aktuell nur eines per FritzBox 6890 LTE über ein Failover/Failback der Internetdatenversorgung per Mobilfunk verfügt.
  • Ich würde gerne per Investition in eine FritzBox 6860 5G zusätzlich zum Internet auch für die Telefonie ein Failover/Failback-Setup aufbauen, dass idealerweise in beiden Netzwerken genutzt werden kann.
  • Auf Basis meiner bisherigen Recherchen würde es daher ggfs. Sinn machen, in ein Multi-Wan-Setup zu investieren und ein entsprechendes TP-Link Gateway vorzuschalten, dass die 3 Internetzugänge an 2 Downstream-FritzBoxen weiterreicht und durch ein entsprechendes Setup sowohl Load-Balancing als auch Failover/Failback ermöglicht. All das idealerweise mit der Möglichkeit zur Nutzung der Telefonie aus dem Mobilfunkanschluß an beiden Fritz-Boxen.
  • Fantastisch wäre es, wenn einzelne Geräte in einem der Fritz-Box Netzwerke künftig auch von außen via MyFritz und Wireguard zu erreichen wären.
Macht ein solches Projekt überhaupt einen Sinn oder wird das alles zu kompliziert!? Ich habe als Alternativen zum TP-Link Multi-Wan-Gateway auch Produkte von Ubiquiti/Unifi entdeckt, die ggfs. mit meinem laienhaften Wissen nutzbar wären. Ich wollte mich aber nicht mit zuvielen Hardwareanbieter auseinandersetzen und habe diesen Ansatz aktuell mal geparkt.

Vielen Dank für alle Hilfen, Anregungen und Kommentare aus dem Forum.

Mit freundlichen Grüßen
Schmitt.Ayl
 

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Moinsen,
erst einmal willkommen im Forum und frohes Neues nachträglich (an alle)...
Dann:
möchte mich daher bereits im Vorhinein bzgl. meines begrenzten Fachwissens und ggfs. fehlerhafter Begrifflichkeiten entschuldigen.
Das muss hier afaik niemand. Solange Interesse und Motivation dabei sind und die Bereitschaft, Rückfragen zu beantworten und das in freundlichem Tonfall...schieß los!

Bei deiner Beschreibung ist mir allerdings direkt ein Gedanke gekommen: dies ist ein Forum (wie der Name sagt) fürs "heim"netzwerk...dein Setting hört sich für meine naiven Ohren aber doch sehr nach geschäftlichem Umfeld an...irre ich da?
Falls ich nicht irre, dann sei dir bitte bewusst, dass hier Ideen, Lösungen und Tipps in erster Linie für ein Heimnetzwerk mit deutlich anderen Anforderungen (rechtlich, technisch usw) als an ein Business-Netzwerk/IT gestellt ausgetauscht werden. Vieles hier im Bereich homelab und do-it-yourself...das hat dann mitunter wenig mit den Dingen zu tun, die dich als (falls ich nicht irre, wie gesagt!) Akteur im geschäftlichen Umfeld erwarten.

Mit multi-WAN selbst hab ich (als reiner hobbykeller Admin) eher keine Erfahrung, wünsche aber natürlich viel Erfolg! :)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hi,

da könnte diverses schief laufen:

1) Gibt es bei der DG ein Problem, sind 2 Strippen weg
2) Gibt es bei der Glasfaser ein Problem (z.B. Bagger trennt Kabel) sind 2 Strippen weg
3) Fällt Glasfaser aus, sind die Telefonanschlüsse vermutlich nicht mehr erreichbar, da sowas in der Regel an den Anschluss vom ISP gebunden ist bzw. Zugriffa auf die VoIP-Infrastruktur normalerweise nicht aus anderweitigen Netzen möglich ist.

LTE-Backup sollten die Fritz!Boxen ja sowieso schon können. Da könnte man auch einfach jede Box mit einem Stick versorgen.

Davon ab... 3 Leitungen und dann soll alles gebündelt über "1" Gerät laufen? ;) Wenn man also schon an diesem Punkt ist, kann man auch direkt noch weiter gehen und 2. von diesen zentralen Anlaufstellen im HA-Cluster laufen lassen (k.A. ob so ein TP-Link sowas kann), aber so langsam aber sicher geht es dann auch in eine Richtung, wo man ganz klar sagen muss...
Ich habe als Alternativen zum TP-Link Multi-Wan-Gateway auch Produkte von Ubiquiti/Unifi entdeckt, die ggfs. mit meinem laienhaften Wissen nutzbar wären
... wenn Du Dir das a) zutraust und b) auch weisst, dass sowas mitunter schon einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann und Du Dir dafür ggf. auch entsprechend Zeit nehmen "musst"... okay. Wenn eine Downtime kein Beinbruch ist, reicht auch ein Gerät (Backups der Konfiguration nicht nur auf dem gleichen Gerät lagern) und wenn es nicht allzu lange dauern soll, ggf. noch ein 2. Gerät in einen Schrank packen (damit es für den Fall der Fälle vorhanden ist).

