WLAN-Erweiterung in Tiefgarage für Wallbox und E-Auto (BEV)

cc___

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Hallo zusammen,

leider ist die Tiefgarage des Mehrfamilienhauses in dem ich wohne funktot, sowohl WLAN als auch Mobilfunk technisch. Ich versuche seit Wochen vergeblich eine stabile WLAN-Verbindung in die Garage zu erweitern um einerseits meine Wallbox (Easee Charge) aus dem Internet erreichen zu können - für bspw. die Ladesteuerung oder den Abruf der Ladestatistik und Verbrauch - und andererseits „over the air“ Updates für das E-Auto erhalten und installieren zu können.

Powerline ist leider keine Möglichkeit, da das Signal durch die Sicherungen am Hauptzähler und der Unterverteilung zur Garage und Stellplatz herausgefiltert werden. Auch ein LAN-Kabel in die Tiefgarage zu ziehen ist keine Option, da die Hürde im Mehrfamilienhaus zu hoch ist und keine Leerrohre vorhanden sind.

Eine Alternative wäre noch ein LTE/5G Router, auf den ich vorerst verzichtet hatte und ich mich auf die Erweiterung des eigenen WLANs konzentrieren wollte.

Mein aktuelles Setup sieht wie folgt aus:
  • Wohnung im 1. OG:
    • FRITZ!Box 7590:
      • Funktion: Router
      • Mesh: ja
      • Aufstellungsort: räumlich zentral in der Wohnung platziert.
    • FRITZ!Repeater 6000 (1)
      • Funktion: Repeater
      • Mesh: ja
      • Anbindung: LAN mit Router
      • Aufstellungsort: am äußersten Bereich der Wohnung, hinter einem 3-fach verglasten Fenster, Sichtkontakt zum Tiefgaragentor besteht.
      • Bild A: IMG_4689.jpeg
  • Tiefgarage (TG) im UG:
    • FRITZ!Repeater 6000 (2)
      • Funktion: Repeater
      • Mesh: nein
      • Anbindung: WLAN mit FRITZ!Repeater 6000 (1) über 2,4 und 5 GHz Funknetz des Gastzugangs aus dem Wohnungs-Netzwerk.
      • Aufstellungsort: direkt hinter dem Tiefgaragentor, welches aus Metall und Lochgitter besteht.
      • Bild B:IMG_4688.jpeg
      • Bemerkung: bei der Installation der Wallbox habe ich mir hinter das Garagentor den Schaltschrank aus Kunststoff mit zwei Schuko-Steckdosen (Bild roter Kreis) verlegen lassen.
Resultat der Grundinstallation:
Wenn eine Verbindung zwischen Repeater (1) und (2) vorhanden war, war die Verbindung gut mit über >100 Mbit/s und einer Latenz unter 10 ms. Leider gab es viele Verbindungsabbrüche (ca. 10-20% Paketverlust) in einem Zeitraum von ca. 10 Min. wo die Wallbox in einen Timeout läuft und sich nicht wieder mit dem WLAN autom. verbindet.

Meine weiteren Anpassung an die bisherige Installation:

Ich gab dem FriXtender M2 X4rp Set für den FRITZ!Repeater 6000 (Link) eine Chance und habe mir dieses, drei Verlängerungskabel 2,4/5 GHz (Link) und eine RP-SMA Fensterdurchführung (Link) gekauft.
Dabei habe ich eine externe Antenne an den Repeater (1) angebaut und über ein 3m Verlängerungskabel und die Fensterdurchführung testweise aus dem Fenster im 1. OG (Bild A) gehangen.
Die Antenne an Repeater (1) habe ich dabei auf einen der Anschlüsse für „die Kommunikation mit Clients“ gesteckt - siehe hierzu Kompatibilität FRITZ!Repeater 6000 von FriXtender.
An Repeater (2) habe ich auch eine externe Antenne über ein 5m Verlängerungskabel angeschlossen und außerhalb des Garagentors am oberen Rahmen angebracht. Eine weitere externe Antenne habe ich an Repeater (2) über ein 3m Verlängerungskabel angeschlossen und um die Ecke in der TG verlegt um direkten Sichtkontakt zum ca. 20m entfernten Stellplatz zu erhalten.
Beide Antennen an Repeater (2) habe ich auch hier auf zwei der Anschlüsse für „die Kommunikation mit Clients“ gesteckt.
Anbei noch die Verbindungs-Details aus der FRITZ!Box über den FRITZ!Repeater 6000 (1) zum FRITZ!Repeater 6000 (2) in der TG:
  • 2,4 GHz:IMG_0118.jpeg
  • 5 GHz:IMG_0117.jpeg

