Vodafone Station als Switch plus AVM Access Points als "eine" SSID

kevko92

New member
Hallo liebes Heimnetz-Forum,

das ist mein erster Post in diesem Forum und ich bin auch eher Neuling im Bereich der Netzwerktechnik, daher hoffe ich auf etwas Nachsehen. :D

In unserer neuen Wohnung möchte bzw. muss ich ein Heimnetz für Home Office und Co. aufspannen, folgende Rahmenbedingungen gibt's:
- Kabelanschluss liegt vor
- Vodafone Red Internet & Phone Cable 250 ist gebucht
- Vodafone Station und 1x Fritzbox 7490 habe ich ebenfalls parat
- In jedem der drei Zimmer der Wohnung ist eine Ethernet-Buchse eingesetzt, deren Kabel zum Telefonschrank führen, in dem / um den herum sich auch die Vodafone Station befinden wird
- Der Telefonschrank ist metallisch umrahmt und mit einer Metalltür versehen, was die WLAN-Signalstärke laut Vormieter empfindlich gestört hat

Meine Idee wäre nun folgende:
- Vodafone Station im (zugegeben engen) Telefonschrank unterbringen und das eigene WLAN abschalten
- Stattdessen an jeder der drei Ethernet-Buchsen pro Zimmer jeweils einen AVM Access Point (als einer der APs könnte auch die Fritzbox 7490 dienen) einbinden, darüber WLAN laufen lassen und alle APs über Ethernet-Kabel mit der Vodafone Station im Telefonkasten verbinden
- Für alle Access Points die gleiche SSID, Verschlüsselungsmethode und den selben Netzwerkschlüssel nutzen, damit alles wie "ein" WLAN behandelt wird
- Profit ???

Meine Frage wäre nun, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit so einem Setup gesammelt hat? Gab es Probleme beim "Übergang" zu einem anderen AP bzw. störende Überlagerungen? Meistens finde ich entweder nur einen Access Point mit gleichzeitig angeschaltetem WLAN bei der Vodafone Station oder eben die Lösung via Repeater bzw. Mesh. Zur Veranschaulichung zwei Bilder (sorry für fehlende Kabelbäume :D). Danke im Voraus!
 

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blurrrr

Well-known member
Hi! :)

Prinzipiell kannst Du sowas durchaus machen. Du könntest die Fritzbox als quasi WLAN-Zentrale nutzen, dort die Repeater hinzufügen (LAN-Bridge), so dass Du quasi an jedem AP/Repeater 100% Signalstärke aus dem Kabel zapfen kannst (anstatt - wie bei Repeatern normalerweise üblich - nur das vorhandene WLAN zu verstärken).

Schau mal hier direkt bei AVM: https://avm.de/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-WLAN-Repeater-450E/903_FRITZ-Repeater-per-LAN-mit-der-FRITZ-Box-verbinden/

Die Repeater sind auch um einiges günstiger als die Fritzboxen. Allerdings musst Du darauf achten, dass die Repeater auch über einen LAN-Port verfügen (es gibt auch welche ohne, diese kannst Du in diesem Konstrukt natürlich nicht nutzen).

P.S.: Ich habe hier 2 Leitungen mit 2 Routern laufen (beide WLAN-fähig, aber bei beiden abgeschaltet) und nutze eine eigenständige WLAN-Lösung.
 

the other

Well-known member
Moinsen und willkommen Im Forum!
Der gute @blurrrr hat ja das Wesentliche zur Technik schon gesagt...
Bevor du losziehst und Geld für Repeater ausgibst:
ich würde zunächst die Vodafone Kiste anschließen, dann mal schauen, ob alles per LAN Kabel funktioniert. Dann die Fritzbox so konfigurieren, dass sie als reiner AP dient. Je nach Wohnungsgröße (alles auf einer Ebene?) könnte das dann schon reichen, denn die 7490 hat eigentlich ein ganz passables WLAN.
Dann die eigenen Geräte ins eigene WLAN, den Arbeitskram zum homeoffice (Firmen Notebook? Firmen Handy?) ins Gastnetz, dann ist auch das sauber getrennt.
Wenn die Sendeleistung der Fritzbox dann nicht ausreichen sollte, kann immer noch zusätzlich Geld ausgegeben werden...
:)
 

tiermutter

Well-known member
Ich hatte früher auch wild zusammengewürfelte AP/Router mit einer SSID betrieben, so wirklich Probleme gab es nicht, war halt manchmal blöd wenn das Gerät unnötig an einem AP hängen geblieben ist, obwohl es hätte einen besseren nutzen können. Mit einem Mesh bei dem die Clients aktiv auf bestimmte AP gesteuert werden ist das schon schicker.
Allerdings bin ich damals wie heute bei einem EFH über 3 Etagen (Grundfläche 80m2) sowie einer ebenso großen Garage nebenan mit lediglich 2 AP hingekommen. Daher ist auch die Frage wie groß und kompliziert das alles bei dir ist und ob 3 AP wirklich nötig sind, die wollen ja auch alle Strom haben :)
 

FSC830

Active member
Haba auch zwei AP mit identischer SSID, weil die FB im Keller schon im EG nicht mehr gut zu erreichen ist.
An der FB dann das WLAN deaktiviert und im EG und OG eine FB 3370 als AP installiert.
Läuft bis heute ohne Probleme.

