Back-UPS ES 700

duke-f

Member
Das ist mein Teil, das ich mittlerweile bestimmt ca. 9 Jahre im Einsatz. In erster Linie sollte es zuerst mein TS-421, später dann ersetzt durch das TVS-882, schützen. Dann sollte eben auch gleich anderes wie beispielsweise die FRITZ!Box mit versorgt werden, um eventuell auch bei Stromausfall telefonieren zu können. Ich schildere mal so in loser Erzählform meine Erfahrung damit - ohne dies als Wertung verstanden haben zu wollen.

Ob ich's wirklich mal im Ernstfall gebraucht habe, kann ich nicht sagen. Vielleicht gab es tatsächlich gelegentlich kurze Ausfälle oder Schwankungen im Stromnetz, die ich nicht registriert habe. Weiter bezweifle ich heute angesichts der Dauer eines geordneten Herunterfahrens meines NAS, dass dieses Teil wirklich auch bei bester Gesundheit die notwendige Zeit überbrücken würde.

Bisher hatte ich zwei Mal den Fall, dass mir das Gerät die Notwendigkeit des Akkutauschs mitteilte. Das erste Mal war nach ca. 6 Jahren Betrieb. Diese Mitteilung erfolgte damals - so wie in den Einstellungen per Default eingestellt. akustisch und visuell. War ja ok, da das Gerät im Keller hängt hätte ich das visuelle Signal nicht so schnell registriert. Andererseits doof, dass dies nachts um halb zwei der Fall war und sich dieser Piepston auch nicht abschalten lies - zumindest nicht am Gerät selber und nicht vom NAS aus. Jetzt bin ich schlauer: Ich hatte im Betrieb die USB-Verbindung zum NAS trennen können und am Notebook anschließen - dort kann man das akustische Signal deaktivieren. Meine Reaktion damals war eine andere. Ich hatte die Hoffnung dass das Ausschalten des UPS am Schalte ohne trennen der Stromversorgung vielleicht nur die UPS-Funktion deaktivieren könnte und die Stromversorgung weiter gegeben sei. War nicht so. Die geschützten Geräte, samt dem NAS natürlich, wurden abrupt ausgeschalten. lso: Na toll, genau das, was das Gerät verhindern soll, hat es jetzt letztendlich bewirkt!

Irgendwann war der Akku ersetzt. Die Entscheidung viel damals doch, einen Original-Akku beim Hersteller für teures Geld zu kaufen. Diesmal habe ich das akustische Signal doch dauerhaft über das Notebook deaktiviert, vor das NAS mit USB verbunden wurde. Leider wurde ich jetzt aber bereits nach knapp zwei Jahren durch das wechselndrot-grüne Blinken der LED darauf aufmerksam, dass der Akku wieder bereit für einen Austausch sei. Schien mir etwas kurz, zwei Jahre. Also beim Support nachgefragt. Dort gab man mir einen Hinweis, wie der Speicher des UPS gelöscht bzw. zurückgesetzt würde. Das getan und tatsächlich lief wieder alles ohne Warnmeldung (LED leuchte durchgehend grün). Aber: Leider nur ca. vier Monate. Also: Doch lieber der Akku wieder tauschen. Aber diesmal habe ich mir keinen Original sondern über einen anderen Anbieter ein mir vernünftig scheinendes Alternativmodell für weniger als den halben Preis gekauft. Mein damaliges Argument für die Entscheidung beim ersten Wechsel: "Hat immerhin 6 Jahre gehalten" zog ja aktuell nicht mehr wirklich.

Nun gut, zuletzt noch was positives: Tatsächlich gelang es mir nun, den Akkutausch - wie mir auf Nachfrage vom UPS-Service gesagt wurde - im laufenden Betrieb zu wechseln. Also ohne, dass dass irgend ein Gerät herunter gefahren werden musste. Etwas trickie dabei, den Akku heraus zu bekommen, da er so genau in seinem Fach sitzt, dass kein Werkzeug dazwischen kommt. Hier hat ein Streifen extrem starkes Klebeband geholfen. Der neue hat gleich eine entsprechende Schlaufe bekommen.

