Komplette Justiz in NRW unerreichbar?

Boxenluder

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Hallo zusammen. Ich weiss nicht ob es ein lokales Problem meinerseits ist, oder etwas generelles?

Ich kann eigentlich kein einziges Gericht in NRW bzw. dessen URL aufrufen. Ping versagt. Es scheint schon die DNS-Auflösung zu streiken.

Wer möchte kann ja selbst sich ein Gericht heraussuchen https://www.abuseipdb.com/whois/93.184.128.152

Auf einschlägigen Störungsseiten finde ich keine Mitteilung dazu.

Danke für Feedback aus anderen Gebieten. Ich habe diverse VPN-Server versucht auf dem Handy mit demselben Effekt.

Nachtrag+Edit: Falls diese Rubrik ungeeignet, bitte verschieben.
 
So ziemlich alle Webseiten im DNS-Baum nrw.de sind nicht sauber erreichbar. Es betrifft also alle "Internet-Angebote" des Landes NRW.

Es scheint schon die DNS-Auflösung zu streiken
Die DNS-Auflösung funktioniert, aber das IP-Subnetz (93.184.132.0/23) klemmt. Vielleicht ein DDoS.
Von meinem Standort komme ich bis zum DFN, ab da geht das Routing nicht mehr weiter in das Subnetz (von NRW).

Edit: Es betrifft auch viele Behörden und andere Landesorganisationen z.B. aus der Top Level Domain .nrw - wenn sie im bekannten IP-Subnetz (93.184.132.0/23) liegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht nehmen sie schon Anlauf für Carneval :D Aber danke für den Hinweis. Ich bin nur erstaunt, dass dies nirgendwo unter alle Störungen o.ä. aufscheint? Wenn sich hier die entsprechenden Hosts beim Ping als unknown darstellen, gehe ich von einem DNS-Problem aus. Btw. bin ich wegen boris.nrw.de und einem Amtsgericht/Grundbuchamt darauf gestossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Alle Störungen" und wie diese Dienste heißen basieren einzig auf Userrückmeldung. Wenn sich also niemand bei den Diensten beschwert gibt es auch keine "Auffälligkeiten" bei denen. Ich will damit sagen, dass so Webseiten wie "Alle Störungen" nett aber nicht zuverlässig sind.
 
Danke für den Hinweis. Daß bei dem Umfang an Ausfällen bzw. Betroffenen erst nach rd. 7 Std. eine entsprechende Meldung sich verbreitet? Scheint wohl ein neuralgischer Punkt in der Infrastuktur getroffen worden zu sein, worüber Mann/Frau bedingt durch jüngere, vergleichbare Ereignisse ungern spricht?
 
Ich finde es eher traurig, dass das Netz / die Webseiten einer ganzen Riege von Landesbehörde scheinbar gekillt werden kann, wenn ein Glasfaser-Strang erledigt wird.
 
Naja "Bagger" können auch andere "Werkzeuge" andoggen als eine Schaufel. Für technisch wenig versierte sieh das schon wie ein Bagger aus ;)

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Bildquelle

OT: In den 80zigern war ich dort mal zu Karneval am Sonntag. Da gab es lustige Gestalten, die die üblicheweise gehobene Kö-Klientel karakierten.
/OT
Die Auswirkungen lt. Borncity waren dann doch etwas umfangreicher, als daß da "nur" die Internetpräsenz betroffen war. Dank VOIP und Cloud-Telefonanlagen läuft das ja über dieselbe Faser, was bei Gerichten bzgl. Fax-Gateway und zertifizierten E-Mail-Kontakt mit Anwälten+Co nicht ganz unkritisch ist. Auch das verschlüsselte Intranet zwischen Behörden und Polizei ist sicherlich auch keine Kleinigkeit, wenn das über 8-9h ausfällt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit so etwas muss man immer rechnen. Wird heutzutage all zu gerne vergessen und dann kommt die große böse Überraschung. Darum finde ich, dass der Einsatz von Cloudlösungen gezielt und nicht euphorisch in blindem Aktionismus umzusetzen ist, sprich mit Cloud wird nicht zwingend alles besser.
Natürlich hätte es auch eine Stromleitung sein können. Aber auch dafür sollte man bei kritischer Infrastruktur einen Plan / Notfallplan haben. Aber das Notstromdieselaggregat hilft bei einem Internetausfall rein gar nichts. ;)
 
Bei so einer Störung helfen aber geo-redundante Anbindungen, sowas ist bei uns in der Firma Standard. Sprich es gibt zwei Glasfaser-Anbindungen, die an verschiedenen, disjunkten Punkten auf das Firmengelände treffen. Über verschiedene Wege (Himmelsrichtungen) zu verschiedenen Vermittlungsstellen laufen und auch im Gebäude nie durch den gleichen Brandabschnitt gehen. Gut, da muss man dann ggf. schonmal 20 km Tiefbau bezahlen; aber Ausfallsicherheit ist halt nicht geschenkt.

