Mein Weg von Fritz-"WLAN" zu UniFi U7 Pro XGS

Barungar

Well-known member
Hallo,

mal wieder Zeit für einen kleinen Erfahrungsbericht zu meinem Heimnetz. Wobei "böse Zungen" behaupten, dass mein Heimnetz kein Heimnetz sei sondern bereits in der unteren Kategorie der "Enterprise Netze" zu verorten wäre.

Wie kommt es zu dieser Umstellung. War ich mit meinem Fritz-"WLAN" unzufrieden? Praktisch nein... gefühlt irgendwie ja. - Was soll das heißen?

Im praktischen Alltag war ich der Leistung meines Fritz-"WLAN" im Alltag zufrieden. Ich hatte eine sehr gut bis gut WLAN-Abdeckung, stabile WLAN-Verbindungen und auch gute Datenraten.
Das WLAN bestand aus einer FritzBox 7682 als MESH-Master sowie vier MESH-Repeatern (der FritzRepeater-Produktreihe 6000, 3000 AX und 1200 AX), die strategisch verteilt waren und alle LAN-Kabel verbunden waren. Man kann also sagen, dass es fünf "Access Points" gab.

Warum habe ich es trotzdem geändert?

Primär... Neugier (das in 95% der Fällen mein Hauptantrieb) aber auch wegen der LAN-Anbindung. Es hat mich schon längere Zeit gestört, dass die Fritz-Geräte bestenfalls mit 2.5GBaseT meistens aber sogar nur mit 1000BaseT an meinem Backbone angebunden waren. Der Backbone meines LANs läuft auf 20 GBit/sec (2x 10G mit LACP), da war jeder "Access Point" die maximale Handbremse in meiner Infrastruktur. Das die FritzBox 7682 selbst auch nur 2.5GBaseT hat ist für mich "okay", da dahinter nur eine 1 GBit/sec G.Fast-Leitung ins Internet kommt.

Die Migration...

erfolgte innerhalb von 60 Minuten. Da bereits zu allen strategischen Positionen LAN-Kabel verlegt waren, musste ich lediglich die Switch-Ports anpassen, PoE++ dazugeben und die Endgeräte austauschen. Bei dieser Aktion habe ich auch die Anzahl der "Access Points" reduziert. Die FritzBox 7682 selbst ist nun nur noch reiner Router, das WLAN ist komplett deaktiviert. Von den verbliebenen vier "Access Point"-Standorten habe ich einen eingespart, da ich von einer besserer Sendeleistung der UniFi-Geräte ausgegangen bin. -- Was sich im späteren Verlauf auch absolut bestätigt hat.

Ich habe also nun drei UniFi U7 Pro XGS als Access Points in Betrieb, die mein WLAN ausstrahlen.
1791957404669.png

Man sieht sehr schön, dass durch die Beschränkung auf drei Access Points ein vollständig überlappungsfreier Betrieb auf allen Kanälen möglich ist. Jeder der Access Points hat in jedem Band (2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz) einen eigenen Kanal, der nicht in die Kanäle seiner Nachbarn einstrahlt. Die Anbindung an meinen Backbone ist nun auch standesgemäß mit 10 GBit/sec an jedem der Access Points realisiert. Und innerhalb weniger Minuten haben sich meine WLAN-Clients recht gleichmäßig auf die drei Access Points verteilt... Der Access Point "LSKOEU7A" hängt zentral, somit ist klar, dass er mit 46 WLAN-Clients die meisten aktiven Verbindungen hält. Die anderen beiden Access Points folgen mit 37 und 40 aktiven Clients.

Meine Smartphones und meine Smartwatch haben sich sofort auf das "neue" 6 GHz WLAN gestürzt. Meine vormalige Fritz-"WLAN" Infrastruktur beherrschte ausschließlich 2,4 GHz und 5 GHz.

Auf einer VM hatte ich mir dann natürlich noch den UniFi OS Server als zentrale Steuerungs- und Überwachungsinstanz installiert. Die automatische Einschätzung der UniFi - Konsole ist für das ganze WLAN und auch die einzelnen Access Points (siehe Screenshot) mit Excellent bewertet. Die Überwachungs- und Konfigurationsmöglichkeiten auf dem UniFi OS Server sind für einen neugierigen Menschen für mich eine tolle "Spielwiese". :cool:

Bisher kann ich sagen, dass sich der Umstieg voll und ganz für mich gelohnt hat. Stabilitätsprobleme und Abdeckungsherausforderungen hatte ich bisher schon nicht. Mein WLAN strahlt nun eher noch etwas weiter als zuvor, und auch auf der Straße kann ich bequem mit dem WLAN verbunden leiben. Da ich ESSID und PSK erst einmal 1:1 übernommen hatte, musste ich auch an den Clients nicht umkonfigurieren. Alle Clients sind brav auf die neuen Access Points umgestiegen. Das ganz sogar im laufenden Betrieb "ohne" Ausfall, da ich den Tausch Fritz gegen UniFi nacheinander gemacht habe.

Rückblickend muss ich sagen... hätte ich den Umstieg doch früher gemacht...
 
