Korrekter Anschluss LAN Dosen (TAE im Keller)

FreeFrankonia

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Hi zusammen,

ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, da ich leider nicht genau weiß, was benötigt wird.

Im Haus meiner Schwester wurde die Elektrik komplett neu gemacht. In jedem Zimmer im Haus befindet sich nun eine LAN Dose. Der einzige TAE Anschluss ist allerdings im Keller.

Aktuell haben wir es so gelöst, dass das LAN Kabel vom Router in den LAN Anschluss ins Wohnzimmer geht, damit dort der Router angeschlossen werden kann, für WLAN. Nur leider sind eben die anderen Zimmer ohne Internetanschluss (LAN) ...

Was muss ich denn da besorgen, damit ich das unten im Keller alles anschließen kann? Switch? Splitter? Ich hab leider wirklich keine Ahnung und Google konnte nicht helfen.

Hab zur Veranschaulichung mal Bilder angehangen.

Danke euch und guten Rutsch ins neue Jahr.

Gruß
 

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"Irgendwas" muss das "Netz" ja "zusammenführen". Das ist die Aufgabe eines Switches. Das was Du da bisher hast, ist nach wie vor nur eine Ansammlung von "einzelnen" Strippen, welche auf der einen Seite (je Raum) in einer Dose landen, auf der anderen Seite aber zentral zusammenlaufen (aber noch immer getrennt von allen anderen sind!). Der Switch sorgt dann dafür, dass man auch von Kabel 1 rüber zu Kabel 2 (oder sonstwo) kommt. Der Switch ist somit der Dreh- und Angelpunkt Deines Netzwerkes :)
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Rangierfeld
Rangierfelder dienen vor allem als 1-zu-1-Verbindungen
(das ist, was ich grade oben meinte mit den "einzelnen" Strippen)

https://de.wikipedia.org/wiki/Switch_(Netzwerktechnik)
ein Kopplungselement in Rechnernetzen, das Netzwerksegmente miteinander verbindet
Als Beispiel für die Netzwerksegmente, kannst Du jetzt einfach mal die einzelnen Strippen nehmen. Der Switch verbindet also diese einzelnen Dingen miteinander.

Alternativ (um es nochmal ganz hart herunterzubrechen) sagen wir einfach, Du hast 4 Strassen, welche kreuzförmig aufeinander zulaufen, aber keine Kreuzung haben, somit kannst Du auch nicht von einer Strasse auf die andere wechseln. Die Strassen sind die Kabel, die Kreuzung ist der Switch 🙃
 
Ok, danke euch für die ausführlichen Antworten.

Also einfach den Switch an die TAE Dose. Und dann alle Kabel, je Zimmer, dort anschließen.

Abschließende Frage: Würde es weiterhin funktionieren die Fritzbox an den LAN Anschluss im Wohnzimmer anzuschließen (geht dann ja auch in den Switch), oder muss die mit in den Schaltschrank?

Das W-LAN aus dem Keller wär halt nicht so optimal
 
Moinsen,
also: an die TAE Dose kommt dein Router (Fritzbox o.a.), daran dann der switch. Vom switch geht es dann an das Patchfeld, das auf Bild 3 ja scheinbar schon eingerichtet und belegt ist. Hier geht es dann über die orangenen Verlege-LAN-Kabel weiter in die Zimmer.

Edit...nicht schön, aber künstlerisch sicher wertvoll
image_2022-12-31_14-41.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für euere Erklärungen. Ich glaube, eigentlich ist es ja dann scheinbar ganz easy.

Dann muss sie sich für oben nochmal einen weiteren Router o. ä. zulegen, damit dieser oben ein (neues) W-LAN Signal aufbaut.

Nun gut, dann werde ich mal das benötigte Zeug bestellen.

Euch allen einen guten Rutsch.
 
