Synchronisierung freigegebener Ordner

celeron74

Member
Hallo allerseits,

ich habe eigentlich seit Jahren die Synchronisierung freigegebener Ordner laufen und anfangs scheint es wohl auch alles ganz gut funktioniert zu haben. Leider kriegt man da nicht wirklich irgendwelche Informationen drüber, was nun synchronisiert wurde, was nicht und vor allem, wenn nicht, warum nicht. Wie der Zufall so will, habe ich die Tage mal nachgeschaut (wird einem nichts gesagt, geht man ja davon aus, dass alles problemlos läuft) und siehe da: Es wurde schon über 1 Jahr nichts mehr synchronisiert... 😡

Eine "zuverlässige" Lösung sieht für mich dann doch anders aus, von daher die Frage: Wie synchronisiert ihr eure Daten so? Ich würde eine Anfänger-freundliche Lösung bevorzugen (also eher kein selbstgebasteltes Skript, davon hab ich einfach zu wenig Ahnung). Synology hat doch noch andere "Apps" im Portfolie... synchronisiert "Drive" zuverlässig, oder was wäre da zu empfehlen?
 

RichardB

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Ich kann nur für Drive sprechen. Das läuft bei uns seit Jahren (mittlerweile auch in der aktuellen Version) mit unterschiedlichen Sync-Aufgaben auf einer Reihe von Clients. Wir sind recht zufrieden. Bei Drive siehst Du auch (sofern das Icon in der Task-Leiste ist) sofort, ob nach dem Speichern auch wirklich gesynct wird.
 

celeron74

Member
Oder synchronisiert du nur die Daten um ein Backup zu haben
Ja, so war der Plan, so dass man direkt auf dem anderen Gerät weiterarbeiten kann (ohne Backup-Wiederherstellung). Glaube, dass mit dem Drive muss ich mir dann doch mal anschauen... Die bisherige Konfiguration war ja wohl irgendwie total für die Katz (wie kann man sowas überhaupt so anbieten?!) :rolleyes:
 

Tommes

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Ja, so war der Plan, so dass man direkt auf dem anderen Gerät weiterarbeiten kann…
Also nutzt du die Daten auf dem anderen Gerät nicht, außer wenn das erste ausfällt, richtig?

In meinen Augen ist das aber der falsche Weg, wenn ich mir dieses Urteil erlauben darf. Entweder ich synchronisiere etwas damit die Daten auf mehreren Geräten in der jeweils aktuellen Form vorliegen, oder ich sichere etwas um im Falle eines Datenverlustes oder eines Hardwareausfalls noch Daten zu haben. Von daher würde ich dir eine klassische Datensicherung eher empfehlen. Hyper Backup wäre da wohl eine gute Wahl. Wenn du magst, legt Hyper Backup auch Versionsstände deiner Daten an um so selbst an zwischenzeitlich gelöschte Daten heran zu kommen oder um einen älteren Versionsstand aufzurufen. Wenn du beim synchronisieren etwas löschst, dann ist es weg… auch auf allen anderen Geräten.

Aber hey, was rede ich… du wirst schon wissen was du tust und du hast dir sicherlich auch Gedanken über dein Vorgehen gemacht. Vielleicht solltest du deine synchronisierten Daten vorsichtshalber einfach mal in ein Backup überführen. Sicher ist sicher.

Tommes
 

celeron74

Member
Also nutzt du die Daten auf dem anderen Gerät nicht, außer wenn das erste ausfällt, richtig?
So war der Plan... war leider ein Satz mit X...
Von daher würde ich dir eine klassische Datensicherung eher empfehlen.
Das läuft ja sowieso noch, ist also nicht das Ding. Mich ärgert es nur massiv, denn ich hatte zwischenzeitlich (ist dann aber auch schon "etwas" her) immer wieder mal reingeschaut und da hat alles tadellos funktioniert. Nun hat man etwas länger nicht überprüft und schon geht die ganze Nummer den Bach runter. Einfach nur ärgerlich sowas... Da sieht man aber mal wieder: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser (oder man lässt sich täglich Mails oder sonst irgendwas schicken und wenn die Lösung sowas nicht kann, dann fällt sie halt ganz einfach raus).
 

