NAS als Desktop Ersatz und Film Maschine ?

catweazle

New member
Hallo zusammen.

Dieses Unterforum wurde mir netterweise empfohlen.

Ich habe 3 zwischen 7 und 12 Jahre alte Non-Smartfähige Geräte. 2 davon sind mit LAN und WLAN ausgerüstet, der Fernseher nur mit LAN. Weil mir ein NAS immer wieder empfohlen wurde, ich jedoch 90 % der Funktionen nicht benötige, beschränke ich mich auf die verbliebenen 10 %. Zuvor, ich sitze alleine vor dem Fernseher, also keine weiteren Familienmitglieder in anderen Räumen. Also der Vorteil schlechthin, den alle bisher ins Feld geführt haben, sowie ein 24/7 Stundenbetrieb mit integrierten Dauerläufern ist auch nicht geplant.

Doch jemand hat mir vor Monaten versucht zu erklären, wie ich die USB 2.0 Hürde meiner Geräte und die TB Begrenzung umgehen könne. Mit einem NAS. Damit komme ich zu den ersten technischen Fragen.

Lässt sich Beispielsweise der WLAN fähige BluRay Player in das NAS / Routergespann integrieren, sodass ich über dessen Fernbedienung Zugriff auf die NAS SATA Film-Platte habe ? Der Computer soll dabei definitiv ausgeschaltet bleiben. Oder braucht es dafür eine eigene Software bzw. Betriebssystem ? Zu einfach gedacht, oder ? Denn schließlich verfügen alle Multimediageräte, ja über was, über eine Firmware, die es erst ermöglicht, dass Filme über den Fernseher per HDMI wiedergegeben werden. Weitere technische Fragen fallen mir nicht ein, dafür weiß ich darüber zu wenig.

Damit komme ich zum wichtigsten Punkt überhaupt, der für ein NAS sprechen könnte. Stellt euch bitte als Zentrale einen Windows PC vor, der per LAN mit dem Router verbunden ist. An ihm wiederrum ist das NAS Gehäuse angeschlossen. Eine externe 2,5" USB HDD ist mit dem Computer verbunden.

1. Erkennt Windows die NAS SATA HDD als Laufwerk mit Buchstaben ?
2. Lassen sich Daten von der externen USB Festplatte, über Windows und dem Router auf die NAS SATA Festplatte kopieren und umgekehrt ?

Zu Punkt 1 wurde bereits im Vorstellungsthread etwas geschrieben, doch hier im NAS Forum könntet ihr das bitte noch mal auf den Punkt bringen, zumal ich als Laie gar nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht, weil google mir bereits vor Wochen Links präsentiert hat, wo genau diese Punkte verneint wurden.

Gruß, Jürgen
 
Lässt sich Beispielsweise der WLAN fähige BluRay Player in das NAS / Routergespann integrieren, sodass ich über dessen Fernbedienung Zugriff auf die NAS SATA Film-Platte habe ?
Das kommt in erster Linie darauf an, was der BluRay-Player unterstützt.
Denn schließlich verfügen alle Multimediageräte, ja über was, über eine Firmware, die es erst ermöglicht, dass Filme über den Fernseher per HDMI wiedergegeben werden. Weitere technische Fragen fallen mir nicht ein, dafür weiß ich darüber zu wenig.
Es verhält sich halt so, dass diverse Medien in diversen Formaten vorliegen. Ich nenne als Beispiel mal einfach sowas wie MKV. Das "Problem" dabei sind halt, dass MKV ein "Container"-Format ist (wie z.B. eine ZIP-Datei) und niemand so genau weiss, was jetzt eigentlich in so einer MKV-Datei enthalten ist. Die dort verpackten Video- und Audio-Inhalte sind auf bestimmte Art und Weise kodiert (Stichwort "Codec"). Nun kann es halt sein, dass ein Gerät sagt "Ich kann MKV-Dateien abspielen". Jut, das mag ja grundsätzlich zutreffen, aber sind denn auch die Codecs unterstüzt, welche die dort enthaltenen Medien zum korrekten Abspielen benötigen? So kann es halt vorkommen, dass man zwar ein Bild sieht, aber keinen Ton hat. Alternativ halt Ton, aber kein Bild. Im schlimmsten Fall einfach garnichts von beidem. Das erstmal ganz grundsätzlich zu der Thematik.

