Abzweigung von bestehendem Netzwerkkabel

martinleurs

New member
Hallo zusammen,

wir benötigen Internet im Keller und ein Repeater-Mesh ist wenig praktikabel, da uns an geeigneten Stellen Steckdosen fehlen. Es läuft allerdings ein CAT7-Kabel vom Router durch den Keller ins Büro. Meine Idee war, das Kabel im Keller durchzuschneiden, an beide Enden einen Stecker zu basteln und einen Switch zwischenzuschalten, von dem ich dann abzweigen kann. Ich habe auch ein Bild gemalt:

netzwerk.jpg

Funktioniert das so? Oder denke ich hier zu naiv? Bekomme ich das ohne Spezialwerkzeug hin, oder muss ich so viel in Werkzeug investieren, dass ich auch einen Elektriker engagieren kann?

Eine Alternative wäre ggf. auch DLAN, aber ehrlich gesagt hätte ich da unten lieber einen Switch, das scheint mir eine sauberere Lösung zu sein, die auch noch günstiger sein dürfte.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Martin,

selbstverständlich kannst du das so machen.
Aber ich gehe (aus eigener Erfahrung) davon aus, dass du wohl mehrere oder gar viele Versuche (*) brauchst, um einen erfolgreichen Krimpvorgang zu erreichen. Und selbstverständlich brauchst du dafür eine (nicht unbedingt die billigste) Krimpzange - was ja wohl auch als Spezialwerkzeug bezeichnet werden kann.
(*) Ich hatte das mit kurzen Kabelschnippseln geübt.

IMHO bessere Alternative (als das Zerschneiden eines funktionierenden teuren Kabels):
Kaufe dir einige kurze Patchkabel (die gibt es in allen gängigen Längen) und schalte diese zwischen Router und Switch.
Und: Vergiss DLAN, zumindest, wenn du Erfolg haben möchtest.

vy 73 de Peter
 
Der Switch ist die sauberste Lösung. Prinzipiell kannst Du CAT-7 Stecker selbst anschließen mit einer entsprechenden Quetschzange und den Steckern. Mit ein wenig handwerlichem Geschick ist das kein Hexenwerk. Es gibt auch LSA Dosen wo Du die Kabel mit einem Auflegewerkzeug anschließen kannst und dann mit einem kurzen Patchkabel zum Switch verbinden kannst. Das wäre, glaube ich, die einfachste Variante. Werkzeug und Testgeräte gibt es im Versandhandel. Ein Auflegewerkzeug kostet weniger als 10€.
Vielleicht alles in einen kleinen Verteilerkasten einbauen, dann sieht es ordentlich aus.
 
Hallo Martin,
solltest du das bestehende Kabel durchschneiden, nicht vergessen das Kabel vorher am Router und "Büro" auszustecken. - sicher ist sicher
 
Zumindest gehört schon sehr viel Mut dazu, als Anfänger (zitiere: "Funktioniert das so?") ein Cat-7 zu zerschneiden und daran erste Krimpversuche zu starten.
Aber ich will ja niemanden beeinflussen.
 
Hallo!

Ich denke Elektriker ist da einfacher und schneller, wenn man sowas noch nie gemacht hat.
Da geht schnell schief und dann ärgert man sich wenn es dann nicht funktioniert.

Gruß
sven
 
IMHO bessere Alternative (als das Zerschneiden eines funktionierenden teuren Kabels):
Kaufe dir einige kurze Patchkabel (die gibt es in allen gängigen Längen) und schalte diese zwischen Router und Switch.
Und: Vergiss DLAN, zumindest, wenn du Erfolg haben möchtest.

Das geht leider nicht, denn der Router steht im Wohnzimmer, von dort geht das Kabel durch die Wand, läuft im Keller an der Decke entlang und geht dann von Dort wieder durch die Decke ins Büro. Also direkt am Router per Switch verteilen und von dort in den Keller gehen klappt nicht.

Braucht man unbedingt eine Crimpzange? Bei Youtube habe ich Videos gesehen, wo die Adern einfach in so eine Einführhilfe gesteckt werden, das wird dann in den Stecker gelegt, reingedrückt und fertig. Da wurden "werkzeuglose" Stecker als Suchbegriff genannt.