Leider haben die Anpassungen keinerlei Veränderung des Resultats gegenüber der Grundinstallation ergeben und mein Problem besteht weiterhin.

Meine Fragen an euch:
  • Fehlen euch noch Infos um eine Beurteilung abgeben zu können?
  • Wie kann ich die Verbindung zwischen Repeater (1) und (2) noch weiter verbessern?
  • Kennt sich jemand mit den Anschlüssen des FRITZ!Repeater 6000 aus und habe ich die richtigen Anschlüsse auf dem Mainboard für meinen Zweck verwendet? - Eine Anfrage bei FriXtender blieb bis dato leider unbeantwortet.
  • Sollte ich noch weitere Antennen an Repeater (2) anbringen um die Abdeckung des Funksignals zwischen Repeater (1) und (2) zu verbessern?
  • Welche Alternativen fallen euch noch ein?
Ich verzweifle langsam und würde mich über eure Ideen und Vorschläge freuen!

Vielen Dank & beste Grüße
cc
 
Wenn ich das Gittertor sehe, fällt mir sofort ein Faradayscher Käfig ein. Sofern Eigentümer/WEG? konziliant, würde ich mal einen PoE-Gespeisten WLAN-AP (Outdoor-Variante von UbiQuiti z.B.) an dem äusseren Sturz vor dem Gittertor ausprobieren. Mit einem Handy kannst Du ja mal die Unterschiede grob messen zu dem AP hinter dem Fenster. Den Bilder nach gibt es ja schon einen Kabelkanal nach aussen von dem Schatkasten aus? Vom Schaltkasten aus kannst du dann ja noch weitere APs, Raspi oder andere PoE in den Stellplatzbereich andenken. U.U. hat es ja noch Platz in den Aufputzkabelkanälen für Beleuchtung, Rauchmelder o.ä.
Btw. würde ich mich nicht allzusehr auf den AVM 6000-Repeater und dessen noch stark verbesserungswürdige Firmware versteifen und mit Extender-Antennen experimentieren.

Btw. solltest du auch immer einen Gedanken an die Manipulationsicherheit verschwenden, da gerade MiM-Attacken auf moderne Nobelkarossen für Diebe eine beliebte Methode darstellen. Falls das Gittertor funkfernbedient, dürfte dies sicherlich schon etwas älter sein, sodaß manche anlernbare FB das Signal Clonen kann?
 
@Boxenluder, Danke für Deinen Ratschlag.

Gegenüber des Sturzes, auf der anderen Seite des Garagentores gibt es eine Ampelanlage (außen, aber ein wenig überdacht wie beim Sturz), die wäre gegenüber des Fensters im 1. OG in dem der AP (FRITZ!Repeater 6000 (1)) steht.
Wenn ich dort einen AP von Ubiquiti an der Wand installieren würde, wäre vermutlich die Ausrichtung zum Fenster im 1. OG noch besser, weil gegenüberliegend - Test mit dem Handy zwecks Verbindung vor Garagentor stehend zum AP im 1. OG steht noch aus.