Wenn es nun bisher so war, dass Du Deine USB-HDD an den Player angeschlossen hast und von dort Deine Dinge abspielen konntest, heisst das ja grundsätzlich erstmal, dass es von den Codecs her passt. Der Einsatz eines NAS wird daran nichts ändern, es ändert sich lediglich der Zugangsweg (USB vs. Netzwerk). Die Frage wäre jetzt allerdings, ob Dein Player den Zugriff über das Netzwerk auf solche Inhalte zulässt.

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: Der Weg, welcher auch für Computer gilt, wäre eben jener, dass der Player sich via über die Protokolle SMB/CIFS oder NFS mit dem NAS verbindet und so auf die Inhalte zugreifen kann. Ein anderer Weg wäre via DLNA. Das sind jetzt erstmal ganz grob 3 Protokolle in den Raum geschmissen. Es wäre nun an Dir zu schauen, was Dein Player davon unterstützt. Alternativ kannst Du auch einfach mal das Modell nennen, dann kann man nachschauen, was der Player unterstützt.

1. Erkennt Windows die NAS SATA HDD als Laufwerk mit Buchstaben ?
Nein, das passiert nicht automatisch und muss händisch von Dir eingerichtet werden. Machst Du es richtig (Verbindung speichern), machst Du es aber auch nur ein einziges mal.

2. Lassen sich Daten von der externen USB Festplatte, über Windows und dem Router auf die NAS SATA Festplatte kopieren und umgekehrt ?
Klar. Falls möglich, wäre es noch eleganter, wenn Du die USB-HDD direkt am NAS anschliessen könntest und über die Weboberfläche des NAS den Kopiervorgang von der USB-HDD auf die NAS-internen Festplatten durchführst. Das wird vermutlich einige Zeit dauern und wenn das NAS selbst diesen Job übernimmt, könntest Du in der Zwischenzeit den Computer auch einfach ausschalten. Da weiss ich allerdings nicht, wie die Leute bei WD so gestrickt sind, ich habe hier nur ein Synology-NAS im Einsatz.

weil google mir bereits vor Wochen Links präsentiert hat, wo genau diese Punkte verneint wurden.
Das finde ich schon sehr befremdlich, denn ein NAS ist in allererster Linie ein - mit dem Netzwerk verbundener - Speicher, auf welchen der Zugriff von div. Geräten über bestimmte Protokolle möglich ist.

Mal ganz blöd gefragt: Hast Du bereits an NAS angeschafft, oder steht das noch aus?
 
Das kommt in erster Linie darauf an, was der BluRay-Player unterstützt.

Ich komme gerade nicht an die Rückseite des LG' s heran, mich hat schon seit Tagen die Hexe im Würgegriff. Dann nehme ich mal den 10 Jahre alten Technisat Technicorder ISIO STC, der auch WLAN beherrscht. Der Metz Taros gibt das TS Container Format aus, die der Löwe Xelos meiner Frau lesen kann, sowie der STC. In dem Container enthalten sind MPEG1 und MPEG2 Dateien, so wie das h.264 Format der öffentlich Rechtlichen. Der STC nimmt in den gleichen Formaten auf.
Die Frage wäre jetzt allerdings, ob Dein Player den Zugriff über das Netzwerk auf solche Inhalte zulässt.
Ja das ist wohl war.

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: Der Weg, welcher auch für Computer gilt, wäre eben jener, dass der Player sich via über die Protokolle SMB/CIFS oder NFS mit dem NAS verbindet und so auf die Inhalte zugreifen kann. Ein anderer Weg wäre via DLNA. Das sind jetzt erstmal ganz grob 3 Protokolle in den Raum geschmissen. Es wäre nun an Dir zu schauen, was Dein Player davon unterstützt. Alternativ kannst Du auch einfach mal das Modell nennen, dann kann man nachschauen, was der Player unterstützt.
Ach apropos und das meine ich durch schmunzelnd. Protokolle, SMB / CIFS / NFS/ DLNA, keinen Schimmer, was das bedeutet. Was meinst du, wie sehr ich mich im Thunderbird mit IMAP und POP3 abgemüht habe, oder SMR vs. CMR, MBR vs. GPT. Oh Mann, da fing google aber an zu qualmen. 😆

Ja wie oben schon geschrieben, ich belasse es umstände halber bei dem STC. Vieleicht hilft das ja schon mal weiter.


