Sporadisch wird mein lokaler DNS nicht zur Namensauflösung genutzt

Chris81T

Member
Hallo,

momentan habe ich ein Phänomen, bei dem mir nicht genau klar ist, was hier die Ursache/das Problem sein könnte.

Neben meiner 7590er Fritzbox (Ende letzten Jahres das größere Update mit WIreGuard Nutzung usw. eingespielt) habe ich einen 24/7 Raspberry Pi 3 am laufen, auf dem ein Bind9 DNS Server aktiv ist. Er dient dazu, dass ich meine im lokalen Netzwerk befindlichen Services via Domain erreichen kann.

Schema:
servicename.meinedomain.de

In der Fritzbox ist einmal unter den Internet Einstellungen > Zugangsdaten > DNS Server mein Bind9 hinterlegt, so dass dieser sich auch um die Auflösungen nach Außen kümmern soll und unter Heimnetz > Netzwerkeinstellungen > ipv4 Einstellungen ebenfalls der Bind9 als lokaler DNS Server hinterlegt.

Bzgl. DNS-Rebind-Schutz sind meine entsprechenden servicename.meinedomain.de Einträge in der Liste hinterlegt.

Dies habe ich seit Anfang des Jahres an sich problemfrei am Laufen. Vorhin kam ich mit meinem Desktop Rechner (Win10) via servicename.meinedomain.de an meinen Service, eben ging es wieder nicht. Aber mein Smartphone (Android) oder auch mein Notebook (Win11) kommen drauf.

Mach ich an meinem Desktop Rechner ein

Bash:
nslookup meinservice.meinedomain.de

bekomme ich es auch dort als Antwort gemeldet, dass dies nicht aufgelöst werden kann. Gebe ich aber meine IP des Pi's (Bind9) mit, bekomme ich auch die Ziel-IP meines Services gemeldet.

Bash:
nslookup meinservice.meinedomain.de 192.168.123.45

Daher vermute ich, dass der Bind9 auch sauber seine Arbeit verrichtet und nicht immer angefragt wird. Ich hab auch schon mal in so einem Fall die letzten Tage die Fritzbox neugestartet, dann ging es auf einmal wieder, aber es kann dann sein, dass es einen Tag später wieder nicht funktioniert.

Und genau an der Stelle stehe ich aktuell. Mir fehlt ein Ansatzpunkt, um das Problem einzugrenzen, gar zu beheben. Hat jmd. ähnliche/gleiche Probleme der Art gehabt und wie wurden die gelöst? "Beißt" sich eventuell eine Einstellung (ipv4 und ipv6 - ansich habe ich es auf ipv4 ausgelegt), so dass eventuell situativ einmal die eine aktiv ist, und dann ein anderes Mal die andere?! (ich bin nur am raten)

Auf jeden Fall besten Dank für jeden Tipp, der hier hinterlegt wird :)
 
unter Heimnetz > Netzwerkeinstellungen > ipv4 Einstellungen ebenfalls der Bind9 als lokaler DNS Server hinterlegt.
bekomme ich es auch dort als Antwort gemeldet, dass dies nicht aufgelöst werden kann
Das ist aber nicht das einzigste, was Dir nslookup sagt. Es wird Dir auch gesagt, welcher DNS-Server befragt wurde:
Code:
$ nslookup test.de
Server:  UnKnown
Address:  192.168.x.x  <--!

Nicht autorisierende Antwort:
Name:    test.de
Address:  128.65.209.28

Diese IP müsste dann ja mit der bind-IP übereinstimmen. Was das IPv4/6 angeht, so wird - sofern verfügbar - eigentlich IPv6 bevorzugt. Heisst: Entweder v4 oder v6 komplett deaktivieren, oder "vernünftig" zweigleisig fahren (Dualstack). Bedingt halt auch die komplette v6-Konfiguration für den DNS.

