Moinsen,
nein, da irrst du (oder ich verstehe dich falsch):
die GUA wird im ersten Teil aus dem Präfix gebildet. Diese stellt dir dein ISP zur Verfügung. Nun ist es aber so (wie bei den öffentlichen IPv4 vom ISP auch), dass diese meist nicht fest sind, sondern dynamisch.
Für IPv4 nicht soo schlimm (DDNS auf den Router, gut ist), denn im LAN sind ja die eigenen IPv4 (daher auch die NAT Notwendigkeit) aus dem privaten Adressraum, also auch fest (wenn so eingerichtet).
IPv6 GUA (die global gültigen) haben aber nun diesen ersten (meist, fest kostet extra > Business Anschluss) dynamischen Teil.
Es ist also daher doof, den Geräten, die über Netzwerke hinweg kommunizieren sollen, nur diese eine GUA zu geben. Warum? Angenommen dein NAS ist so erreichbar...dann ändert der ISP das dynamische Präfix...und weg ist das NAS.

Also muss da was her was fest ist...daher eben die ULA (wenn zB VLANs) oder oft einfach die LLA (innerhalb eines LANs ohne Subnetze). Natürlich wird ein verändertes Präfix auch mitgeteilt an alle clients...aber eben nicht innerhalb von zB Firewallregeln oder auch lokalen DNS Einträgen...es braucht am Ende was Festes zur Eindeutigkeit im Netzwerk.
Meine Geräte haben daher (zumindest die, deren VLAN v6 bedient) je eine IPv6, GUA, ULA, LLA. Die Geräte hätten sogar noch mehr, da es zusätzlich auch randomized IPv6 Adressen gibt (der hintere host Teil ist dann zufällig). Das habe ich aber aus Gründen deaktiviert.
edit: ja, die ULA habe ich hier auch zT selbst kreiert...vorderen Teil per Zufallsgenerator, dann die Subnetz ID und schließlich (vom client erstellt) der host Teil der v6.
Insgesamt: immer noch schwierig mit v6...zB Thema dhcp Server. Nicht so easy. Dann die unterschiedlichen Umsetzungen, die einen können kein dhcpv6, die anderen kein SLAAC...das Festlegen von Firewallregeln erfordert eben immer ein Umdenken. Einfacher wäre alles definitiv, gäbe es einfach so kostenfrei feste IPv6 GUAs...aber wir sind bekanntlich nicht bei "Wünsch dir was" oder "Das macht ja sogar Sinn!"...