Alternativ.... lässt Du einfach die Finger von irgendwelchen "Herstellern" (in Bezug auf Hardware), nimmst einfach 2 Kisten (was auch immer), packst ggf. noch Netzwerkkarten dazu (Du brauchst ja einige) und nutzt dann einfach Opensource-Software wie pfSense/OPNsense. Darüber kannst Du dann auch Deinen Wunsch bzgl. VPN abwickeln und hast zudem noch div. Steuerungsmöglichkeiten bzgl. des Verkehrs (lokal/Internet und lokal/lokal).

Dazu muss man halt auch sagen: Sowas ist halt nicht mehr einfach nur "Irgendwas kaufen, 3 Knöpfe drücken und fertig" und wenn man es vernünftig machen will, sollte man auch im Vorfeld schon div. Überlegungen zu der Thematik anstellen. Also vom Aufwand her, wird das sicherlich schon einiges werden. "Einfach" wäre es, wenn einfach für jede GF-Fritz!Box ein LTE-Stick parat liegt (ggf. als Prepaid-Variante, so dass im Bedarfsfall aufgeladen werden kann). Wenn Du dann einmal im Jahr (oder so) ein bisschen Prepaid-Guthaben aufladen musst (damit da nichts deaktiviert wird), kannst Du das direkt mit den eingesparten Stromkosten verrechnen (da Du ja nicht 24/7 ein weiteres Gerät laufen lassen musst) 🙃

Das mit der Telefonie - je nachdem, wer die Telefonie (Provider-seitig) bereitstellt - würde ich allerdings auch im Vorfeld nochmal abklären, ansonsten ist ggf. viel Wind um nichts (weil es nicht funktioniert).
 
Hallo!

Ich würde mir als ersten mal Gedanken machen ob 2 GF Anschlüsse sinn machen.
Also ich sage nein. Einen mit entsprechender Bandbreite nehmen, fertig. Spart auch eine Menge Geld.
Wenn Du dann noch nen LTE hast als Backup, ist doch alles gut.
Selbst im beruflichen Umfeld (bin Fachinformatiker und als Systemadministrator tätig) habe wir auch nur 2 Anschlüsse, wovon einer als Backup da ist.

Hinter die eine FB dann ein TP-Link Gateway mit dem Du dann entspreche Netze zur Verfügung stellen kannst.

Ich würde es halt nicht unnötig kompliziert machen.

Im übrigen könnte man die FB sogar weglassen weil die Gateway auch die Verbindung zum Internet herstellen können bei Glasfaser.
Hat den Vorteil das man dann kein Doppelnat mehr hat.

Gruß
sven
 
bin Fachinformatiker und als Systemadministrator tätig
Davon gibt es hier so einige, ich würde es nicht ständig erwähnen - davon ab... in der "heutigen" Zeit... kann sowas auch "extrem" unterschiedliche Dinge bedeuten 😜

auch nur 2 Anschlüsse, wovon einer als Backup da ist.
Ich habe hier (privat) auch nur 2. Wäre halt wichtig auf div. Dinge zu achten, z.B. unterschiedliche Anbieter, unterschiedliche Medien. Dazu sollten die Router dahinter dann - wie bereits oben erwähnt - auch redundant ausgelegt sein, ansonsten nutzt einem der redundanten Internetzugriff auch nichts mehr (redundant oder "flott" einen entsprechenden Ersatz parat haben).

Ich würde es halt nicht unnötig kompliziert machen.
Da bin ich ganz dabei.

Hat den Vorteil das man dann kein Doppelnat mehr hat.
Doppeltes NAT muss man auch im - vom TO angedachten - Konstrukt nicht haben, es muss allerdings gegeben sein, dass man beim nachgelagerten Router NAT abschalten kann (+ statische Routen auf den Fritz!Boxen).
 
Wow - vielen Dank für das schnelle Feedback und vielleicht muß ich noch ein paar Worte der Erklärung hinzufügen.

  • Das obige Projekt ist definitiv privat (vielleicht etwas überdimensioniert) aber auf keinen Fall geschäftlich orientiert. Außer mir steht kein Adminstrator zur Verfügung - ich habe aber Spass an dem Thema und bin bereit mich weiter einzulesen bzw. einzuarbeiten.
  • Die beiden Glasfaser-Leitungen sind vorhanden, da es sich um 2 unabhängige Häuser mit unterschiedlichen Eigentümern handelt. Es ist ein LAN-Kabel zwischen den beiden Gebäuden verlegt und die Fritz-Boxen in beiden Häuser können im Fall-Back-Fall händisch entsprechend "verknüpft" werden. Auch gibt es Hardware auf Stand-By.
  • Der Wunsch nach einem automatischen Fallback auf 5G und VoLTE/VoNR ist der Tatsache geschuldet, dass sich in einem der beiden Haushalte eine ältere Person mit einem "Haus-Notruf-Knopf" befindet. Dieser Knopf benötigt Telefonie, die auch bei Problemen (die übrigens auch mitten in der Nacht und "unsichtbar" auftreten können) möglichst 24/7 verfügbar sein muss, da ansonsten die Funktion des Hausnotrufs außer Kraft gesetzt ist. Stromkosten-Thematik ist mir bewußt - aber in den sauren Apfel muß ich wohl beissen.
  • Vielleicht geht ja auch alles viel einfacher mit 2 FritzBoxen 7590AX, die unter FritztOS 8.2x laufen und wovon eine die FritzBox 6860 5G als Fallback nutzt und gleichzeitig selbst als Fallback für die zweite 7590AX dient? Ich bin für jegliche Vorschläge offen.
    Ich konnte im Internet aber leider nix finden, ob und wie die FritzBox 6860 5G eine eingerichtete VoLTE/VoNR-Telefonie an nachgelagerte FritzBoxen weiterreichen kann - insbesondere auch, wenn sie nur als Fall-Back dient.
Hoffentlich hilft das weiter und erleichtert die Beurteilung "meines Projektes".
 