Unter der Annahme, dass ich die Installation folgendermaßen erweitern würde (Fett formatiert die Erweiterung):
1. OG Wohnung: Router (FRITZ!Box 7590) <-> AP (FRITZ!Repeater 6000 (1))
<->
TG: AP (Ubiquiti) vor Garagentor <-> AP (FRITZ!Repeater 6000 (2)) hinter Garagentor

Folgende Fragen habe ich zum Erweiterungsvorschlag:
  • Ein AP von Ubiquiti muss nicht zwingend über LAN an den Router angeschlossen werden und kann das Netzwerksignal des FRITZ!Repeater 6000 (1) aus dem 1. OG über WLAN aufnehmen, richtig?
  • Der AP wird über den PoE-Adapter am Strom angeschlossen. Angenommen ich würde den AP auf der gegenüberliegenden Seite außerhalb des Tores montieren, dann würde das LAN-Kabel vom AP zum PoE-Adapter für den Stromanschluss am Schaltschrank ca. 10-15m betragen. Wie lang darf das LAN-Kabel maximal sein zwischen PoE-Adapter und AP?
  • Der AP wird über den PoE-Adapter am Strom angeschloßen im Schaltschrank hinter dem Garagentor. Kann ich den zweiten LAN-Anschluss am PoE-Adapter verwenden um an den FRITZ!Repeater 6000 (2) in der TG anzuschließen um das WLAN-Signal in der TG zu verteilen?
  • Das Angebot von Ubiquiti erschlägt mich im ersten Moment. Nach ein wenig Recherche würde ich den Access Point U6 Long-Range für die Aufnahme des Funksignals des APs aus dem 1. OG wählen, oder wäre der zu „überdimensioniert“ für das Vorhaben und ein U6 Lite, Pro oder gar etwas anderes aus dem Portfolio von Ubiquiti würde reichen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry. Ich habe nicht alle Outdoor-AP-Modelle im Kopf, die aktuell angeboten werden. Neben Ubiquiti gibt es auch noch weitere namhafte Firmen/Modelle.

Mir ging es halt darum, auf Profigeräte hinzuweisen, die via PoE outdoor gespeist und zudem dann auch noch "weiterverteilt" werden können in der Tiefgarage,

Da ich AP-Schutzrohre von dem Schaltkasten (btw. Metall oder Kunstoff?) nach draussen erkenne, wäre eine Mitnutzung für ein geeignetes Outdoor-LAN-Kabel bis zu dem Schaltkasten und von dort ggfs. noch weiter Richtung optimalem Punkt in der Tiefgarage meine Vorstellung.

Dass zwei Fritz!Repeater 6000 -einmal in einem "Kasten" verschlossen und der andere hinter einer Termopenscheibe- sich selbst bei geöffnetem Gittertor über die ca. 8-10 Meter nicht vernünftig verbinden, ist nicht sehr verwunderlich.

Deshalb meine Empfehlung, auf Profigeräte zurückzugreifen, was dann auch zuverlässig funktioniert.

Neben dem eigenen empirisichen Austesten deiner lokalen Gegebenheiten, kannst du auch mal nachfragen, ob ein Systemhaus/Profi mit entsprechender WLAN-Erfahrung in Gewerbehallen etc. und Messequipement da vorort mal tätig werden kann. Meine bescheidene empirisch gewonnene Erfahrung lehrt, daß div. Ausbreitungsmodelle der WLAN-Antennen und aufgehübschte Werbeversprechen sich in der Realität oftmals nicht wirklich widerspiegeln.

Im Hinterkopf hätte ich, daß auch andere Garagennutzer mit moderneren Fahrzeugen schlechten Mobilfunk-Empfang für ihre E-SIMs/Boardelektronik haben und gleichfalls Interesse an einem WLAN-Zugang hätten. Dann sollte das Tiefgaragen-WLAN eh separiert werden mit Raspi/OpenWrt und vielleicht über Freifunk geroutet werden.
 

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