Was ist denn eurer Einschätzung nach die Schwierigkeit? Geht es eher um Geschicklichkeit? Dann würde ich mir einfach ein Stück CAT7-Kabel nehmen und das 10 Mal damit machen, das wäre immer noch deutlich günstiger, als der Elektriker. Ich habe im Keller auch 5 m Kabel offen liegen, also wenn es beim ersten Versuch nicht klappt, könnte ich theoretisch auch 5 cm weiter nochmal schneiden und es nochmal versuchen.

Mein Hintergedanke war, wenn es nicht klappt, hätte man im Keller ein durchtrenntes Kabel, dann könnte man peinlich berührt den Elektriker anrufen und könnte die zusätzlichen Materialkosten für den Selbstversuch als Lehrgeld verbuchen.

Zumindest gehört schon sehr viel Mut dazu, als Anfänger (zitiere: "Funktioniert das so?") ein Cat-7 zu zerschneiden und daran erste Krimpversuche zu starten.
Aber ich will ja niemanden beeinflussen.

Ich lasse mich gern beeinflussen. Deshalb ja meine Frage. Bekommt man das als recht geschickter und technisch affiner Mensch wahrscheinlich mit genug Ruhe und Konzentration gut hin, oder muss man da in der Ausbildung 500 Mal gescheitert sein, bis man es irgendwann kann?

Viele Grüße
Martin
 
Ich riskieren noch einen letzten Beitrag.
Also, dass ein jeder Elektriker das kann, wahr ich zu bezweifeln.
OK, wenn es wirklich nicht geht, den Switch direkt an einem der Endpunkte mit einem Pachkabel anzuschließen (das ging aus deinem Eingangspost nicht so deutlich hervor), dann wirst du wohl schneiden müssen. Ich empfehle dir aber, das vorher mit einigen Abfallstücken etwas zu üben. Nein, 500 Versuche wirst du nicht benötigen. Aber einige schon.

Viel Erfolg!
 
wir benötigen Internet im Keller und ein Repeater-Mesh ist wenig praktikabel, da uns an geeigneten Stellen Steckdosen fehlen. Es läuft allerdings ein CAT7-Kabel vom Router durch den Keller ins Büro.
Der Router ist im Keller und du willst einen zusätzlichen LAN-Anschluss im Keller?
Am Router ist kein Anschluss mehr frei?
Warum dann nicht einen Switch direkt an den Router anschließen und sowohl das Verlegte LAN-Label als auch das neue Gerät daran?
 
Der Router ist im Keller und du willst einen zusätzlichen LAN-Anschluss im Keller?
Am Router ist kein Anschluss mehr frei?
Warum dann nicht einen Switch direkt an den Router anschließen und sowohl das Verlegte LAN-Label als auch das neue Gerät daran?

Nein, im Keller kommt die Glasfaser ins Haus, von Glasfasermodem geht ein Verlegekabel zur Dose im Wohnzimmer, an der hängt der Router. Dort ist auch eine Dose, die per Verlegekabel zurück durch den Keller ins Büro führt. Also durch den Keller läuft das Verlegekabel zum Büro, dort könnte ich per Switch verteilen.

Warum?
Stell ihn in den Keller, am Hausübergabepunkt kommt doch alles an, was er benötigt.

Das könnte ich, aber der Router versorgt oben das EG mit WLAN und daran hängen auch PC, Fernseher etc., da bräuchte ich dann noch eine Alternative, dann müsste ich also auch wieder neue Geräte anschaffen.


Noch eine Ergänzung: Es handelt sich um Verlegekabel, es dürfte also eine starre Ader sein und keine Litzen, vielleicht vereinfacht das die Sache ja.

Ich riskieren noch einen letzten Beitrag.
Also, dass ein jeder Elektriker das kann, wahr ich zu bezweifeln.
OK, wenn es wirklich nicht geht, den Switch direkt an einem der Endpunkte mit einem Pachkabel anzuschließen (das ging aus deinem Eingangspost nicht so deutlich hervor), dann wirst du wohl schneiden müssen. Ich empfehle dir aber, das vorher mit einigen Abfallstücken etwas zu üben. Nein, 500 Versuche wirst du nicht benötigen. Aber einige schon.

Viel Erfolg!

Ich ging jetzt einfach vom Elektriker aus, da das bei uns damals der Elektriker gemacht hat. Also ich würde einen kennen, der das kann.