Ich würde aber erstmal schauen, welcher DNS-Server Dir da wie antwortet und warum er so tut, wie er tut :)
 
Guten Morgen @blurrrr ,

du hast natürlich recht, dass ein nslookup noch mehr als Antwort gibt. Daher einmal hier:

Code:
CMD1 > nslookup vaultwarden.mydomain.de
Server:  fritz.box
Address:  fd00::3ea6:2fff:fe6e:8edf

*** vaultwarden.mydomain.de wurde von fritz.box nicht gefunden: Non-existent domain.

CMD2 > nslookup vaultwarden.mydomain.de 192.168.12.107
Server:  UnKnown
Address:  192.168.12.107

Name:    nas.mydomain.de
Address:  192.168.12.28
Aliases:  vaultwarden.mydomain.de
(ausgeführt auf dem Win10 / Desktop)

Am neuen Tag mit einem neuen Blick tippe ich dann aktuell, dass bei CMD1 via ipv6 die Fritzbox angefunkt wurde und bei CMD2 dann via ipv4. Die dort gemeldete IP4 Address ist die meines bind9.

Bind9 bzw. die Fritzbox ist bzgl. ipv6 nicht eingerichtet. Du hast was von einem "Dualstack" gemeint. Das wäre für mich der bevorzugte Weg, da ich eigentlich ipv6 nicht sperren möchte. Der Bezug dazu wird ja immer mehr und mehr...

Daher die Frage, ob jmd. dazu eine gute Doku oder ähnliches empfehlen/verlinken kann? Verhält sich die IPv6 Einrichtung analog zur IPv4 Einrichtung, oder gibt es hier "feine" Unterschiede, auf die man achten sollte?
 
Aber da ist ja genau das passiert, was vermutet wurde. Wenn es nicht hinhaut, dann fragt der per PC per IPv6.
Und das IPv6 nicht "eingerichtet" ist an der FritzBox stimmt nicht ganz. Du hast keine individuelle Konfiguration vorgenommen und läufst sozusagen auf der Standardeinstellung.

Die beinhaltet unter anderem auch ULA ( fd00:: )-Adressen. Du könntest mal ein ipconfig /all des PCs liefern, vielleicht hast Du mehr IPv6 im LAN als Du glaubst. Dabei wäre interessant, ob da noch weitere IPv6 außer der fd00::-Adresse sind, z.B. GAs... LLAs ( fe80:: ) müssten auch da sein, wenn Du schon ULAs hast.

Im Prinzip müsstest Du "nur" das, was Du mit der privaten IPv4 des Bind9 an der FritzBox gemachst hast auch mit der ULA des Bind9 an der FritzBox wiederholen. Die IPv6 ULA ist vom "Prinzip" mit der privaten IPv4 vergleichbar. Die IPv6 GA ist Deine echte/öffentliche IPv6 und für die LLA gibt es keine richtige Entsprechung bei IPv4 - die nutzt aber auch in der Regel nicht wirklich, die braucht das IPv6 eher intern.

Je nach Linux, das auf dem Pi läuft, solltest Du vergleichbare Angaben zu IPv6 dort mit ip a oder ifconfig finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte mich bzgl. "nicht eingerichtet" etwas unglücklich ausgedrückt. Hier war die Config in Richtung Bind9 gemeint.

Code:
ipconfig /all

Windows-IP-Konfiguration

   Hostname  . . . . . . . . . . . . : FRIDAY
   Primäres DNS-Suffix . . . . . . . :
   Knotentyp . . . . . . . . . . . . : Hybrid
   IP-Routing aktiviert  . . . . . . : Nein
   WINS-Proxy aktiviert  . . . . . . : Nein
   DNS-Suffixsuchliste . . . . . . . : fritz.box

Ethernet-Adapter Ethernet:

