Omada Multi-WAN Router

tacoshy

New member
Hallo Zusammen,

ich bin ein FIDP (der erste, der es in NRW geschafft hatte). Sprich, ich verstehe Netzwerke in der Breite, aber in der Tiefe fehlt mir Fachwissen.
Daher hoffe ich, dass ich hier jemanden finde, der mir ein paar Fragen beantworten kann. Verzeiht Fachfehler, die aufgrund fehlender Tiefe mache.

Ich bin gerade am Entscheiden zwischen 2 Multi-WAN-Routern.

1. Omada ER8411
2. Omada ER7412-M2

Der ER8411 hat leider keine 2.5 Gbit/s RJ-45 Ports. Dafür SFP+. Gegebenenfalls wäre es möglich, mit einem RJ46 auf SFP+-Adapter zu arbeiten. Allerdings der einzige 2.5 Gbit/s Port der Fritzbox unterstützt keinen Bridge Mode. Hier könnte ich nur mit Exposed Host arbeiten, mit doppelter NAT dafür eine Pseudo-DMZ. Der Vorteil hier ist für mich, dass ich die Switches direkt über SFP+ anbinden kann.

Der 7412 hat 2.5 Gbit/s aber kein SFP+ sondern nur 1 Gbit/s SFP. Hier dasselbe mit der Fritzbox. Hier könnte ich keine Lastverteilung auf SFP-Basis nutzen, da nur die RJ-45 Ports schnell genug sind, um nicht zu limitieren. Der Vorteil ist, dass der Er7411 nur die Hälfte des ER8411 kostet.

Bridge Mode erlaubt mir nicht die 1.2 Gbit/s Overprovisioning zu nutzen.

Fragen:
1. Macht es Sinn für den günstigeren ER7411 auf SFP+ zu verzichten? (Latenz, Stromverbrauch, Störungsanfälligkeit)
2. Macht es Sinn für das Overprovisioning der Kabelverbindung auf Bridge Mode zu verzichten und im Exposed Host Modus zu arbeiten?
3. Kann ich die Fritzbox mit 2 Bridge-Mode-Ports an einen Multi-Port-Router verbinden und so dann 2x Gbit/s Bandbreite nutzen?
4. Macht es überhaupt Sinn, die 5G-Router in Lastverteilung zu koppeln oder sollten sie komplett als Backup verwendet werden? Gibt es dort Probleme, die ich übersehe?

Kontext:

Ausgangslage/Anforderung:
Ich möchte ein professionelles Netzwerk für private und berufliche Zwecke aufbauen.
Redundanz ist dafür sehr wichtig.
Smarthome ist überhaupt kein Thema.
VPN-Tunnels sind ein nettes Extra.
Geschwindigkeit (Bandbreite) ist wichtig, Latenz dagegen sekundär. Cat-8 wurde als skalierbare und upgradefähige Leitung genutzt. Gerade mit einem SSD-RAID-5-NAS möchte ich den mobilen Clients über WiFi-7 maximale Geschwindigkeit ermöglichen.

Clients:
4x Surface Book 2/3 -> Angunden über Surface Dock (1 Gbit/s RJ45) oder WiFi 6
1x Smartphone auf WiFi-6 der Rest an Smartphones und Tablets ist WiFi-7 fähig
2x Fernseher angebunden über RJ-45
3x Konsole angebunden über RJ-45

Internetanbindung:
1x 1 Gbit/s Kabel (1.2Gbit/s mit Overprovisioning)-> Fritzbox 6690 Pro
2x 300 Mbit/s 5G Unlimited -> ZTE MC888
1x 150 Mbit/s 5G Backup -> UniFi 5G Backup
Alle 3 5G-Router werden über PoE-Injectoren versorgt zwischen Router und Patchfeld

Infrastruktur:
Alle Clients, 5G-Router und APs sind über Cat-8 angebunden.
Zwischen dem Serverrack und den Clients ist kein weiterer Switch verbaut. Alle Leitungen enden an einem Patchfeld mit Cat-8-Keystones.
Als Patchkabel werden ebenfalls Cat-8 Kabel verwendet.
Der Multi-WAN-Router wird mit SFP+ DAC an die Switches gekoppelt

2x Omada EAP772 als AP's -> angebunden an SX3206HPP

Rackhardware:
1x OC 300 Direktanschluss -> angebunden an SX3206HPP (Cat-8)
1x SX3206HPP -> angebunden an SX3016F (SFP+ DAC)
1x SG3218XP-M2 -> angebunden an SX3016F (SFP+ DAC)
1x SX3016F -> angebunden an Multi-WAN Router (SFP+ DAC)
1x Multi-WAN-Router
Alle Router werden an den Multi-WAN-Router angeschlossen
1x geplant NAS mit SSD RAID-5 angeschlossen mit SFP+ DAC an SX3016F
 

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