Selbst unsere Notstromdieselaggregate sind redundant, wir haben 3+2 Redundanz. Also fünf Schiffsdiesel (jeder ist größer als ein PKW) die ebenfalls über das Gelände verteilt sind. Für einen 100% Betrieb werden drei benötigt, aber selbst mit nur zwei oder gar einem Diesel können noch Basisfunktionalitäten aufrecht erhalten werden.

Und wir betreiben so einen Auswand in der Privatwirtschaft, weil wir als Kritis-relevantes Unternehmen eingestuft sind. Das Land NRW darf sich dann aber von EINEM LWL-Strang abhängig machen?! Verkehrte Welt!
 
Naja. Geo-Redundanz lässt sich in einer historisch gewachsenen Großstadt nicht immer so einfach herstellen. Laut dieser Quelle waren 17 Glasfaser-Kabel idS wohl ein "Hauptbündel" ge-/betroffen. Da dazu wohl bis dato alte Telefon-Kabelwege genutzt werden -vgl. "letzter Eintrag"- die u.U. auf einen grösseren Knoten zulaufen, ist es wohl einfach Pech.
Immerhin war das Problem wohl gegen 19:00Uhr weitgehendst behoben. Ob durch vollständige Reparatur oder Umrouting sei dahingestellt.
 
Sprich es gibt zwei Glasfaser-Anbindungen, die an verschiedenen, disjunkten Punkten auf das Firmengelände treffen. Über verschiedene Wege (Himmelsrichtungen) zu verschiedenen Vermittlungsstellen laufen und auch im Gebäude nie durch den gleichen Brandabschnitt gehen. Gut, da muss man dann ggf. schonmal 20 km Tiefbau bezahlen; aber Ausfallsicherheit ist halt nicht geschenkt.
Jop, so kenne ich es auch, grade der Punkt mit den unterschiedlichen Richtung ist extrem wichtig, damit es nicht eine Trasse bzw. ein Kabel trifft und alles weg ist 😅

Geo-Redundanz lässt sich in einer historisch gewachsenen Großstadt nicht immer so einfach herstellen
Weiss nicht... geht so... Es werden ständig irgendwo die Strassen aufgerissen, oder es sind sowieso schon Trassen in Städten vorhanden (ausser vllt in irgendeinem Dorf, wo die Kabel einfach einfach unter die Erde gelegt werden samt Hinweisband darüber). Da bin ich doch eher hier mit von der Partie:
Und wir betreiben so einen Auswand in der Privatwirtschaft, weil wir als Kritis-relevantes Unternehmen eingestuft sind. Das Land NRW darf sich dann aber von EINEM LWL-Strang abhängig machen?!
... aber vermutlich sind die ganzen Steuergelder für Microsoft-Lizenzen draufgegangen, da war dann einfach nix mehr über *husthust* 😂

EDIT: Alternativ hat der Schwenk einfach nicht funktioniert und man musste erstmal wen rankarren, der wo wusste und so ☺️
 
Moinsen,
jetzt seid doch mal nicht so streng und negativ: immerhin haben wir 2023 und die Daten kommen nicht per Überland-Telelgrafenmast oder Laufburschen...ist doch toll. 🤪 Stattdessen kommen die Daten halt gerne auch mal halt gar nicht, Pech für den Flughafen, gut für das Klima und wer braucht schon eine Leitung zu den (überschaubaren) digitalen Behördenangeboten? Außerdem funktionieren die althergebrachten Übertragungswege (Post, ihr erinnert euch? Gelb, Klingelt manchmal doppelt, öfter aber auch mal gar nicht?) ja auch nicht besser...
 
"Deutschland das ein Faserstrang-Land"
Naja. Ich schnappte die Meldung auf, daß die Telekom versucht hat -was dann doch auf Georedundanz hinweist- den Datenstrom umzurouten. Dort kam es dann wohl zu Überlastungen. Einerseits wird der Telekom vorgeworfen, daß die Verlegepläne allzuleicht zugänglich wären, was gezielte Manipulation vereinfacht (vgl. Bahnausfall neulich). Umgekehrt wird dem Bagger-/Bauführer zugestanden, sie seien nicht korrekt informiert worden? Das mit der Schuldzuweisung kann ja jede/r für sich selbst ausknobeln. ;)
 

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