   Verbindungsspezifisches DNS-Suffix: fritz.box
   Beschreibung. . . . . . . . . . . : Realtek PCIe GbE Family Controller
   Physische Adresse . . . . . . . . : 40-8D-5C-91-8C-0D
   DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Ja
   Autokonfiguration aktiviert . . . : Ja
   IPv6-Adresse. . . . . . . . . . . : 2003:de:b722:fd00:ea6f:c5f3:fe8d:cf9f(Bevorzugt)
   Temporäre IPv6-Adresse. . . . . . : 2003:de:b722:fd00:79d4:6331:c728:d419(Bevorzugt)
   Verbindungslokale IPv6-Adresse  . : fe80::7868:92b2:5da8:c655%5(Bevorzugt)
   IPv4-Adresse  . . . . . . . . . . : 192.168.12.21(Bevorzugt)
   Subnetzmaske  . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
   Lease erhalten. . . . . . . . . . : Montag, 27. Februar 2023 22:08:33
   Lease läuft ab. . . . . . . . . . : Sonntag, 12. März 2023 06:59:59
   Standardgateway . . . . . . . . . : fe80::3ea6:2fff:fe6e:8edf%5
                                       192.168.12.1
   DHCP-Server . . . . . . . . . . . : 192.168.12.1
   DHCPv6-IAID . . . . . . . . . . . : 104893788
   DHCPv6-Client-DUID. . . . . . . . : 00-01-00-01-28-84-A9-74-40-8D-5C-91-8C-0D
   DNS-Server  . . . . . . . . . . . : fd00::3ea6:2fff:fe6e:8edf
                                       2003:de:b722:fd00:3ea6:2fff:fe6e:8edf
                                       192.168.12.107
                                       fd00::3ea6:2fff:fe6e:8edf
                                       2003:de:b722:fd00:3ea6:2fff:fe6e:8edf
   NetBIOS über TCP/IP . . . . . . . : Aktiviert

Auf dem Pi läuft ein aktuelles Raspberry Pi OS.

Aber gut, dann muss ich mal schauen, dass ich das auch für den Bind9 mit IPv6 nachgezogen bekomme.

Wenn ich da die Config habe, habe ich bei der FritzBox die Option, analog einmal auch für nach Außen über Internet > Zugangsdaten >

DNSv6-Server​

Vom Internetanbieter zugewiesene DNSv6-Server verwenden (empfohlen)
Andere DNSv6-Server verwenden <--

umzustellen und muss dann unter Heimnetz > Netzwerk > IPv6 Einstellungen >

DNSv6-Server im Heimnetz​

DNSv6-Server auch über Router Advertisement bekanntgeben (RFC 5006)
Wenn Sie einen anderen DNSv6-Server in Ihrem Heimnetz verwenden möchten, tragen Sie hier dessen IPv6-Adresse ein, damit die FRITZ!Box diese den Geräten im Heimnetz bekannt gibt.
Lokaler DNSv6-Server: <-- hier dann die IPv6 des PI's wohl angeben?!

Muss ich noch eine Einstellung beachten? DNS Rebind sollte ja übergreifend sein.

Besten Dank!
 
Also Dein PC ist schon voll IPv6-enabled, da ist alles da. LLA, ULA und GA.
Damit ist es wundersam, dass das Problem "so selten" auftaucht, denn eigentlich sollte er dann IPv6 bevorzugen und viel öfter das DNS per IPv6 versuchen.

Lokaler DNSv6-Server: <-- hier dann die IPv6 des PI's wohl angeben?!
Korrekt. Am besten die ULA des Pi... also die, die mit fd00 anfängt. Die kannst Du auf der Shell des Pi finden. Zwei Commands hatte ich oben gepostet im letzten Post. Du machst mit den IPv6 DNS die gleichen Einstellungen wie mit dem IPv4. Du kannst es da auch an zwei Stellen eintragen. Einmal als IPv6 DNS für die FritzBox selbst und einmal als IPv6 DNS, der im Heimnetz verteilt werden soll. Am besten aber die fd00 - Adresse des Bind9/Pi eintragen. Die GA, die aktuell mit 2003 anfängt, ändert sich.

Muss ich noch eine Einstellung beachten? DNS Rebind sollte ja übergreifend sein.
Nein, der DNS-Rebind geht in der FritzBox auf den Domainnamen, da ist unerheblich ob das durch/in IPv4 oder IPv6 aufgelöst wird.
 
Ausnahmen vom DNS Rebind Schutz sollten mit funktionierender lokaler Namensauflösung gar nicht nötig sein.
 
So,
ich habe eben einen ersten Test gewagt, welcher leider aktuell scheitert.

