Zwangstrennung durch den Provider ausschalten?

AndreasO

Member
Hallo Forum,

gestern morgen um 03:03:27 und um 04:15:16 meldete meine FRITZ!Box 7590 zwei Ereignisse.

Das erste Ereignis um 03.03:27 war wohl die regelmäßige Zwangstrennung. Die FRITZ!Box meldete "Internetverbindung IPv6 wurde getrennt..." etc. Diese regelmäßige Zwangstrennung dauert i.d.R. immer keine 10 Sekunden.

Das zweite Ereignis um 04:15:16 jedoch konnte ich nicht einordnen. Die FRITZ!Box meldete: "DSL antwortet nicht (Keine DSL-Synchronisierung)". Bis alles wieder aufgebaut ist, vergingen gut drei Minuten.

Ich habe das an den Provider als Ticket geschickt. Die Antwort kam schnell. Sie lautet, dass ich die Zwangstrennung ganz ausschalten kann. Und zwar so:
  • Geh zu Internet > Zugangsdaten.
  • Öffne den Reiter Internetzugang
  • Klick auf Verbindungseinstellungen ändern
  • Wähle unter Zwangstrennung die Option Dauerhaft halten (empfohlen für Flatrate-Tarife)
  • Alternativ den Haken bei "Zwangstrennung durch den Anbieter verschieben in die Zeit zwischen" … entfernen.
  • Bestätigen - Fertig
Ich hatte bisher immer "Dauerhaft halten" aktiv eingestellt. Bei "Zwangstrennung... " hatte ich eine Uhrzeit zwischen 03.00 und 04.00 Uhr eingetragen. Diesen Eintrag bei Uhrzeit habe ich jetzt abgestellt.

Verstehe ich das richtig, dass die Zwangstrennung tatsächlich ganz ausgeschaltet werden kann? Ich dachte bisher immer, dass die Internetverbindung im privaten Bereich immer einmal in 24h erneuert wird, damit man keine ständige IP-Adresse hat.

Und dann das Thema mit dem zweiten Ereignis: "DSL antwortet nicht (Keine DSL-Synchronisierung)" ... darauf geht der Provider doch gar nicht ein, oder sehe ich das falsch?

Vielen Dank!

Andreas
 
Moinsen,
das kommt am Ende vermutlich immer auf dem Provider an.
Du kannst (wie von dir beschrieben) deaktivieren, dass die Fritzbox tgl. um X Uhr diese Trennung vornimmt. Das ist nett, wenn das geplant geschehen soll.
Ansonsten bekommst du aber auch weiterhin (je nach Provider eben) durchaus mal eine neu IP per Trennung zugewiesen.
Ich bin zB bei der telekom. Im Router schon seit ewig diese Option deaktiviert. Trotzdem trennt der Provider in eher unregelmäßigen Abständen mal und vergibt danach eben neue IPv4 und neues v6 Präfix und Adresse. Das kann manchmal 2 bis 4 Wochen dauern.
Und bei Neustart bekommst du natürlich auch weiterhin idR eine neue IP zugewiesen.

Und bzg. deiner 2. Meldung: keine Ahnung...Vorgang beim Provider? Stromschwankung?
 
Ich bin zB bei der telekom. Im Router schon seit ewig diese Option deaktiviert. Trotzdem trennt der Provider in eher unregelmäßigen Abständen mal und vergibt danach eben neue IPv4 und neues v6 Präfix und Adresse. Das kann manchmal 2 bis 4 Wochen dauern.
Vielen Dank für Deine Antwort.

Wie lange dauert die Trennung durch den Provider Telekom ungefähr - also in Sekunden bzw. Minuten zwischen Trennung und Internetverbindung erfolgreich hergestellt?
 