Nein, das passiert nicht automatisch und muss händisch von Dir eingerichtet werden. Machst Du es richtig (Verbindung speichern), machst Du es aber auch nur ein einziges mal.
Das müsste machbar sein.

Klar. Falls möglich, wäre es noch eleganter, wenn Du die USB-HDD direkt am NAS anschließen
Klingt sehr gut.

könntest und über die Weboberfläche des NAS den Kopiervorgang von der USB-HDD auf die NAS-internen Festplatten durchführst.
Hier komme ich wieder an meine Grenzen, so wie mit dem Server. Ich habe schon des öfteren von Weboberflächen gehört. Ist das machbar, dass du mir das in einfachen Worten erklärst ? Hat das NAS etwa ein integriertes Betriebssystem, wie ein Computer oder handelt es sich um eine Software mit Apps, so wie sie mein BluRay Player hat. Dort kann ich z.B. auf youtube zugreifen, oder auf Bezahldienste.

Mal ganz blöd gefragt: Hast Du bereits an NAS angeschafft, oder steht das noch aus?
Nein, ich habe noch rein gar nichts, weder ein NAS, noch SATA Festplatten, keinen Adapter, mit dem sie sich mit dem PC verbinden lässt. Zum einen aufgrund der negativen amazon Rezensionen und weil ich grundsätzlich alles auf die lange Bank schiebe. Wenn ich jedoch mit genügend Wissen aus diesem Thread komme, dürfte ich einen ganz großen Schritt Richtung Bankende gekommen sein.
 
Ach apropos und das meine ich durch schmunzelnd. Protokolle, SMB / CIFS / NFS/ DLNA, keinen Schimmer, was das bedeutet. Was meinst du, wie sehr ich mich im Thunderbird mit IMAP und POP3 abgemüht habe
Du musst ja nicht genau wissen, "wie" es konkret funktioniert, Du musst eigentlich nur wissen, "was" es macht (und das auch nicht im Detail). Ich sag jetzt einfach mal "Teigknetmaschine". Könnte "ich" vermutlich auch benutzen, was es macht? Naja... öhm... Teig rein, Maschine an, knetet und irgendwann(?) ist halt fertig? Sag ich jetzt mal einfach so, bin mir aber auch ziemlich sicher, dass es da bei z.B. professionellen Maschinen noch etliche andere Dinge zu sagen gäbe, aber unter'm Strich... Das Ding knetet Teig... Ende... 😅

IMAP und POP3 sind nebst SMTP auch Protokolle (Mail). HTTP bzw. HTTPS (Web) ebenso, usw. Du musst eigentlich auch nur wissen, welches Protokoll für welchen Zweck zum Einsatz kommt. SMB/CIFS und NFS (Datei) werden halt dazu genutzt, um eine Verbindung zu einem Server herzustellen, um dort auf Dateien innerhalb von Freigaben zuzugreifen. Ein einfaches Beispiel wäre hier halt ein Netzlaufwerk, welches sich unter Windows ebenso darbietet, wie eine lokal angeschlossene USB-Festplatte. Also kurz gesagt: je nach Einsatzzweck unterschiedliche Protokolle.