Es geht im ersten Schritt darum, dass ich meinen Pi mittels pi.mydomain.de aufrufen kann.

Was habe ich gemacht:

1. Die ULA des PI's mittels ifconfig ermittelt.
2. Diese bei der FritzBox als lokalen DNSv6 Server hinterlegt
3. Bind9 Config angepasst
3a. named.conf:
Code:
acl mynetwork {
  192.168.12.0/24;
  ::0/0; <---- DIES HINZUGEFÜGT (Quelle: https://kb.isc.org/docs/aa-00363)
};

options {
  forwarders {
    1.1.1.1;
    1.0.0.1;
  };
  allow-query { mynetwork; };
};

zone "mydomain.de" IN {
  type master;
  file "/etc/bind/mydomain-de.zone";
};

3b Zonendatei:
Code:
$TTL 2d

$ORIGIN mydomain.de.

@             IN     SOA    dns.mydomain.de. mail.mydomain.de. (
                            2023030601     ; serial id - creation-date with counting number
                            12h            ; refresh
                            15m            ; retry
                            3w             ; expire
                            2h )           ; minimum TTL


              IN     NS     dns.mydomain.de.

dns           IN     A      192.168.12.107
dns           IN     AAAA   fe80:0:0:0:ba27:ebff:fed4:4102  <------ AAAA Eintrag hinzugefügt
pi            IN     CNAME  dns

ccu3          IN     A      192.168.12.37

fritzbox      IN     A      192.168.12.1

jarvis        IN     A      192.168.12.28


qnap          IN     CNAME  jarvis
vaultwarden   IN     CNAME  jarvis

*             IN     A      192.168.12.28

Getestet habe ich es via PowerShell 7 und nslookup, da aktuell ich via Web-Browser stets auf die korrekt IPv4 Aufgelöste Seite komme.

Code:
PS C:\Users\chris> nslookup dns.mydomain.de
DNS request timed out.
    timeout was 2 seconds.
Server:  UnKnown
Address:  fe80::ba27:ebff:fed4:4102

DNS request timed out.
    timeout was 2 seconds.
DNS request timed out.
    timeout was 2 seconds.
DNS request timed out.
    timeout was 2 seconds.
DNS request timed out.
    timeout was 2 seconds.
*** Zeitüberschreitung bei Anforderung an UnKnown.

Was gilt es beim Bind9 noch zu beachten, so dass dieser IPv4 wie auch IPv6 auflöst, bzw. was ist hier falsch konfiguriert?

Danke euch für euren Support :) !
 
Lauscht der bind9 überhaupt via v6? Das wäre mal als erstes zu überprüfen, denn Du kriegst ja noch nichtmals "irgendeine" eine Antwort. Falls noch nicht geschehen, kannst Du mal die "net-tools" installieren und dann via "netstat -tulpn" schauen, ob am entsprechenden Port via IPv6 gelauscht wird. Sollte dann etwas in diese Richtung zu sehen sein:
Code:
tcp6    0    0 :::53
udp6    0    0 :::53
Ansonsten... nicht vergessen, dass Du die Serial bei Änderungen erhöhst :)
 
Guten Morgen,

besten Dank für euer Feedback.

@blurrrr :
Ich hab den netstat Befehl eben einmal abgesetzt:
Code:
netstat -tulpn
(Es konnten nicht alle Prozesse identifiziert werden; Informationen über
nicht-eigene Processe werden nicht angezeigt; Root kann sie anzeigen.)
Aktive Internetverbindungen (Nur Server)
Proto Recv-Q Send-Q Local Address           Foreign Address         State       PID/Program name
tcp        0      0 0.0.0.0:8000            0.0.0.0:*               LISTEN      -
tcp        0      0 192.168.12.107:53       0.0.0.0:*               LISTEN      -
tcp        0      0 0.0.0.0:17411           0.0.0.0:*               LISTEN      -
tcp        0      0 0.0.0.0:22              0.0.0.0:*               LISTEN      -
tcp        0      0 10.0.3.1:53             0.0.0.0:*               LISTEN      -
tcp6       0      0 :::8000                 :::*                    LISTEN      -
tcp6       0      0 :::17411                :::*                    LISTEN      -
tcp6       0      0 :::22                   :::*                    LISTEN      -
udp        0      0 192.168.12.107:53       0.0.0.0:*                           -
udp        0      0 10.0.3.1:53             0.0.0.0:*                           -
udp        0      0 0.0.0.0:67              0.0.0.0:*                           -
udp        0      0 0.0.0.0:68              0.0.0.0:*                           -
udp        0      0 0.0.0.0:5353            0.0.0.0:*                           -
udp        0      0 0.0.0.0:58107           0.0.0.0:*                           -
udp6       0      0 :::5353                 :::*                                -
udp6       0      0 :::60272                :::*                                -