Gruss
 

Stationary

Active member
Nutze eine FB7590 mit drei Devolo dlan 1200+ wifi Adaptern und alle vier Geräte senden die gleiche SSID: kein Problem. Früher hatte ich auch noch einen AVM1260E im Einsatz - der hat aber oft gestört, weshalb ich den wieder herausgeworfen habe.

Viele größere Firmen haben heute multiple access points mit mit identischer SSID. Bei uns kannst Du über 6 Stockwerke laufen und hast immer die gleich SSID.
 
Zuletzt bearbeitet:

kevko92

New member
Hi zusammen, vielen Dank euch für eure ausführlichen Antworten, das weiß ich sehr zu schätzen! 🤗

Danke auch für eure Einschätzung was die identische SSID angeht - das hat mich nochmal bestärkt, den Weg mit der Fritzbox und Access Points zu gehen! Werde jetzt mal testen was die Fritzbox allein schon leistet und zusätzlich eventuell noch einen Access Point schalten, falls die Performance im Arbeitszimmer nicht so ganz hinhauen sollte. Da das ja auch noch ein wichtiges Thema ist: Unsere Wohnung hat drei Zimmer und ca. 81 m² auf selber Höhe, hierbei sind alle Zimmer über einen zentralen Gang verbunden und die Fritzbox steht bisher recht zentral im Wohnzimmer. Denke also die Anordnung ist ganz praktisch für das Setup!

Vielen Dank euch, werde auch auf jeden Fall nochmal berichten. 😄
 

kevko92

New member
*** Update nach zwei Wochen Nutzung ***

Hi zusammen, vielen Dank nochmal für eure wertvollen Tipps! Das Setup bestehend aus Vodafone Station und AVM Router als Access Point funktioniert einwandfrei, wir haben in allen Räumen schnellen und stabilen Empfang!

Das Einzige was mich noch ein wenig stutzig macht, ist die doch einigermaßen hohe Temperatur der Vodafone Station im Netzwerkkasten (siehe Bild oben). Die Station wird jetzt nicht extrem heiß, allerdings merkt man schon dass sie ordentlich am "Schaffen" ist und bei intensiver Nutzung des WLANs ist es schon fast unangenehm, die Hand eine längere Zeit drauf zu lassen. Ein Thermometer habe ich momentan leider nicht zur Hand. So ein Netzwerkkasten ist halt nicht optimal für die Lagerung, da die Station drum herum nur noch ca. 1 cm Platz hat um die Hitze abführen zu können. Allerdings wäre es allein aus optischen Gründen schon vorteilhaft, den Netzwerkkasten geschlossen lassen zu können.

Daher überlege ich gerade, ob hier Kühlrippen an der Vodafone Station oder ein kleiner USB-betriebener Lüfter ganz sinnvoll wären? Allerdings würde das den Freiraum im Netzwerkkasten noch weiter verringern und durch die Blechtür lässt sich die erwärmte Luft wahrscheinlich auch nicht ideal abführen. Eine Alternative wäre vielleicht noch, die Tür des Netzwerkkastens auszutauschen, aber Metall führt ja schon ganz gut Hitze ab und mit einer Tür mit Aussparungen ist die optische Komponente halt wieder nicht gut gelöst. Hattet ihr das Problem auch schon mal? 😅

Viele liebe Grüße und danke!
 

Barungar

Well-known member
Netzwerk-Geräte werden nun mal warm. Das kennt man so. Mein Core-Switch ist laut seiner eigenen Messung bei 65°C.
 

the other

Well-known member
Moinsen,
es ist leider so, dass diese passiv gekühlten Komponenten darauf angewiesen sind, dass
...ein gut belüfteter Aufstellort vorhanden ist (und genutzt wird) und/oder
...zusätzlich andernfalls eine externe aktive Kühlungsmöglichkeit (Lüfter, Ventilätor) nötig wird.

Wenn du also bereits im Winter bemerkst, dass das Gerät besonders warm ist, dabei unterm Dach wohnst und das Gerät nicht ganz so optimal untergebracht ist, dann solltest du für Abhilfe sorgen.
;)
 

tiermutter

Well-known member
Ich mag es auch nicht wenn meine Netzwerkgeräte (vor allem Firewalls) zu warm werden, aber das ist halt so und ganz normal.
Wichtig ist, dass die Temperatur möglichst konstant ist und nicht durch irgendwelche Maßnahmen immer wieder darstisch reduziert wird, denn das gefällt der Elektronik nicht so gut (ähnlich wie bei gekochten Eiern die man abschreckt... da bekommen die Schalen Risse) :)
 

kevko92

New member
Servus zusammen, danke für eure Einschätzungen! Ich versuche die nächsten Tage mal ein Thermometer aufzutreiben und messe das Teil dann mal unter Volllast. Falls es zu heiß wird muss ich dann wahrscheinlich 1-2 kleine USB-Lüfter an die Station setzen, auch wenn es kaum Freiraum gibt, zu dem die heiße Luft abgeführt werden kann.

Viele Grüße!
 

rednag

Well-known member
Die Temperatur spielt in meinen Überlegungen eine sehr untergeordnete Rolle. Erstens weil der Krempel im Büro steht, zweitens ich nicht noch mehr Stromfresser brauche, drittens keine weiteren Geräuschquellen haben will und viertens weil ich es nur bedingt beeinflussen kann.
 

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