Tommes

Active member
So ist das halt. Murphys Gesetzt schlägt halt immer und überall erbarmungslos zu. Auch die Geschichte mit dem Schmied, der sein Glück selber schmiedet, manch einer dabei aber vielleicht ein ungeschicktes Händchen hat, fällt mir da gleich ein. Von daher ja… Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser. Oder wie ich immer zu sagen pflege: Traue niemandem ;)

Zumindest hast du ein Stück weiter gedacht indem du ein Backup deiner synchronisierten Daten anlegst. Das ist schon man sehr löblich. Denn du weißt ja: Kein Backup. Kein Mitleid. Somit habe ich auch nichts gegen dein Vorgehen, wie du die Synchronisation für dich nutzbar machst. Das das am Ende natürlich nicht so funktioniert hat, wie du dir das erhofft hattest, ist natürlich suboptimal. Ob am Ende aber Synology daran schuld war, oder vielleicht eine kleine Unachtsamkeit deinerseits, werden wir wohl nicht mehr klären können.

Ich habe die Ordnersynchronisation nie genutzt, ebenso wenig nutze ich Drive. Ich hatte damals die Cloud Station im Einsatz gehabt und ich bin auch nicht traurig darum, das Synology dieses Projekt wieder eingestampft hat. War nicht so der Brüller, aber gut.
 

the other

Well-known member
Moinsen,
ärgerlich.
Ich synce hier vom PC zum nas oldschool mit rsync bzw grsync.
Damit hab ich bisher keine Fehler oder fehlenden Dateien festgestellt.
Nas1 macht zusätzlich 1 x monatlich ein hyperbackup auf nas 2.
Der Sync-job geht auf beide NAS.
 

-jody-

Active member
Hallo Celeron,
ich habe mir eigens für dieses Problematik ein kurzes aber völlig ausreichendes Shellscript geschrieben:

rsync -av --delete NUTZERNAME@IPoderHOSTNAME_der_Quell:/volume1/Verzeichnis /volume1/Verzeichnis />>/volume1/Verzeichnis /Error.log

Das Script wird dann vom Aufgabenplaner je nach Bedarf stündlich, täglich oder in anderen Intervallen gestartet.
 

Tommes

Active member
@-jody-
Damit das automatisch und unbeaufsichtigt im Zusammenhang mit einem Remote Server funktioniert bedarf es aber einer Public-Key-Authentifizierung via SSH!
 

-jody-

Active member
@Tommes
ja, stimmt! Funktioniert aber sehr gut!

Wer sich für eine solche Lösung entscheidet, wird zwangsläufig auf das "SSH-Problem" kommen und nach einer entsprechenden Lösung suchen oder suchen müssen!

Ich denke jeder sollte erst einmal die Chance haben, sich eine entsprechende Lösung zu erarbeiten, statt gleich eine komplette Lösung zu erhalten!
Aus meiner Sicht nützt es nix ein paar Codezeilen abzutippen ohne zu verstehen was genau diese Zeilen machen.

Der von mir als Beispiel genannte Aufruf des "rsync"-Befehls, würde bei mir erstmal dafür Sorgen, dass ich mich genau mit dem Befehl auseinander setze,
denn der Parameter "--delete" ließe mich davor zurückschrecken diesen direkt auszuprobieren ;)
 

Tommes

Active member
Ich denke jeder sollte erst einmal die Chance haben, sich eine entsprechende Lösung zu erarbeiten, statt gleich eine komplette Lösung zu erhalten!

Leider zeigt die Realität aber auch all zu oft, das dieser Anspruch an sich selbst oft nur sehr schwach ausgeprägt ist. Ich selber biete z.B. solch eine komplette Backup Lösung für Synology Systeme auf Basis von rsync over SSH an, eben weil nicht jeder Lust dazu hat, sich das alles selbst zu erarbeiten. Ich nehme den Benutzer dabei sogar an die Hand indem ich ihm eine Anleitung zur Einrichtung einer SSH-Verbindung zur Verfügung stelle, nur einrichten müssen sie es halt selber. Allein davor schrecken aber schon viele zurück, weil man hierfür auf die Konsole muss. Außerdem kann Hyper Backup doch auch ohne diesen ganzen Zirkus, warum kann mein Tool das dann nicht?