Aktuell läuft mein Bind9 als Docker Container.... Da kommt mir gerade noch ein Gedanke zu:

Hier meine Compose Datei (Auszug):
Code:
version: '3.9'
services:
  bind9:
    image: ubuntu/bind9:latest
    container_name: bind9
...
    ports:
      - '192.168.12.107:53:53/tcp'
      - '192.168.12.107:53:53/udp'
...

Bei Ports hatte ich das entsprechend an den Container weitergeleitet. Das ist dann auch hier das Problemchen (gehe ich von aus), dass die Anfrage hier untergeht.

Ich bin mir gerade nicht sicher, aber reicht es aus, wenn ich hier neben der IPv4 Weitergabe das gleiche für IPv6 auf den Port 53 hinterlege?

Code:
    ports:
      - '192.168.12.107:53:53/tcp'
      - '192.168.12.107:53:53/udp'
      - 'fe80:0:0:0:ba27:ebff:fed4:4102:53:53/tcp'
      - 'fe80:0:0:0:ba27:ebff:fed4:4102:53:53/udp'



@Barungar :

> Ich würde keine LLA im DNS hinterlegen, nimmt dafür besser ULA.

Danke für den Hinweis. Da muss ich heute Abend in Ruhe nochmal nachlesen, wie ich hier an die korrekte ULA rankomme. Ich hatte hier einfach ein "ifconfig" auf dem Pi ausgeführt und bekam für br0:

Code:
br0: flags=4163<UP,BROADCAST,RUNNING,MULTICAST>  mtu 1500
        inet 192.168.12.107  netmask 255.255.255.0  broadcast 192.168.12.255
        inet6 fe80::ba27:ebff:fed4:4102  prefixlen 64  scopeid 0x20<link>
        inet6 2003:de:b722:fd00:ba27:ebff:fed4:4102  prefixlen 64  scopeid 0x0<global>
        ether b8:27:eb:d4:41:02  txqueuelen 1000  (Ethernet)
        RX packets 1936842  bytes 300745815 (286.8 MiB)
        RX errors 0  dropped 2  overruns 0  frame 0
        TX packets 333005  bytes 63370125 (60.4 MiB)
        TX errors 0  dropped 0 overruns 0  carrier 0  collisions 0

kurz gegoogled:
fe80 == LLA (Diese Link-Local-Address (LLA) bzw. verbindungslokale Adresse hat immer den Präfix "fe80::/64" Quelle: https://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/2107111.htm)

ULA --> ULA-IPv6-Adressen befinden sich im Adressbereich "fc00…" bis "fdff…" ... ULAs mit dem Präfix "fd" sind für lokal generierte Adressen vorgesehen (gleiche Quelle)

Oben bei dem Compose-Schnipsel würde auch die ULA reinkommen, wenn sie mir dann bekannt ist.
 
Moinsen,
Aktuell scheinst du dem dns server zwar eine ula zu gönnen (ifconfig Screenshot in Beitrag #5), weder PC noch pi erhalten aber eine (siehe Screenshot #11).
Welches Gerät ist denn für die Vergabe verantwortlich? Bei der fritzbox kannst du die ula aktivieren, die Geräte sollten dann auch eine bekommen...
 
Moin @the other ,

ich habe gerade mal schnell in der Fritzbox Config nachgeschaut:

Router Advertisement im LAN aktiv

Unique Local Addresses​

Wählen Sie aus, wie den Geräten im Heimnetz die Unique Local Addresses (ULA) zugewiesen werden sollen.

