QNAP - welche Art von Volumen?

herbie53

New member
Ich habe letzer Zeit mein QNAP NAS etwas gefordert...blind einfach mal ein paar Apps zum angucken und ausprobieren installiert und wieder gelöscht. Ich denke da sind ein par Reste im System verblieben. Deshalb überlege ich mein QNAP TS-253B zurückzusetzen. Die Daten darauf habe ich ge"backup"t. Bisher 2x 10 TB als statisches Volumen. Nun lese ich aber von Speicherpools, Thin,- Tick-Volumen. Keine Ahnung was das ist und was das kann. Deshalb wollte ich hier mal eure Ansichten/Meinungen darüber hören.

CU herbie53
 

tiermutter

Well-known member
Da hat es ein Artikel von mir wohl noch nicht hier ins Forum geschafft, hier habe ich das mal beschrieben :) : https://forum.qnapclub.de/blog/entr...e-übersicht-zu-volume-typen-und-speicherpool/

Ich würde jedenfalls keine statischen Volumes mehr verwenden und empfehle Thick Volumes. Selbst verwende ich fast ausschließlich Thin, was unter Umständen ein Spiel mit dem Feuer ist.

Statisches Volume

  1. Ein statisches Volume ist die einfachste Form eines Volumes, es befindet sich direkt auf dem Datenträger, also nicht in einem Pool.
  2. Seine Kapazität erstreckt sich immer über den gesamten Datenträger (bzw. RAID-Verbund).
  3. Es kann nachträglich nur durch Löschung des Volumes und den darin liegenden Daten verändert/ konvertiert werden.
  4. Statische Volumes unterstützen keine Snapshots (da kein Pool vorhanden).
  5. Statische Volumes bieten höchste Performance - so sagt man jedenfalls.
Thick-Volume

  1. Ein Thick-Volume muss in einem Pool erstellt werden.
  2. Dabei besteht die Möglichkeit mehrere [1] Volumes von definierter Kapazität zu erstellen, auch in Kombination mit Thin-Volumes.
  3. Ein Thick-Volume kann nachträglich in seiner Größe verändert werden, ohne dass es zur Löschung von Daten kommt. Es kann auch in ein Thin-Volume konvertiert werden [2].
  4. Da das Volume in einem Pool liegt besteht die Möglichkeit Snapshots davon zu erstellen.
  5. Thick-Volumes sind (angeblich) nicht so sehr performant wie ein statisches Volume.
  6. Einem Thick-Volume ist immer die für das Volume definierte Kapazität aus dem Pool zugewiesen, egal wie viel Kapazität tatsächlich verwendet wird.
Thin-Volume

  1. Ein Thin-Volume muss in einem Pool erstellt werden.
  2. Dabei besteht die Möglichkeit mehrere [1] Volumes von definierter Kapazität zu erstellen, auch in Kombination mit Thick-Volumes.
  3. Ein Thin-Volume kann nachträglich in seiner Größe verändert werden, ohne dass es zur Löschung von Daten kommt. Es kann auch in ein Thick-Volume konvertiert werden [2].
  4. Da das Volume in einem Pool liegt besteht die Möglichkeit Snapshots davon zu erstellen.
  5. Thin-Volumes sind weniger performant als ein Thick-Volume.
  6. Einem Thin-Volume ist nur die Kapazität aus dem Pool zugewiesen, die auch wirklich verwendet wird, also mit Daten belegt ist.
    Genauer gesagt wird etwas mehr Kapazität zugewiesen, damit für neue Daten auch sofort Kapazität zur Verfügung steht, ohne dass diese erst noch zur Verfügung gestellt (zugewiesen) werden muss.
  7. Thin-Volumes sind überprovisionierbar. Das bedeutet, dass die gesamte definierte Kapazität aller Volumes die nutzbare und physische Kapazität des Datenträgers (bzw. RAID-Verbunds) übersteigen kann. Das liegt in ihrer Eigenschaft von 6), hierbei ist allerdings unbedingt darauf zu achten, dass der Pool niemals an sein Limit kommt.
    Entsprechende Warnmeldungen gibt QTS bei der Überprovisionierung aus.
  8. Eine Überprovisionierung sollte nur dann stattfinden, wenn man genau weiß warum man das tut und wie man damit umgeht. Durch Unachtsamkeit besteht die Gefahr von Datenverlust!
 

tiermutter

Well-known member
Weil man mit Thick flexibler ist als mit statischen Volumes und Snapshots nutzen kann. Thin verwende ich weil ich in meinem Fall weitere Vorteile habe (im Sinne der Kapazitätsnutzung). Thin sind problematisch weil sie überprovisionierbar sind, ihnen kann also mehr Kapazität zugewiesen werden als die Datenträger hergeben, das passiert auch schonmal ohne dass man es merkt (zB weil ein Snapshot groß geworden ist). Steuert man dann nicht rechtzeitig dagegen und die Kapazität reicht nicht aus wenn neue Daten geschrieben werden, droht Datenverlust. Thin Volumes muss man also stets im Auge behalten.
 

carsten_h

Active member
Thin Volumes muss man also stets im Auge behalten.
Danke für die ausführliche Erklärung. Als ich mit QNAP angefangen hatte, habe ich einfach einmal Thick gewählt, da ich keine Erklärung gefunden hatte. Die Entscheidung war ja wohl die richtige. Dieses Volume hat sich jetzt schon durch vier QNAP durchgeschleppt (zwei Platten aus dem Raid 5 mit vier Platten sind auch noch die orginalen).
 

tiermutter

Well-known member
Jetzt erzählst Du aber wieder was (hatten wir bestimmt schon)! Drei Migrationen und Du klagst über Probleme? ;)
 

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