Ich habe schon des öfteren von Weboberflächen gehört. Ist das machbar, dass du mir das in einfachen Worten erklärst ? Hat das NAS etwa ein integriertes Betriebssystem, wie ein Computer oder handelt es sich um eine Software mit Apps, so wie sie mein BluRay Player hat. Dort kann ich z.B. auf youtube zugreifen, oder auf Bezahldienste.
Leider(?) muss ich hier sagen: "Beides!", aber vielleicht kommt Dir das ja auch entgegen. Grundsätzlich ist ein NAS nichts anderes als ein Computer (so wie vieles heutzutage - Smartphones, TV-Geräte, etc.). Auf dem NAS läuft ein eigenes Betriebssystem (meist Linux-basiert). So, nun stellt sich halt die Frage: Wie kommt man an das Ding ran?! Ein Weg wäre sicherlich über irgendwelche Konsolenanwendungen (weisst schon, kleine schwarze Fenster, in welchen nur Text zu sehen ist). Ist das praktikabel für den Otto-Normal-Verbraucher? Nein! Was will der Otto-Normal-Verbraucher? Klicken! Und Apps! Und einfach! Da blieb den Herstellern auch nix anderes übrig, als genau sowas zu machen. Also läuft auf jedem NAS ein Webserver, so dass Du die NAS-Oberfläche ganz einfach mit einem Webbrowser öffnen kannst. Dort meldest Du Dich dann an und kannst div. Einstellungen vornehmen (Freigaben und Benutzer erstellen, Zugriffsrechte verwalten, Apps installieren, usw.).

Wenn Du Dir einen kleinen Eindruck von sowas verschaffen möchtest, kannst Du Dir z.B. mal die Demo-Seite von Synology unter https://demo.synology.com/de-de/dsm anschauen (erstmal alles wegklicken, was einem so unter die Nase gehalten wird). Die Demo ist auch schon relativ vollgepackt mit Zeugs, das muss bei Dir nicht soviel sein. Die Weboberfläche ist i.d.R. wie ein Desktop aufgebaut. Startmenü-Knopf, offene Apps werden in einer Leiste aufgelistet.... wie man es halt schon von seinem Computer kennt. Es gibt sowas wie die Systemsteuerung von Windows, wo man div. Einstellungen vornehmen kann. Es gibt i.d.R. auch immer sowas wie ein Paket-Zentrum, wo man noch div. Apps nachinstallieren kann, usw. Im Grunde kannst Du sagen, dass es ein - über den Browser steuerbarer - Computer ist. Es ist allerdings kein vollwertiger Desktop-Computer-Ersatz.

Zum einen aufgrund der negativen amazon Rezensionen
Dazu ist zu sagen: Wenn ich bei Dir Zutaten für ein Brot kaufe (wobei die Zutaten völlig in Ordnung sind) und ich es dann nicht gebacken kriege mit dem Brot (hab halt alles in eine Form geschüttet, einmal kurz umgerührt und in den Backofen gestellt 😁), sind es NICHT die Zutaten die Schuld sind und Du bist auch nicht schuld, weil Du mir die Zutaten verkauft hast. Darauf ist "immer" zu achten bei den Amazon-Rezensionen. Ich lese ab und zu auch mal quer und oftmals kriegen die Leute es einfach nicht gebacken, was aber nicht bedeutet, dass das Produkt an sich schlecht ist. Man darf auch nicht vergessen, dass die Leute gerne mit einer gewissen Erwartungshaltung an die Dinge heran gehen... In der heutigen Zeit (Smartphones!) muss man einfach auf eine App klicken und es muss sofort alles funktionieren, ansonsten taugt es halt nicht. Bei manchen Dingen geht sowas aber schlichtweg nicht so einfach (s. obiges Beispiel mit dem Brot). Da fehlt vielen dann das Verständnis für und es wird dem Produkt/Hersteller in die Schuhe geschoben. Ich sage jetzt nicht, dass das immer so ist, aber man sollte da schon etwas differenzieren.

Wenn ich jedoch mit genügend Wissen aus diesem Thread komme, dürfte ich einen ganz großen Schritt Richtung Bankende gekommen sein.
Frag soviel wie Du willst :) Schlussendlich stellt sich ja auch primär die Frage, ob Du das was Du willst, auch entsprechend mit den entsprechenden Mitteln umsetzen kannst. Dazu gehört dann eben auch, dass sich Deine Endgeräte (BluRay-Player, etc.) auch vernünftig mit so einem NAS verbinden/nutzen lassen.
 

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