Internetradio über den Raspi - wie auf Endgeräte streamen?

tiermutter

Well-known member
Moin,

ich bin etwas hellhörig geworden, als @carsten_h schrieb, dass in irgendeiner Weise Internetradio über den Raspi bereitgestellt wird.
Mich würde interessieren wie das Radio dann zum Endgerät kommt... Ist das mit einem DLNA Stream möglich?

Ich kämpfe bei mir schon länger mit dem Internetradio, normalerweise gebe ich Musik mittels DLNA direkt vom AV Receiver wieder, Internetradio läuft nur sehr müßig über die AV direkt... Bzw lief... Bei Denon müsste ich nun wieder für ein Jahr bezahlen und beim Yamaha ist das gar nicht mehr möglich... Um so interessanter wäre es nun, das Internetradio vom Raspi zu streamen. Dieser befindet sich natürlich zentral im Netzwerk, ohne die Möglichkeit die AV Receiver daran anzuschließen.
 

Stationary

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Sieh Dir mal MoodeAudio auf einem Pi an. Das könnte eventuell gehen. Ich persönlich habe die beiden Hifi-Pis zwar an einen Verstärker bzw. eine Soundbar angeschlossen, könnte mir aber vorstellen, daß der auch an andere Geräte über das Netzwerk streamen könnte.
Und im Zweifelsfall kostet ein Pi4B mit einem Hifiberry zum Anschluß an den Verstärker nicht die Welt.
 

carsten_h

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dass in irgendeiner Weise Internetradio über den Raspi bereitgestellt wird.
Wie geschrieben. Auf dem einen Pi habe ich einen Logitech Media Server. Das ist ein Multiroomsystem, das zum einen auf lokale Musik und zum anderen über Plugins und direkt auf andere Streamingdienste (Radio, Spotify, wasweisichnochalles).
Der kann auch Airplay empfangen und auch per Airplay oder DLNA die Musik weitergeben (z.B. an Airport Express Basisstationen oder Sonos Boxen). Oder eben nativ an die Squeezebox Clients.

Man kann auch Client und Server auf einem einzigen Pi laufen lassen. Das ist alles kein Problem.
 

Stationary

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Ja, ähnlich wie MoodeAudio 7:

Airplay, Spotify, Squeezelite, RoonBridge
UPnP A/V and OpenHome renderer for MPD
MiniDLNA UPnP A/V media server
UPnP browser with folder scan
Qobuz and Tidal access via UPnP
LocalUI renderer for Touchscreen/HDMI display
WiFi Access Point (AP) Mode
Samba scan for easy NAS connection
Network scan for easy WiFi connection
Connect to other moOde™ players
 

carsten_h

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Was ich noch vergessen hatte zu erwähnen falls es wichtig ist. Auch bei einer lokalen Bibliothek mit 100000 Musikstücken oder so ist der LMS in der Anzeige auf dem Client rattenfix. Der LMS muß sich nur vorher seine Datenbank aufbauen und dann geht es ab. Selbst auf einem ja doch recht lahmen Fire TV HD kann man durch die Bibliothek sehr schnell blättern.
Das geht nämlich auch, die Bedienung sämtlicher Clients von einem Tablet, Smartphone oder Computer per Webbrowser aus (am besten mit dem genialen Plugin "Material Skin"). Da es ein Multiroomsystem ist kann man alle Clients getrennt voneinander mit unterschiedlicher Musik versorgen oder auch einzelne oder alle miteinander synchronisieren.

Obwohl Logitech die Weiterentwicklung von LMS eingestellt hat, wird er von einer sehr aktiven Gemeinde https://forums.slimdevices.com/index.php weiterentwickelt.
piCorePlayer https://www.picoreplayer.org (dort findet man auch eine Anleitung zur Einbindung des Argon One Gehäuses) ist nur eine der Möglichkeiten LMS oder einen Client auf einen Pi zu bringen, aber wie ich finde die Beste, da er komplett im RAM läuft (außer, wenn LMS beteiligt ist, denn dann kommt die Musikdatenbank auf irgendein Laufwerk). Somit kann man sich eigentlich sicher sein, daß die SD-Karte lange hält, denn sie wird nur beim Booten benötigt und dann in Ruhe gelassen.
 

Stationary

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Yup…auch MoodeAudio baut beim ersten Start eine Datenbank z. B. der NAS-Musikbibliothek auf.
Bedienung ist ebenso über Webbrowser, z. B. auf einem alten iPad.

Ich glaube, es führen mehrere Wege zum Ziel, aktiv entwickelt werden beide Systeme und das moodeaudio Forum ist auch recht lebhaft, das Entwicklerteam um Tim Curtis diskutiert da engagiert mit.

