Das "Problem" dürften wohl eher die "automatischen" Regeln sein. Wie
@the other schon sagte, gibt es halt erstmal ein Default-Set. Ich persönlich finde es besser, wenn man auf solche Dinge verzichtet, sondern alles komplett händisch macht. Hat einfach den Vorteil, dass nicht einfach auf magische Art und Weise irgendwelche Dinge passieren (oder in Vergessenheit geraten). Hier mal als Beispiel, wie ich sowas aufbaue bzgl. der Regeln:
1) Anti-Lock-Out-Regel: Die wichtigste Regel von allen: Sperr Dich nicht selbst aus! Ist also oftmals etwas in die Richtung "Management-PC (oder LAN)" darf immer zur Firewall (Management). Das ist und bleibt die erste/oberste Regel.
2) Regeln für den "internen" Verkehr, z.B. Netz A darf in Netz B, Netz A und B dürfen in Netz C, Netz C darf nur in Netz B, usw. - i.d.R. noch granularer (beschränkt auf einzelne IP-Adressen und spezifische Dienste)
3) RFC1918 zu RFC1918 verbieten: RFC1918 beschreibt die
privaten IPv4-Adressräume. Somit wird sämtlicher interner Traffic unter den internen Netzen unterbunden (also alles was nicht unter Punkt 2 erlaubt wurde)
4) Danach kann man es sich recht einfach machen: alle "internen" Netze -> Alle Ziele -> erlauben. Diese Regel sorgt dann dafür, dass alle internen Netze auch ins Internet dürfen.
5) Der Ordnung halber noch eine Clean-Up-Regel: Alle Quellen -> Alle Ziele -> Verbieten.
Wenn Du nun 2 Netze hast, das ganze nochmal in kürzerer Form, aber unter Berücksichtung Deines Fritz!Box-Netzwerkes:
Ich gehe mal von folgendem aus:
192.168.1.0/24 Fritz!Box-Netzwerk
192.168.2.0/24 OPNsense LAN
192.168.3.0/24 OPNsense WLAN
1) 192.168.2.0/24 -> SSH-/Web-Management-Port -> 192.168.2.1 -> Erlauben [Anti-Lock-Out]
(Vermutlich schon eine Default-Regel)
2) LAN -> alle Dienste -> WLAN (je nachdem, ob Du da den Zugriff benötigst) -> Erlauben [interner Zugriff]
3) LAN -> HTTP+HTTPS -> 192.168.1.1 -> Erlauben [interner Zugriff]
(Zugriff vom LAN auf das Webinterface der Fritz!Box)
4) RFC1918 -> Alle Dienste -> RFC1918 -> Verbieten [interner Zugriff]
5) RFC1918 -> Alle Dienste -> Alle Ziele (any) -> Erlauben
(Internetzugriff für die internen Netze)
6) Exemplarisch: alle Quellen -> 5001/TCP (DSM) -> 192.168.1.2 (Syno) -> Erlauben
(externer Zugriff auf DSM)
7) Alle Quellen -> Alle Dienste -> Alle Ziele -> Verbieten
Zu Regel 6 möchte ich an dieser Stelle allerdings noch anmerken, dass man sowas in der Form nicht machen sollte. Zumindestens sollte man Country-Blocking aktivieren, oder - wie es bei Dir scheint - bei so wenigen zugreifenden Personen direkt eine VPN-Lösung nutzen. Ansonsten kann man auch div. Dinge kombinieren, wie z.B. Blacklisten auf der OPNsense (welche die meisten bösen Quellen schon aussortiert) + Country-Blocking + Reverse-Proxy (ggf. noch mit Web-Application-Firewall), da ist "VPN" dann aber doch der einfachere Weg
Was Regel 2 angeht, kann man machen, muss man aber mitunter auch nicht, wenn man in diesem Netz nichts hat, worauf man zugreifen möchte. Bei mir persönlich darf niemand in die WLAN-Netze (ich selbst auch nicht, warum auch

). Ich erwähnte das jetzt nur mal am Rande, weil es ja durchaus Personen gibt, die irgendwas z.B. über einen Laptop laufen lassen und dann darauf zugreifen wollen.
Was die RFC1918-Geschichte angeht, da legt man sich am besten einfach einen Alias an (wie schon vor ein paar Posts verlinkt), dann kann man einfach direkt den RFC1918-Alias nutzen und kann sich so auch einiges an Arbeit sparen