  • Unique Local Addresses (ULA) zuweisen, solange keine IPv6-Internetverbindung besteht (empfohlen) [AUSGEWÄHLT]
  • Keine Unique Local Addresses (ULA) zuweisen (nicht empfohlen)
  • Unique Local Addresses (ULA) immer zuweisen
Unique Local Address Ihrer FRITZ!Box: fd00::3ea6:2fff:fe6e:8edf/64

Also wäre es hier in dem Fall wichtig, das die letzte Option mit "immer zuweisen" genutzt wird?
 
@Chris81T Korrekt... einfach den ULA-Bereich konfigurieren, den Du möchtest und den Hakten bei "immer zuweisen", dann bist Du fertig.

Generell kann man als "Faustregel" sagen:
  • LLA sind eher für IPv6-interne Funktionen (und nicht für aktive Nutzung),
  • ULA sind das pendant zur "privaten IPv4",
  • GUA (oder GA) sind das war die "öffentliche IPv4" ist, nämlich die öffentliche IPv6.
RFC 4291 schrieb:
Link-Local addresses are designed to be used for addressing on a single link for purposes such as automatic address configuration, neighbor discovery, or when no routers are present.
Sie sind per Design nicht dafür vorgesehen irgendwelche Dienste (DNS, HTTP, FTP, SSH, SAMBA oder was auch immer) anzubieten. Ihr "offizieller Zweck" ist IPv6 Autokonfiguration, Nachbarerkennung (NDP) und Router Advertisement (RADV).
 
Zuletzt bearbeitet:
Moinsen,
hier nochmal ein wikipedia Eintrag zum Thema:
https://de.wikipedia.org/wiki/IPv6#Unique_Local_Unicast

Ich habe hier (allerdings nicht mit einer fritzbox) den Präfix für die ULAs per Zufallsgenerator erstellt, so dass die best practive Vorgaben erreicht sein sollten (oft liest mensch auch, dass hier der besseren Übersicht wegen keine zufälligen Werte eingetragen werden, sondern leicht merkbare wie zB fd:affe:beaf:dead:: /64).

Du gibst also in der Fritzbox die zufällig generierte fd:ZUFALLSPRÄFIX:ggfSUBNETID:: ein, den host Anteil generieren sich die Geräte dann idR selber (SLAAC).
Da die Fritzbox ja im LAN nur ein einziges Subnetz bedienen kann, wird hier auch die SubnetID eher nebensächlich...
Dann speichern, ggf. mal die Fritzbox neu durchstarten und mit ifconfig auf den Clients schauen, ob die Verteilung von GUA, ULA, und LLA funktioniert.
Dann die üblichen tests (PING, nslookup mit Angabe ULA deines DNS Servers, usw).
Viel Erfolg und gespannt auf Rückmeldung!
:)
 
Da die Fritzbox ja im LAN nur ein einziges Subnetz bedienen kann, wird hier auch die SubnetID eher nebensächlich...
Das stimmt so nicht ganz... wenn ein Gast-Netz aktiv ist, so generiert die FritzBox automatisch IPv6-Subnetze.

Nimmt man an, dass man vom Provider das IPv6-präfix 2001:0db8:3764::/48, so macht die FritzBox 2001:0db8:3764:0::/64 zum LAN-IPv6-Subnetz und 2001:0db8:3764:1::/64 zum Gast-IPv6-Subnetz. Gleiches gilt analog für die ULA, legt man in der GUI die ULA fd00:bad:bad::/64 an, so wird die für das LAN genutzt und im Gastnetz wird automatisch fd00:bad:bad:1::/64 genutzt.

Darüberhinaus kann die FritzBox sogar Subnetze delegieren. Wenn ein IPv6-fähiger Router (hinter der FritzBox) bei der FritzBox per DHCPv6 eine IA_PD-Anfrage stellt, dann bekommt er ein /62-Subnetz zugewiesen.
 