Und ich will mich auch garnicht davon ausschließen. Ich habe auch lieber eine funktionierende Anwendung oder ein Codeschnipsel, welches auf Anhieb das tut was man möchte, ohne selber noch groß tätig zu werden. Das liegt wohl in der Natur des Menschen… gerne den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, eben weil es einfacher ist. Manch einer macht es sich dann aber auch zu einfach und ist nicht mal in der Lage, nach einem Problem im Netz zu suchen um sich selbst eine Lösung zu erarbeiten. Beispiel rsync Error-Codes…

Ich lasse z.B. alle Aktionen in meinem Tool in ein Protokoll laufen und habe sogar die bekannten rsync Error-Codes ins Deutsche übersetzt. Je nach Error-Code biete ich sogar Hinweise auf mögliche Ursachen an, aber eben nicht für alle. Und anstatt dann selber mal nach einem Error Code zu suchen um zu schauen, was der bedeutet - und im Netz findet man haufenweise Informationen über mögliche Ursachen - fragt man lieber zuerst in einem Forum. Ist ja einfacher.

Was ich damit sagen will: Ich bin mindestens genauso faul wie jeder andere und lasse auch gerne mal Probleme durch andere lösen... so auch in diesem Forum. Mein Anspruch ist aber auch, zuerst selbst auf die Suche nach Lösungen zu gehen, jedoch nicht um jeden Preis. Ich zehre auch von den Erfahrungen anderer und warum immer das Rad neu erfinden…

Aber wir schweifen ab. Daher besser wieder Back to Topic!
 

RichardB

Active member
Ich denke nicht mal, dass wir hier zu sehr abschweifen.
Synchronisation und Backup sind für mich so unterschiedlich wie Sonne und Mond.

Sync = ständiges Bereithalten aktueller Daten auf mehreren Geräten
Backup = das Sichern von Daten für den Desasterfall
 

Tommes

Active member
Das sehe ich anders bzw. genauso wie @RichardB, denn für mich sind das zwei völlig verschiedene Dinge. Eine gute Backup-Strategie ist das A und O und wer meint, das eine Ordnersynchronisation den selben Zweck erfüllt, ist auf dem Holzweg. Spätestens im worst case Fall ist das Geheule dann groß.
 

tiermutter

Well-known member
Für mich gibt es da keinen großen Unterschied... der Unterschied ist immer nur das, was man selbst draus macht.

1) Manuelles kopieren von Daten auf ein beliebiges Gerät ist ein ________________________ ?
2) Automatisches kopieren von Daten nach Zeitplan 1x am Tag ohne Versionierung auf ein beliebiges Gerät ist ein ________________________ ?
3) Automatisches kopieren von Daten nach Zeitplan jede Stunde ohne Versionierung auf ein beliebiges Gerät ist ein ________________________ ?
4) Automatisches kopieren von Daten nach Zeitplan jede Stunde mit Versionierung auf ein beliebiges Gerät ist ein ________________________ ?

Ich könnte das ohne weiteres nicht beantworten *. Wird mit den Daten am Ziel gearbeitet ist es ein Sync, liegen die Daten dort nur als unangetastete Kopie ist es ein Backup.
* wobei mit Versionierung nicht sinnvoll als Sync beschrieben werden könnte
 

Tommes

Active member
Automatisches kopieren…
… ist die Grundlage eines gut durchdachten Backups, ja. Daten just in time über mehrere Geräte synchron zu halten ist dagegen definitiv kein Backup. Sicherlich ist es erstmal schnurz, wie oft und wohin die Daten gesichert werden. Die Hauptsache ist, das ich im worst case meine Daten nicht im Nirvana verschwinden.

Lösche ich einen synchronisierten Ordner, dann ist er weg, sofern man kein Backup oder zumindest eine Papierkorbfunktion hat. Lösche ich einen Ordner zwischen zwei, am besten versionierten Backups, dann habe ich den Ordner immer noch.
 

rednag

Well-known member
Ich sehe das so ähnlich wie @tiermutter.
Die Daten meiner produktiven DS werden 2x/Woche auf das Backup-System gesichert. "Dateien am Ziel behalten" ist nicht aktiviert. Quelle <> Ziel sind also auf dem gleichen Stand. Weiterhin ist keine Versionierung aktiviert. Auch nur 1:1 ohne hbk Gekrösel. In meinem Setup ändert sich zu wenig, so daß dies für mich ausreichend ist. Und ob die Daten nun per HyperBackup, rsync, Script oder Synchronisierung von A zu B kommen interessiert mich nicht wirklich. Ich nehme das was am besten passt.
 

Tommes

Active member
Kennst du die 3-2-1 Regel für Backups? Ich hätte jetzt erwartet, das du zumindest 2 von einander unabhängige Backups vorhältst und dich nicht nur auf ein Backup verlässt. Kann man natürlich machen…
 

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