Über pCP gehen die Meinungen etwas auseinander.
 

tiermutter

Well-known member
Ich habe mir aktuell mal den LMS angeschaut, insbesondere deshalb, weil ich darauf gestoßen bin dass ich den LMS direkt als App auf dem QNAP laufen lassen kann.
Das ist mir deutlich lieber, als die Radio Sache auf den Raspi auszulagern.

LMS tut soweit was es soll, mich nervt die lange Zeit (Buffer?), die vergeht bis ein Sender abgespielt oder gewechselt wird.
Auch bekomme ich es trotz DLNA Bridge Plugin nicht hin, einen Stream direkt vom Endgerät aus zu starten, ich muss quasi über die LMS GUI gehen und den Stream an das Gerät senden. Ein wenig unkomfortabel, aber so selten wie ich Radio laufen lasse, ist das erträglich, vor allem funktioniert es.

Bei meiner Musiksammlung und für Videos werde ich weiterhin meinen Twonky verwenden, dessen Ablösung war aber auch nicht vorgesehen.
Ich bin mit der LMS Lösung soweit zufrieden, vielen Dank allen!
 

Mavalok2

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Und im Zweifelsfall kostet ein Pi4B mit einem Hifiberry zum Anschluß an den Verstärker nicht die Welt.
Musste erst mal nachsehen was denn ein "Hifiberry" ist. Um die 100.- Euro für eine Soundkarte für den Pi ist jetzt auch kein Schnäppchen. Mit Pi selbst, Gehäuse etc. kommen da doch ein paar Euros zusammen.

Ich hätte da auch noch eine günstigere (kostenlose) Lösung, so wie ich das gerne mache: Alter Geräte zu Multimediageräten und Streamern umfunktionieren. Bei Geräten für Audio kann da so ziemlich alles herhalten. Alte Mobiltelefone sind da auch recht gut zu gebrauchen: klein und so überall kostenlos zu haben.
 

tiermutter

Well-known member
Alte Mobiltelefone sind da auch recht gut zu gebrauchen: klein und so überall kostenlos zu haben.
Auch eine nette Idee... die Dinger fliegen hier mehr rum als QNAPs :D
Wäre aber auch wieder ein zusätzliches Gerät, welches da rumhängen muss. Eben das möchte ich ja vermeiden:
Ich mag weder ein weiteres Gerät haben, welches ständig (wie gering es auch sein mag) Strom zieht, noch eins, welches ich erstmal anschließen/ einschalten/ vorbereiten muss.
Wenn ich mich auf die Terasse setze und Musik hören will, dann will ich das ohne aufzustehen einschalten können. Muss für mich also zwingend direkt über den AV Receiver möglich sein.

Und ja... der aufmerksame @rednag wird sich eventuell erinnern, dass das immer noch nicht möglich ist, weil der AV Receiver nicht über ausreichend Kanäle verfügt und ich deshalb einen weiteren Verstärker einsetzen muss, den ich nur manuell einschalten kann. :cry: Aber schon in wenigen Jahren kann ich mir einen AV Receiver leisten, der das alles abdeckt... und dann auch wieder Internetradio integriert hat :ROFLMAO:Naja, geht ja auch nicht nur um dieses eine Gerät...
 

Stationary

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Alter Geräte zu Multimediageräten und Streamern umfunktionieren. Bei Geräten für Audio kann da so ziemlich alles herhalten. Alte Mobiltelefone sind da auch recht gut zu gebrauchen:
Dann schließ mal so ein Gerät an den optischen Eingang eines Verstärkers an, oder auch nur mit guter Qualität an den digitalen RCA-Eingang eines Hifi-Gerätes
:) Gespannt zuseh…

Und ja, ich habe das schon ausprobiert, ein altes iPhone über die 3.5 mm Klinke an Stereo-RCA. Kannst Du im audiophilen Bereich vergessen. Der Klang ist unterirdisch. Wenn man da anspruchslos ist, geht das natürlich. Dann geht auch ein Bluetooth-Empfänger mit 3.5 mm Klinkenausgang auf Stereo-RCA (auch ausprobiert, klingt auch besch….eiden).
Ein Hifiberry Digi+ oder Digi2 kostet übrigens maximal 45 Euro bei berrybase.
100 Euro kostet ein Hifiberry Amplifier, den brauchst Du aber nicht, wenn Du das Signal nur sauber aus dem NAS an einen Verstärker leiten mußt. Für meine “Hifiberry DIGI+ pro” habe ich jeweils nur 42 Euro bezahlt. Die Pi4 kosten mehr, aber die hatte ich noch herumliegen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mavalok2

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Naja, für ultra highend habe ich das auch nicht gesehen. Wenn Du Musikliebhaber bist und einen großen Betrag für Verstärker - vermutlich noch mit Vor- und Endstufe - AudioDVD und Lautsprecher eines Küchenschranks ausgibst, dann machen die paar Hundert oder 1'000 Euro für eine guten Streamer auch nichts mehr aus. Das wirst Du dann aber vielleicht für die Hauptanlage machen. Auf dem stillen Örtchen und dem Schlafzimmer tut es dann auch was billiges.
Hängt natürlich stark davon ab, was man da so hört.