Also einfach den Switch an die TAE Dose
Nein! 😁 Eher so: Patchfeld <-> kurze Patchkabel/Netzwerkkabel <-> Switch

Ich muss auch mal fragen: Hast Du derzeit "Internet" über den Router? Bei mir ist der Aufbau wie folgt:

TAE-Dose <-> 1 Kabel <-> Patchfeld <-> 1 Kabel <-> (WAN)Router(LAN) <-> 1 Kabel <-> Switch <-> mehrere Kabel <-> Patchfeld

Bei den meisten anderen wird der Aufbau aber etwas anders sein, das könntest Du so ggf. auch machen: Da alles bei Dir in diesem Schrank ist... Router direkt an die TAE-Dose anschliessen (WAN) und mit einem LAN-Port dann direkt auf den Switch verbinden. Vom Switch dann einfach ein paar LAN-Kabel mit den Patchpanel-Ports verbinden (die Hausverkabelung samt Patchpanel ist ja quasi nur sowas wie eine starre Kabelverlängerung).

So... hab da grade mal kurz was skizziert... Im Grunde genommen sieht es wie folgt aus:

1672492590166.png

D1-4 stehen jetzt beispielhaft für die Netzwerk-Dosen (da zwischen Switch und Patchpanel 5 Kabel eingezeichnet sind (je 1/Dose), müssten es auch 5 Dosen sein, aber ... pscht, so genau wollen wir es jetzt mal nicht nehmen 😁). Die Zeichnung soll einfach nur aufzeigen, wie das ganze Kabel-technisch aussehen sollte. Die Clients an den Dosen werden mit einem normalen Netzwerkkabel mit der Dose verbunden. Jede Dose hat ein eigenes Kabel, welches schlussendlich auf dem Patchfeld aufläuft (die Kabel sind i.d.R. orange, auch bei Dir. Also steht jedes Kabel für 1 Dose bzw. 1 Port an einer Dose (2 Ports = 2 Kabel)).

Den Umstand, welchen Du derzeit hast - die Kabel liegen, die Dosen sind angebracht, alles schön und gut, aber das "miteinander" funktioniert nicht. Also muss jedes Kabel bzw. jeder (verkabelte) Port am Patchfeld mit einem normalen Netzwerkkabel an einem zentralen Verteiler (Switch) angeschlossen werden (deswegen auch die Kabel Strippen zwischen Patchfeld und Switch!).

Im Prinzip könnte man das auch erstmal "einfach" halten und sagen: Wenn mehrere Netzteilnehmer miteinander reden wollen, müssen sie miteinander verbunden werden. Das geschieht über den Switch. 3 PCs -> alle via Netzwerkkabel an einen Switch anschliessen. Zack, schon können die 3 miteinander sprechen. Im Prinzip hast Du da nichts anderes! Nur diese "Netzwerkkabel" von den o.g. 3 PCs... naja, die werden halt einfach "verlängert", wenn man so will... Schlussendlich sieht das "verlängerte Kabel" dann so aus:

(Client) <->
Netzwerkkabel <-> Netzwerkdose <-> Verlegekabel <-> Patchfeld <-> Netzwerkkabel <-> Switch

So werden dann eigentlich alle Clients bei Dir eingebunden (von WLAN-Repeatern und sowas sehen wir jetzt erstmal ab). Heisst also, dass schlussendlich alle Clients irgendwann auf dem Switch landen. Theoretisch können jetzt alle Clients miteinander kommunizieren. Das ist zwar schön, hilft aber nicht in Sachen Internet. Da kommt jetzt der sogenannte "Uplink" ins Spiel (aka "Wo geht es denn hier bitte raus?"). Das Prinzip mit den Clients, Dosen, Kabeln und Switch sollte ja soweit klar sein. Fehlt noch der "Ausgang" und das ist i.d.R. der Router. Der Ausgang für die Clients führt (wer hätte es gedacht) über den Switch und dann über den Router. Also muss der Router mit einem seiner LAN-Ports auch noch mit dem Switch verbunden werden (s. Zeichnung oben). Somit können die Clients auch den Router (und somit Netzausgang) erreichen. Das letzte was dann noch fehlt, ist die Internetverbindung des Routers (ohne die kommen die Clients eben auch nicht weit). Wenn das erledigt ist, sollten alle internen Netzteilnehmer das Internet über den Router erreichen können.


Abschließende Frage: Würde es weiterhin funktionieren die Fritzbox an den LAN Anschluss im Wohnzimmer anzuschließen (geht dann ja auch in den Switch), oder muss die mit in den Schaltschrank?