Moinsen,
ja, das stimmte so allerdings nicht mit der Aussage von mir weiter oben bzgl. nur ein Subnetz via Fritzbox...danke für die Ergänzung! :)
 
Kleines Update:

In der Fritzbox habe ich die Option "ULA immer zuweisen" hinterlegt und nun auch auf dem Win10 Client, wie auch auf dem Raspberry Pi eine fd00:... Adresse wahrgenommen.

Auf dem Win10 Client sieht es wie folgt aus:
Code:
Ethernet-Adapter Ethernet:

   Verbindungsspezifisches DNS-Suffix: fritz.box
   Beschreibung. . . . . . . . . . . : Realtek PCIe GbE Family Controller
   Physische Adresse . . . . . . . . : 40-8D-5C-91-8C-0D
   DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Ja
   Autokonfiguration aktiviert . . . : Ja
   IPv6-Adresse. . . . . . . . . . . : 2003:de:b729:d000:e28c:412c:e092:5f26(Bevorzugt)
   IPv6-Adresse. . . . . . . . . . . : fd00::2c67:5d14:46c0:23d8(Bevorzugt)
   Temporäre IPv6-Adresse. . . . . . : 2003:de:b729:d000:35b1:79e4:b5e2:9b0e(Bevorzugt)
   Temporäre IPv6-Adresse. . . . . . : fd00::35b1:79e4:b5e2:9b0e(Bevorzugt)
   Verbindungslokale IPv6-Adresse  . : fe80::7868:92b2:5da8:c655%5(Bevorzugt)
   IPv4-Adresse  . . . . . . . . . . : 192.168.12.21(Bevorzugt)
   Subnetzmaske  . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
   Lease erhalten. . . . . . . . . . : Dienstag, 7. März 2023 22:05:54
   Lease läuft ab. . . . . . . . . . : Freitag, 17. März 2023 22:05:54
   Standardgateway . . . . . . . . . : fe80::3ea6:2fff:fe6e:8edf%5
                                       192.168.12.1
   DHCP-Server . . . . . . . . . . . : 192.168.12.1
   DHCPv6-IAID . . . . . . . . . . . : 104893788
   DHCPv6-Client-DUID. . . . . . . . : 00-01-00-01-28-84-A9-74-40-8D-5C-91-8C-0D
   DNS-Server  . . . . . . . . . . . : fd00::ba27:ebff:fed4:4102
                                       192.168.12.107
                                       2003:de:b729:d000:3ea6:2fff:fe6e:8edf
                                       fd00::3ea6:2fff:fe6e:8edf
                                       fe80::ba27:ebff:fed4:4102%5
   NetBIOS über TCP/IP . . . . . . . : Aktiviert

Daraufhin habe ich in der Fritzbox die vom Pi hinterlegte ULA in der Einstellung für den DNSv6 Server hinterlegt. Nach der Anpassung kam ich nicht mehr auf eine öffentliche Webseite. Es scheiterte an der Namensauflösung. Mit ipconfig /all wurden mir bei dem Eintrag DNS-Server auch nur der lokale DNS Server für IPv4 wie auch der für IPv6 hinterlegte DNS Server angegeben. Aber nicht mehr ein DNS Server mit der Adresse 2003:.. wie man hier im Codeblock vorfindet.

Das verstehe ich aktuell nicht. In den Fritzbox Einstellungen kann ich unter der Rubrik "Internet" auch einen alternativen DNS Server für IPv6 angeben. Das habe ich nicht getan, bin bei der Option "Vom Internetanbieter zugewiesene DNSv6-Server verwenden (empfohlen)" geblieben und im Online Monitor wurde mir für IPv6 ein DNS Server mit einer 2003:180:... Adresse angegeben.

Nachdem ich die DNS v6 Server Adresse für das Heimnetz auf den originären Wert zurückgesetzt hatte, funktionierte die Auflösung wieder.

Für heute bleibt es erstmal dabei... ist mir gerade etwas zu spät.

Losgelöst davon möchte ich mich bei euch für eure guten und konstruktiven Beiträge bedanken! Das gefällt mir echt gut und ist in einem Forum nicht selbstverständlich!
 

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