4 kleine Küchenschränke stehen auch noch bei mir im Wohnzimmer. Für guten Sound braucht es nun mal etwas mehr Platz. Bin zwar immer wieder überrascht, was heutzutage auch auf kleinen Raum an Klang geht. Aber ganz das Selbe ist es nicht. Ein 20 cm Treiber und mehr hat einfach einen anderen Tiefton. Schließlich will man den nicht nur hören sondern auch fühlen.
 

rednag

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Ich höre Internet-Radio über das Handy. :)
Für meine Ansprüche tuts das. War irgendwann mal in so nem HiFi-Luxus-Laden. Dort waren Kabel ausgestellt mit einer Länge von 1,5m und einem Preis von 1.499,00€/Stück.
Hab aber nicht nachgefragt was das für Kabel sind.
 

Stationary

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Nur wenn Du die dazu passenden Acapella Campanile Lautsprecher hast…kosten noch mal soviel wie das Kabel aus Silber, sind also quasi ein Schnäppchen.
 

rednag

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Krass. Was können den die Kabel besser als "Normale"? Die Musik bleibt die gleiche.
Und ob es hier ein bisschen Klangfarbe und dort mehr Tiefe gibt...Das menschliche Gehör ist doch für so feine Nuancen nicht ausgelegt.
Ich würde schwören, daß ich hier keinen großartigen Unterschied raushören würde.
 

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Ich auch nicht. Aber den Unterschied zwischen 3.5 mm Klinke auf RCA und optisch/digital den höre ich noch. Mal sehen wie lange noch, man wird ja nicht jünger.
 

MarGol

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@rednag habe ich einen besucht, der hatte LS-Kabel mit einem Kerndurchmesser von einem kleinen Finger. und kostete je Lautsprecher 800 EUR. ( <- das Kabel! )

Ist ja irgendwie Heimnetz.... :)

Ja, es macht einen Unterschied, ob Du z.B. Telefondraht oder 8mm² Kupferkabel zum Lautsprecher nutzt.
Verstärker erzeugen einen Wechselstrom, der möglichst verlustfrei bis zum Laufsprecher geführt werden soll.
Dem ist aber nicht so, je nach Querschnitt und Material hast Du Widerstand.
Erst einmal ohmschen Widerstand, wie ein Bauelement auf der Platine, der recht neutral mit den Signalen umgeht.
Aber auch induktiven Widerstand, wie eine Spule wegen des entstehenden Magnetfeldes um die Leitung.
Und auch kapazitiven Widerstand, wie ein Kondensator, wegen der beiden Leitungen, die nahe beieinander liegen.
Wie sieht eine Verkabelung aus:
Verstärker+ - Kabel - Lautsprecher - Kabel - Verstärker-.
Wenn die 2 Kabel jeweils 1 Ohm (ohmschen, kapazitiven und induktiven) Widerstand haben und die Lautsprecher 4 Ohm, macht das insgesamt 6 Ohm.
Das bedeutet, die elektrische Energie (=Musik) wird zu einem Drittel von den Kabeln verbraucht.
Wenn man jetzt noch heranzieht, dass kapazitive Widerstände hohe Frequenzen eher durchlassen und induktive Widerstände niedrige Frequenzen eher durchlassen und nur das von den Lautsprechern widergegeben werden kann, was die Kabel transportiert haben, dann ist es plausibel, dass die Wahl der Kabel die Musikqualität beeinflusst.

Wenn man jedoch mit einem Querschnitt von vllt. 6-8 mm² Kupfer arbeitet und evtl. noch für die Mittel-/Höchtöner ein separates dünneres Kabel verwendet, sogenanntes Bi-Wiring, ist man mit überschaubarem Aufwand schon sehr weit im grünen Bereich.

Liebe Audio-Profis, ja, das kann man besser darstellen, ja es ist nicht 200% präzise, aber ich denke, es gibt einen Eindruck, warum die Kabelauswahl den Klang beeinflusst.

Gruß Markus
 

tiermutter

Well-known member
Technisch keine Frage... garantiert zu 100% messbar... aber nicht mit den Ohren, behaupte ich :)
Mein Ex-Schwiegeralter (Musiker) hat allerdings einen Musiker-Kumpel gehabt, der angeblich wirklich Unterschiede heraushören konnte. Ob das jetzt unbedingt bei 1000€ Kabel war weiß ich nicht, aber die haben ihn mal auf die Probe gestellt und Kabel oder Stecker heimlich ausgetauscht... das ist dem Bengel am Klang aufgefallen...
 

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