Das W-LAN aus dem Keller wär halt nicht so optimal
Naja... ich sag mal so: Kommt darauf an. Bei mir ist es so, dass der TAE-Teil mit auf dem Patchfeld liegt (vom Router geht also einmal ein Kabel zum Patchfeld (was eigentlich das gleiche in grün wie die TAE-Dose ist, Internet) und einmal ein Kabel vom Router zum Switch (LAN)). Mein Router steht aber unten im Keller im TK-Schrank.

Bei Dir dürfte das Szenario wie folgt aussehen... Kabeltechnisch dürfte es auch ein RJ45 auf der Fritzbox-Seite sein (sowas hier z.B. https://www.amazon.de/Original-AVM-basierten-Anschluss-Speedport/dp/B06XK8HKG9/). Bedeutet, dass Du hingehen kannst und von der TAE-Dose auf das Patchpanel gehst und Deine Fritzbox WAN-seitig theoretisch am anderen Ende der Leitung anschliessen kannst, so wie Du es vermutlich derzeit getan hast. Problem dabei ist allerdings, dass Du am Platz der Fritzbox jetzt aber noch eine "zweite" Leitung vom Patchfeld benötigst, da der Router 2 Strippen hat. Einmal in Richtung WAN (Internet) und "zwingend" nochmal in Richtung LAN (lokales Netzwerk -> Switch). Bei mir ist das nicht so dramatisch, ist ja alles in einem Kasten. Du würdest dann im Wohnzimmer mindestens eine Doppeldose (oder 2 Einzeldosen) benötigen. Mit der einen wird das DSL-Signal "hochgeführt", darüber läuft dann die Internetverbindung. Mit der anderen wird das "LAN" wieder heruntergeführt (auf den Switch, damit die Dienste der Fritzbox auch für andere Netzteilnehmer zur Verfügung stehen).

Hast Du jetzt im Wohnzimmer nur eine Dose mit einem Port... pack die Fritzbox lieber runter... Finde eh, dass es recht wenig Dosen sind, aber sei's drum. Bzgl. WLAN könntest Du dann aber im Haus - je nach gusto - mit WLAN-Repeatern arbeiten (z.B. Fritz!Repeater 1200AX). Die sind so teuer jetzt auch nicht und Du müsstest auch nicht via WLAN Dein WLAN erweitern (also der klassische WLAN-Repeater), sondern könntest die Repeater auch direkt an einer Netzwerkdose im gewünschten Raum betreiben, so dass Du in diesem Raum a) sehr guten Empfang hast und b) der Repeater kein - mitunter eh schon bröckeliges - WLAN-Signal verstärken muss, sondern 100% Signalstärke direkt aus dem Kabel beziehen kann ("LAN-Bridge").

So, hoffe, dass das etwas Licht ins Dunkel gebracht hat und nicht für noch mehr Verwirrung gesorgt hat 😅
 
Kleiner Nachtrag noch: Wenn die Fritzbox im Keller ist, kannst Du die WLAN-Verwaltung durchaus darüber erledigen! Du kannst im Haus wie gewünscht Repeater verteilen (im besten Fall via LAN anschliessen und dann im LAN-Bridge nutzen). Die Repeater werden dann ins "Mesh" eingebunden (über den Router), so dass die Repeater auch sämtlich Einstellungen vom Router übernehmen (z.B. wenn Du dort das WLAN-Passwort änderst, o.ä.). Somit kannst Du Dein WLAN zentral über den Router managen, während die Repeater sich immer brav an das halten, was Du am Router vorgegeben hast :)
 
Danke für die Info.

Das Problem ist nur, dass ein guter Repeater von Fritz! um die 80 € kostet. Ich glaub das wird ihr (erst mal) zuviel sein. Zur Not nehm ich einfach einen billigen Router für den Keller und die Fritzbox für das Wohnzimmer, oder umgekehrt, je nachdem was besser wäre.
 
Moinsen,
wichtig ist eben, dass der switch genug Ports hat...also MINDESTENS so viele wie Verlegekabel rausgehen aus dem Patchfeld.

