Hallo Zusammen,
ich wollte mal meine Erfahrungen mit Home Assistant teilen, weil ich die letzten Tage ziemlich viel damit rumprobiert habe und am Ende doch wieder ausgestiegen bin. Vielleicht hilft’s jemandem, der ein ähnliches Setup hat, vielleicht hat aber jemand auch neue Hinweise für mich, dass ich dann doch wieder einsteige.
Also:
Bei mir zuhause läuft ein ziemlicher Mix aus allem Möglichen:
Bosch Smart Home (Heizung, Rollläden, Rauchmelder), Hue über Alexa, SmartLife‑Steckdosen über ein Hama‑Gateway, Gardena für den Mäher, Hydrawise für die Bewässerung, Huum für die Sauna und Alexa als zentrale Steuerung. Das funktioniert alles für sich genommen eigentlich ganz gut, aber es gibt schon ein paar DInge die ich gerne machen würde, für die ich aber Systemübergreifenden Zugriff bräuchte.
Ich habe etwas gegoogelt und die KI (COpilot) dazu gefragt. Copilot hat mir Home Assistant Green ans Herz gelegt und mir gesagt, dass ich alles was ich habe problemlos einbinden könnte. EInfach, standardisiert und durch dokumentierte Schnittstellen.
Also habe ich mri das Ding bestellt. Zusammen mit einem Sonoff Zigbee2MQTT Dongle.
Der erste Dämpfer kam direkt bei Bosch. Die Thermostate wurden zwar erkannt, aber nur als Sensoren. Also Temperatur, Ventilstellung, Batterie – aber ich konnte nichts steuern. Also keine Möglichkeit, die Temperatur zu ändern. Und noch schlechter: Die Rollläden wurden gar nicht erkannt. Im Klimatisierungs‑Dashboard tauchte von Bosch garnichts auf. Nur meine Sauna (dazu später mehr), aber keine Bosch‑Heizungen.
Die KI sagte mir dann, ich müsste ein Karte fürs Thermostat ins Dashboard hinzufügen. Aber das Standard‑Dashboard von HA kann man wohl gar nicht bearbeiten. Ich hab ewig nach den drei Punkten gesucht die Copilot da angeblich verortete, bis ich gemerkt habe, dass man erst ein eigenes Dashboard anlegen muss, um überhaupt irgendwas hinzufügen zu können. Das fand ich dann aber langsam echt sehr kompliziert.
Gardena war auch so ein Sache. Man musste erstmal ein Entwicklerkonto bei Husquana (das ist die Konzernmutter von Gardena) erstellen. War auch etwas tricky bis ich wusste mit welchen Account usw. Aber: Den Mäher, den ich in der Gardena App eingerichtet habe, sieht man da gar nicht. Man muss ihn - laut Copilot erstmal in der Husqvarna‑Automower‑App registrieren. Dann sollte es gehen. Das habe ich aber nicht gemacht, weil mein Mäher gerade im Keller eingelagert ist und ich ihn nicht wieder in Betrieb nehmen wollte. Kann also funktionieren, weiss ich aber nicht wirklich.
Dann das Thema SmartLife/Hama. Ich hab erst gedacht, ich könnte das Hama‑Gateway einbinden, aber das läuft ja alles über Tuya. Man bindet also nicht das Gateway ein, sondern die einzelnen Geräte über die Tuya‑Integration. Das klappt grundsätzlich, aber Alexa sieht die Geräte dann nicht mehr. Ich müsste über Nabu Casa gehen. Das ist ein kostenpflichtiges Abo (7,50 Euro im Monat).
Gut funktioniert hat Hydrawise. Das gibt echt schnell und ich konnte danach echt alles sehen. Alles wurde erkannt, Steuerung war problemlos.
Auch die Huum‑Sauna ließ sich super einbinden. Ein/Aus, Temperatur, Timer – alles da.
Aber - auch hier: Über Alexa Steuern ist leider nicht, da braucht man das Abo.
Ich steuere fast alles über Alexa. Das mache ich gerne. Das läuft gut und das ist bislang komplett kostenlos. Dafür jetzt 7,50 Euro im Monat zu zahlen, nur damit ich dann zusätzlich die Sauna per Sprache steuern kann? Alles andere geht ja heute schon. Das wäre viel geld für sehr wenig Leistung.
Unterm Strich hab ich irgendwann gemerkt, dass ich für die wenigen DInge die ich zusätzlich machen will, mein komplettes Smart Home umbauen müsste und dann noch zusätzliche laufende Kosten hätte.
Bosch integriert sich schlecht, Alexa kostet Geld, Dashboards sind unnötig kompliziert, Gardena braucht den Umweg über Husqvarna… und die Sachen, die gut funktionieren (Hydrawise, Huum), bringen mir ohne Alexa‑Anbindung nicht genug Mehrwert.