Zuerst hat mich etwas gestört, dass das LED nach wie vor rot-grün weiter blinkt. Zudem zeigt das NAS eine voraussichtliche Schutzdauer von gut 2 Minuten an - deutlich weniger, als die ursprünglichen 15-20 Minuten. Jetzt bin ich mir aber absolut nicht mehr sicher und ich finde das auch nicht mehr, meine aber mich zu erinnern, dass das UPS in gewissen Abständen einen Selbsttest durchführt. Vielleicht wird das dann korrigiert. Habe das nicht weiter beobachtet. Wie eingangs erwähnt zweifle ich zumindest in diese Konstellation die Wirksamkeit im Ernstfall etwas an. Jetzt aber, ach sicherlich 2-3 Wochen fiel mir im Vorbeigehen plötzlich auf: Oha, das LED leuchten durchgehend grün. Das NAS zeigt mir jetzt eine Schutzzeit von gut 4 Minuten. Also hat sich da doch etwas getan. Ich konnte beim "Hotswap" des Akkus den Speicher des UPS ja nicht rücksetzen. Somit beobachte ich mal weiter. Eventuell denke ich mal daran, wenn ich das NAS mal neu starte und Zeit habe, dann auch gleich das UPS vernünftig zurückzusetzen. Ansonsten vertraue ich unabhängig von der ANzeige darauf, dass das UPS meinen Haushalt auch ohne diese vor dem Untergang im Ernstfall schützen wird (y). Irgendwann gibt es nächstes Mal dann vielleicht auch etwas ganz neues, ganz tolles, statt nur eines neuen Akkus.
 

tiermutter

Well-known member
Die USV müssen normalerweise kalibriert werden, damit sie die genauere Überbrückungszeit anzeigen. Wenn man das nicht über die GUI oder so anstoßen kann, dann geht es bei dem Modell vielleicht auch manuell: https://excessups.com/blog/technical/manual-runtime-calibration-apc-ups/
Die Kalibrierung die man über das GUI starten kann macht quasi nichts anderes, ich nehme dazu gerne einen Staubsauger, da kann ich die Last auch noch einstellen :D

Ansonsten ist Deine erste Bekanntschaft mit dem Akkuwechsel ja sehr unglücklich gelaufen ;)
Aber sei froh, dass es nicht viel zu spät war, ich musste die Akkus schonmal mit schwerem Werkzeug aus einer APC USV (Rackmodell) rauspulen...
Ich hätte mir wohl längst eine neue USV zugelegt, die kleinen Towermodelle kosten ja nicht die Welt, würde mein Gewissen aber deutlich beruhigen :)
 

duke-f

Member
Kommt auf den Blickwinkel an. Da alles trotz rapidem Abschalten ohne Probleme weiter funktionierte ohne Verlust sehe ich es als glücklichen Verlauf.👍
 

tiermutter

Well-known member
Das ist irgendwie... richtig :)
Ich habe bei meiner SMX nach dem letzten Akkuwechsel übrigens auch keine Kalibrierung gemacht, die Schutzzeit hat sie einfach beibehalten. Seitdem sich die NMC einmal bei einer Kalibrierung aufgehangen hat bin ich nicht mehr so großer Freund davon und kalibriere die USV nur in meinem Kopf... sprich mit allen angeschlossenen Geräten die typisch in Betrieb sind Netzspannung wegnehmen und runterlutschen bis sich (hoffentlich) alles abschaltet. Dann sieht man auch gleich ob auch wirklich alles gut eingestellt ist und kann notfalls eingreifen :) Dass die mir angezeigte Schutzzeit (die sich immerhin entsprechend der Last anpasst) von typisch ewta einer Stunde bei weitem nicht passt weiß ich dadurch mittlerweile... fühlt sich trotzdem hässlich an, wenn da was steht, was nicht stimmt... daher wird mal wieder der Staubsauger an der USV fällig :)
 

duke-f

Member
Das mit dem Staubsauger klingt gut. Aber für den Test jetzt das NAS herunterfahren werde ich nicht machen. Eigentlich wollte ich mir ja schon auch mal ein neues UPS zulegen, das auch etwas mehr Komfort hinsichtlich Anzeige und Überwachung bietet. Bin aber da nicht wirklich weiter, weil ich dann schon auch eher in Richtung Akku gerne zu etwas besserem gehen würde.
 

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