Ohne dich direkt abschrecken zu wollen: ggf. schonmal Geld an die Seite legen für einen neuen Router im Keller, der dann VLAN kann. Ist zum weiteren Ausbauen (Umbauen) des Netzwerkes oft dann doch ganz praktisch, kann die Fritzbox aber nicht. Also: nicht für sofort, aber mal im Hinterkopf behalten.

Statt Repeater auch mal nach reinen AP (AccessPoints für WLAN) schauen, die decken dann oft mindestens ein Stockwerk ab (je nach baulicher Umgebung). Auch bedenken: wenn pro Zimmer nur eine Dose vorhanden, dann kann es sein, dass in manchen Zimmern ein weitere Switch stehen muss (zB wenn dort kabelgebunden mehr als ein Gerät bedient werden muss...).
 
Nein! 😁 Eher so: Patchfeld <-> kurze Patchkabel/Netzwerkkabel <-> Switch

Ich muss auch mal fragen: Hast Du derzeit "Internet" über den Router? Bei mir ist der Aufbau wie folgt:

TAE-Dose <-> 1 Kabel <-> Patchfeld <-> 1 Kabel <-> (WAN)Router(LAN) <-> 1 Kabel <-> Switch <-> mehrere Kabel <-> Patchfeld

Bei den meisten anderen wird der Aufbau aber etwas anders sein, das könntest Du so ggf. auch machen: Da alles bei Dir in diesem Schrank ist... Router direkt an die TAE-Dose anschliessen (WAN) und mit einem LAN-Port dann direkt auf den Switch verbinden. Vom Switch dann einfach ein paar LAN-Kabel mit den Patchpanel-Ports verbinden (die Hausverkabelung samt Patchpanel ist ja quasi nur sowas wie eine starre Kabelverlängerung).

So... hab da grade mal kurz was skizziert... Im Grunde genommen sieht es wie folgt aus:

Anhang anzeigen 2519

Genau so werde ich es machen. Wusste nicht, dass es so einfach ist, wenn man was weiß man braucht.

Ich muss wirklich sagen: Richtig geiler Support hier, meinen allerhöchsten Respekt dass ihr so viel Freizeit opfert um anderen zu helfen, sogar mit Skizzen etc ... (auch @the other , kann man ja kaum glauben, dass es sowas heute noch gibt.

Ich verneige mich, wirklich.

Sollte ich noch Hilfe brauchen, melde ich mich sehr gerne wieder. Aber ich denke, das bekomme ich hin, da der Switch Plug&Play ist (schon bestellt) und man scheinbar nichts groß einstellen muss ;)


@the other

Jap, danke. Hab einen mit 16 Ports bestellt, das sollte reichen.
 
Moinsen,
Ich muss wirklich sagen: Richtig geiler Support hier, meinen allerhöchsten Respekt dass ihr so viel Freizeit opfert um anderen zu helfen, sogar mit Skizzen etc ... (auch @theother), kann man ja kaum glauben, dass es sowas heute noch gibt.
Danke für die Blumen, das ist doch aber der Sinn des Forums: von absolutem Anfänger bis zum "bin schon länger dabei" Menschen bei allen Heimnetz Fragen support zu geben. Ich habe mein gesamtes "Wissen" nahezu aus solchen Foren. ;)

Ich verneige mich, wirklich.
Das ist nun wirklich nicht nötig...
Beim nächsten Mal kannst du dann ja jemandem erklären, wie du das umgesetzt hast... :p

Sollte ich noch Hilfe brauchen, melde ich mich sehr gerne wieder.
Unbedingt, irgendwas ist immer...
:)
 
Ich werde mich auch mal melden, wenn ich es nächste Woche fertig installiert habe, einfach als Feedback.

Doch, möchte mich aber verneigen, es ist wirklich krass die Hilfe ;) ... auch wenn es der Sinn von Foren sind, trotzdem in DIESER Ausführlichkeit, nicht selbstverständlich.

Dann bleibt mir nur noch euch einen guten Rutsch zu wünschen, feiert schön, und ich melde mich dann einfach nächste Woche nach der Installation nochmal.

Grüße
 

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