Moinsen,
das ist natürlich ein wichtiges Anwendungszenario. Ich hoffe, du hast mir meine (falsche) Vermutung nicht krumm genommen...;)

Wenn (falls ich dich da richtig verstehe, mal wieder :)) der Hausnotruf der einzige Grund für Multi-WAN usw ist...dann mal kurz eingehalten: ist das etwas selbstgebautes (eigener Notruf, via Benachrichtigung usw) oder was "offizielles" also von den üblichen Anbietern wie Malteser, DRK, Samariterbund usw? Denn letztere funktionieren idR durchaus sehr gut mit Mobilfunk...bereits fertig und so.
Beispiele:
http://www.drk-alsfeld.de/angebote/fuer-senioren/hausnotruf/auch-fuers-mobilfunknetz.html
https://www.malteser.de/hausnotruf.html
oder auch
https://www.pflege.de/hilfsmittel/seniorennotruf/mobiler-notruf/

Ich meine nur: vielleicht gibt es ja bereits Lösungen, die den Aufwand etwas eindämmen, die Anschaffungskosten ebenfalls und vor allem die Pflege des Systems. :)
Und wenn die Person bereits als pflegebedürftig begutachtet wurde und bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, gibt die PV (Pflegeversicherung) wenigstens etwas dazu.
> Ergänzung: hier die groben Voraussetzungen dafür:
https://www.bv-hausnotruf.de/hausnotruf/wer-hat-anspruch/
Gezahlt werden dann (der Basistarif meist) ca 25 Euro /mtl...wie immer eben nur einen Teil.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hy.

Du kannst seit 8.20 bzw. aktuelles Labor auch Fallback auf LAN machen. Hier könntest du bei den beiden Glasfaserboxen Fallback auf z.B. LAN 1 stellen und dann jeweils eine Strippe zu der LTE Box legen.

Telefonie würde ich dann gleich als erstes testen hier kommt es erstmal auf deinen Anbieter an und ob der diese über andere Leitung überhaupt zu lässt und dann auch noch auf den Mobilfunkanbieter ob er VoLTE zulässt (machen die meisten aber nicht jeder)
 
Hallo!

Da stimme ich the other zu.
Das mit dem Notruf über Mobilfunk kam mir auch sofort in den Sinn.
Ich würde Notruf grundsätzlich über Mobilfunk machen, denn was ist bei nem Stromausfall.
Dann hast Du keine GF Leitung mehr, weil die Router dann ja nicht mehr funktionieren.
Gut, man könnte ne USV hinstellen, aber die überbrückt ja eh nur paar Minuten.

Gruß
sven
 
Hallo und guten Tag zusammen,
basierend auf dem verschiedenen Feedback/Input, habe ich die Zeichnung des geplanten Setups angepasst und das Multi-WAN-Gateway entfernt. Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte auf Basis der mit OS 8.2x eingeführten Fallback-Möglichkeiten die angestrebte "Absicherung" mit normalen Mitteln und innerhalb der Fritz-Box-Oberflächen entsprechend gelöst werden. Das fehlende Load-Balancing kann ich gut verschmerzen. Ich bin mir aber immer noch unsicher, in welchem Umfang die Mobilfunk-Telefonie im Falle eines Ausfalls "downstream verfügbar gemacht" würde.
Auf Basis meiner Internet-Recherche stellt die FritzBox 6860 5G die Mobilfunk-Telefonie zumindest der ersten (direkt) angeschlossenen Fritz-Box zur Verfügung. Kann mir das bitte jemand bestätigen? Vielleicht weiß ja sogar jemand, ob auch die zweite Box von dieser Leitung (Mobilfunk-Telefonie) profitieren kann?
Vielen Dank für das weitere Feedback und viele Grüße, Schmitt.Ayl

P.S. Der Notruf basierend auf Glasfaser funktioniert üblicherweise extrem störungsfrei. Leider gibt es aber ab-und-an nächtliche Wartungsarbeiten, die ich über die Konstruktion abdecken möchte. Ich bin mir bewußt, dass das natürlich auch keine 100%ig Lösung ist, denn wenn beispielsweise der Strom ausfällt, geht ohne nichts mehr, auch das Gerät des DRK nicht.
 

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