Die Zwangstrennung ist, wie du selbst erfahren hast, eine Sache von Sekunden, da nur neue IP zugewiesen werden.
Teils werden auch nur die IPv6 gewechselt. Telekom hatte ich mal 6 Monate dieselbe IPv4 aber unregelmäßig wechselnde IPv6.
Eher bei Resellern ist noch der tägliche Wechsel üblicher.

Den kann man zeitlich steuern, wenn auch nicht verhindern.

Ein Verlust des DSL Sync mit dem Outdoor DSLAM ist keine Zwangstrennung sondern ein technisches Problem.
Auch das hattest du mit 2-3 Minuten im Normalfall.

Das kann diverse Ursachen haben. Ein xDSL Anschluss der in dieser Hinsicht monatelang ohne Fehler ist habe ich gefühlt schon länger nicht mehr gesehen.
Je nachdem sind die Anbieter mehr oder weniger geneigt Zeit/Personal/Geld zu investieren, da man üblicherweise keine Hochverfügbarkeit bezahlt und einige Tage Ausfall im Jahr hinnehmen muss.
Zudem machen es sporadische Ausfälle auch nicht einfach die Ursache zu finden.
Leichter wird es, wenn die Ausfälle täglich, oder mehrmals täglich auftreten.
Egal ob es am Ende einer der Klingeldrähte im Bündel, oder zu starkes Übersprechen auf der DSL Linecard, oder ähnliches an der Kupfer-Infrastruktur ist.
 
Ein Verlust des DSL Sync mit dem Outdoor DSLAM ist keine Zwangstrennung sondern ein technisches Problem.
Auch das hattest du mit 2-3 Minuten im Normalfall.

Das kann diverse Ursachen haben. Ein xDSL Anschluss der in dieser Hinsicht monatelang ohne Fehler ist habe ich gefühlt schon länger nicht mehr gesehen.
Je nachdem sind die Anbieter mehr oder weniger geneigt Zeit/Personal/Geld zu investieren, da man üblicherweise keine Hochverfügbarkeit bezahlt und einige Tage Ausfall im Jahr hinnehmen muss.
Zudem machen es sporadische Ausfälle auch nicht einfach die Ursache zu finden.
Leichter wird es, wenn die Ausfälle täglich, oder mehrmals täglich auftreten.
Egal ob es am Ende einer der Klingeldrähte im Bündel, oder zu starkes Übersprechen auf der DSL Linecard, oder ähnliches an der Kupfer-Infrastruktur ist.
Vielen Dank für Deine Antwort.

Dann läge der Ball bei der FRITZ!Box-Meldung "DSL antwortet nicht (Keine DSL-Synchronisierung)" wohl beim Provider, richtig? So schreibt es ja auch der AVM-Hilfetext dazu.
 
Moin,

überwiegend ja, eine pauschale Antwort ist leider wie meistens nicht möglich.

Einen Zusammenhang mit der Software, oder irgeneinem anderen Glied in der Kette kann nach jetzigen Kenntnisstand zu dem Fall nicht komplett ausgeschlossen werden. z.B. könnte ein FritzOS Update auch einen geänderten DSL Treiber mitbringen, der just mit den Charakteristika deiner Leitung (Signal, Rauschen, etc.) nicht mehr so wohlwollend umgeht wie der vorherige.
Oder die Telekom hat irgendwo an der DSLAM Technik was ausgetauscht/optimiert. Oder dein Nachbar hatte eine Störung die jetzt behoben ist... dafür hat deine Leitung jetzt was abbekommen.
Es gibt einfach einen Strauß an Möglichkeiten, den wir mit dem Faktenstand, wie wir ihn von dir aktuell haben, nicht vollumfänglich analysieren können, dass nur eine mögliche Ursache verbleiben würde.

Wenn du allerdings weder an der Software noch an der Hardware wissentlich oder unwissentlich (automatische Updates, Defekte, Beschädigungen durch Dritte) etwas geändert hast... ist die Wahrscheinlichkeit, dass es an der externen Zuleitung und damit im Verantwortungsbereich des Providers liegt, recht groß.
 

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