Viele Grüße
Martin
 
es dürfte also eine starre Ader sein und keine Litzen
Twisted Pair Kabel ist eigentlich immer, oder anders ausgedrückt mir ist kein Fall einer Litze bekannt, immer eine Ader.

Die Sache ist halt nur... es wird schwierig, außer Dein Kabel hängt im Keller in einer großen Schlaufe. Du musst das Kabel durchtrennen, abisolieren und dann einen jeweils einen Stecker montieren. Anschließend musst Du beide Kabel (mit Stecker) um 90 ° drehen, damit Du sie in einen Switch stecken kannst. Da geht ein beachtliches Stück "Strecke" verloren.

Und mit jedem weiteren Versuch, weil das Auflegen / Crimpen nicht geklappt hat, wird die "Lücke" größer.

Ich halte die Aktion auch für kritisch.
 
Hä?
Ob du jetzt einen neuen Switch für den Keller oder für das Wohnzimmer anschaffst ist doch wumpe.
Dafür aber kein Problem mit Kabel schneiden.

Nein, im Keller wird nur ein Wechselrichter versorgt, den kann ich vom Switch aus einfach per Patchkabel anschließen. Im EG hingegen baut der Router ja das WLAN-Netz auf. Ich bräuchte also für oben einen Switch und einen mindestens meshfähigen WLAN-Repeater.

Die Sache ist halt nur... es wird schwierig, außer Dein Kabel hängt im Keller in einer großen Schlaufe. Du musst das Kabel durchtrennen, abisolieren und dann einen jeweils einen Stecker montieren. Anschließend musst Du beide Kabel (mit Stecker) um 90 ° drehen, damit Du sie in einen Switch stecken kannst. Da geht ein beachtliches Stück "Strecke" verloren.

Ja, das stimmt, ich müsste das Kabel verlängern. Aber wenn ich Stecker an das Kabel bekomme, bekomme ich auch eine Kupplung ans Kabel, das ist ja das gleiche Prinzip. Aber stimmt, ein Arbeitsschritt mehr, falls ich nicht noch eine Stelle finde, wo sich eine Schlaufe versteckt, wovon ich aber nicht ausgehe.

Ich danke euch auf jeden Fall schonmal für die Rückmeldung und halte für mich fest:

Bekommt man wahrscheinlich mit genug Frustrationstoleranz irgendwie hin, wäre auch ein durchaus vernünftiger Weg, das Netz zu erweitern, wenn man es denn schafft, aber es wäre durchaus ratsam sich nochmal in Ruhe in den Keller zu setzen und zu überlegen, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, das ganze zu lösen, ohne an die Verkabelung zu gehen bzw. zu überlegen, ob es den Ärger wert ist, oder ob man einen Profi ruft, der das zügig erledigt.

Vielen Dank!
 
Das Kabel vom Glasfaser-Übergabepunkt im Keller zum Router hoch, ist das auch ein Twisted-Pair?
Und was für eine Glasfaser-Bandbreite hast Du?

Falls es auch Twisted-Pair ist, könnte man das Problem... aus meiner Sicht auch mit zwei smarten Switchen lösen.
Dabei würde man über das eine physische Kabel vom Keller zum Wohnzimmer, zwei virtuelle Netzwerk-Verbindungen abbilden.

Ist halt nur, wenn Du einen Glasfaser-Anschluss mit 500 MBit/sec hast, dann würde 1.000 MBit/s-Switche wohl (noch) reichen;
falls Dein Glasfaser-Anschluss schneller ist, müssten es 2,5 GBit/sec Switche sein.

Bei Glasfaser <= 500 MBit/sec würden z.B. zwei MikroTik RB260GS ausreichen. Preislich so bei 2x 40 €...
Wenn Dir 1000 MBit/sec später dann mal zu langsam wäre, oder wenn Deine Glasfaser doch schneller als 500 MBits ist,
kannst Du den SFP+ Port an den Switchen nutzen um 2,5G, 5G oder 10G Verbindungen auf Glasfaser oder Kupfer schalten.

Passende Twisted-Pair GBICs 2,5G / 5G / 10G fangen so bei ca. 25 € pro Stück an.
 
Hallo!

Ich würde da auch eine Netzwerkdose setzen.
Mit nem Stecker am Verlegekabel an nen Switch geht zwar, ist aber Murks.
Das ist mit ner Dose und nem Patchkabel ein facher.

Gruß
sven
 

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