Mal abgesehen vom Preis (für Zuhause ja schon nicht ohne)... so sind nun zumindestens die APs auch an die vorhandene Infrastruktur angepasst. Hätte mir auch passieren können, ich mag es gerne "rund" 😅 Zum Glück bin ich privat aber noch mehr als ausreichend mit 1G versorgt 😁

Die Überwachungs- und Konfigurationsmöglichkeiten auf dem UniFi OS Server sind für einen neugierigen Menschen für mich eine tolle "Spielwiese". :cool:
Hast Du nun das "komplette" Ding genommen, oder nur die abgespeckte Version bzgl. WLAN? Da gibt es doch 2 Versionen, wobei die dickere auch noch die Firewalls, Switche, etc. integriert.

Rückblickend muss ich sagen... hätte ich den Umstieg doch früher gemacht...
Naja, wäre aber vermutlich deutlich teurer geworden (sofern wir da jetzt nicht von einem halben Jahr oder so reden) 😁 Oder meinst Du jetzt in Bezug auf den Wechsel zur Unifi-Sparte?
 
Mal abgesehen vom Preis (für Zuhause ja schon nicht ohne)... so sind nun zumindestens die APs auch an die vorhandene Infrastruktur angepasst. Hätte mir auch passieren können, ich mag es gerne "rund" 😅 Zum Glück bin ich privat aber noch mehr als ausreichend mit 1G versorgt 😁
Also ich sag mal zwischen dem FritzRepeater 6000 und einem UniFi U7 Pro XG(S) liegt jetzt nicht so viel; das S-Modell wird man auch nicht unbedingt brauchen. Da war ich einfach wieder "neugierig". Das S in der Modell-Bezeichnung sagt halt nur, das auch ein WLAN-Scan-Modul im Access Point verbaut ist.


Hast Du nun das "komplette" Ding genommen, oder nur die abgespeckte Version bzgl. WLAN? Da gibt es doch 2 Versionen, wobei die dickere auch noch die Firewalls, Switche, etc. integriert.
Mache ich halbe Sachen?! ;-) Ich denke, dass das der "dicke" ist. Zumindest kann ich da auch Parameter überwachen bzw. steuern, die nix mit Access Points zu tun haben.


Rückblickend muss ich sagen... hätte ich den Umstieg doch früher gemacht...
Naja, wäre aber vermutlich deutlich teurer geworden (sofern wir da jetzt nicht von einem halben Jahr oder so reden) 😁 Oder meinst Du jetzt in Bezug auf den Wechsel zur Unifi-Sparte?
Ich meine das erst mal auf den Wechsel von Fritz-"WLAN" zu UniFi-WLAN. Ich finde meine "neue Spielwiese" gerade mega-geil. ;-) Und nun habe ich diverse für mich nutzlose FritzRepeater rumstehen. ;-) Naja, werde ich mich wohl mal mit "Kleinanzeigen" befassen müssen. Ich denke so 150 € VB wird man für einen sehr gut erhaltenen 3000 AX noch aufrufen können.
 
Also ich sag mal zwischen dem FritzRepeater 6000 und einem UniFi U7 Pro XG(S) liegt jetzt nicht so vie
War ich doch grade erstmal erschrocken, als ich gesehen hab, dass die 6000er auch knapp 230€ kosten 😄 Aber bis 350€ ist auch noch ein Stückchen 😅 Aber mal andersrum... einmal vernünftig investiert und Ruhe ist... ist mir auch 1000x lieber, als ständig da rumzueiern.

Mache ich halbe Sachen?! ;-)
😁 Das ist dann das vollwertige Ding. Wenn ich sowas mal einrichten muss, nehm ich i.d.R. nur kurz via Docker die abgespeckte Version, das andere Ding ist mir zu aufgebläht und eigentlich auch völlig sinnlos, wenn man keine anderweitigen Unifi-Produkte einsetzt. Hast Du aber vermutlich direkt auf einer VM laufen, oder? Bei der Docker-Variante rennt man erstmal in das Problem, dass die Inform-URL erstmal falsch ist (interne Docker-IP ist halt von den APs nicht erreichbar). Ganz nett finde ich bei den APs aber, dass man zumindestens via SSH dran kommt (um eben z.B. auch die Inform-URL zu setzen, was alternativ aber auch via DHCP geht (sofern man die Optionen setzen kann, was bei Dir ja kein Thema sein sollte - bei Fritz!Box-only-Netzwerk hingegen schon)).

Ich finde meine "neue Spielwiese" gerade mega-geil. ;-)
Naja... ist halt auch schon ein massiver Wechsel 😁 Auch wenn ich es nicht so mit den bunten Bildchen habe, aber ist schon eine völlig andere Welt als das Fritz!-Zeugs. Allerdings muss man dazu auch sagen, dass Du wohl mit den meisten Dingen dort etwas anfangen kannst, so ein Otto-Normal-Verbraucher könnte davon schon leicht überfordert sein, da der Sprung ja schon "nicht ohne" ist. Klar kann man auch alles einfach auf Default stehen lassen, sich kurz was zurecht klicken und jut ist, aber die eigentliche Stärke liegt dann ja nun doch eher in der Konfigurierbarkeit.

Und nun habe ich diverse für mich nutzlose FritzRepeater rumstehen. ;-)
Tja, das ist halt so bei so einem Wechsel - ich hab auch noch einiges an Zeugs rumfliegen... 😅 Davon ab, ist es ja auch nicht verkehrt, wenn man noch ein bisschen Spielzeug für "bei Bedarf" rumfliegen hat. Allerdings lohnt sich das bei den Fritz!Repeatern dann doch eher weniger 😄
 

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