Ich bleibe jetzt einfach bei meinem bisherigen Setup.
Bosch für Heizung und Rollläden, Hue über Alexa, SmartLife über Hama, Gardena für den Mäher, Hydrawise für die Bewässerung, Huum für die Sauna und Alexa als Zentrale. Das läuft stabil, ist kostenlos und ich muss mich nicht ständig mit irgendwas rumschlagen.
Warscheinluch kaufe ich mir jetzt noch zwei Magentkontakte von Bosch. Ja, die sind 5 x teurer als einfache Zigbee Kontakte, aber die Kosten habe ich nach 10 Monaten ohne Abo auch wieder drin.
Und ggf. gibt es dann noch einen Regensensor von Gardena. DIe anderen schönen DInge die ich mir noch vorstellen könnte gibt es dann eben nicht. Dafür bleibt das ganze für mich mandelbar und kostenlos.
Home Assistant ist sicher ein tolles System, aber für mein Setup war der Aufwand am Ende größer als der Nutzen.
Viele Grüße
Patrick
ich wollte mal meine Erfahrungen mit Home Assistant teilen, weil ich die letzten Tage ziemlich viel damit rumprobiert habe und am Ende doch wieder ausgestiegen bin. Vielleicht hilft’s jemandem, der ein ähnliches Setup hat, vielleicht hat aber jemand auch neue Hinweise für mich, dass ich dann doch wieder einsteige.
Also:
Bei mir zuhause läuft ein ziemlicher Mix aus allem Möglichen:
Bosch Smart Home (Heizung, Rollläden, Rauchmelder), Hue über Alexa, SmartLife‑Steckdosen über ein Hama‑Gateway, Gardena für den Mäher, Hydrawise für die Bewässerung, Huum für die Sauna und Alexa als zentrale Steuerung. Das funktioniert alles für sich genommen eigentlich ganz gut, aber es gibt schon ein paar DInge die ich gerne machen würde, für die ich aber Systemübergreifenden Zugriff bräuchte.
Ich habe etwas gegoogelt und die KI (COpilot) dazu gefragt. Copilot hat mir Home Assistant Green ans Herz gelegt und mir gesagt, dass ich alles was ich habe problemlos einbinden könnte. EInfach, standardisiert und durch dokumentierte Schnittstellen.
Also habe ich mri das Ding bestellt. Zusammen mit einem Sonoff Zigbee2MQTT Dongle.
Der erste Dämpfer kam direkt bei Bosch. Die Thermostate wurden zwar erkannt, aber nur als Sensoren. Also Temperatur, Ventilstellung, Batterie – aber ich konnte nichts steuern. Also keine Möglichkeit, die Temperatur zu ändern. Und noch schlechter: Die Rollläden wurden gar nicht erkannt. Im Klimatisierungs‑Dashboard tauchte von Bosch garnichts auf. Nur meine Sauna (dazu später mehr), aber keine Bosch‑Heizungen.
Die KI sagte mir dann, ich müsste ein Karte fürs Thermostat ins Dashboard hinzufügen. Aber das Standard‑Dashboard von HA kann man wohl gar nicht bearbeiten. Ich hab ewig nach den drei Punkten gesucht die Copilot da angeblich verortete, bis ich gemerkt habe, dass man erst ein eigenes Dashboard anlegen muss, um überhaupt irgendwas hinzufügen zu können. Das fand ich dann aber langsam echt sehr kompliziert.
Gardena war auch so ein Sache. Man musste erstmal ein Entwicklerkonto bei Husquana (das ist die Konzernmutter von Gardena) erstellen. War auch etwas tricky bis ich wusste mit welchen Account usw. Aber: Den Mäher, den ich in der Gardena App eingerichtet habe, sieht man da gar nicht. Man muss ihn - laut Copilot erstmal in der Husqvarna‑Automower‑App registrieren. Dann sollte es gehen. Das habe ich aber nicht gemacht, weil mein Mäher gerade im Keller eingelagert ist und ich ihn nicht wieder in Betrieb nehmen wollte. Kann also funktionieren, weiss ich aber nicht wirklich.
Dann das Thema SmartLife/Hama. Ich hab erst gedacht, ich könnte das Hama‑Gateway einbinden, aber das läuft ja alles über Tuya. Man bindet also nicht das Gateway ein, sondern die einzelnen Geräte über die Tuya‑Integration. Das klappt grundsätzlich, aber Alexa sieht die Geräte dann nicht mehr. Ich müsste über Nabu Casa gehen. Das ist ein kostenpflichtiges Abo (7,50 Euro im Monat).
Gut funktioniert hat Hydrawise. Das gibt echt schnell und ich konnte danach echt alles sehen. Alles wurde erkannt, Steuerung war problemlos.
Auch die Huum‑Sauna ließ sich super einbinden. Ein/Aus, Temperatur, Timer – alles da.
Aber - auch hier: Über Alexa Steuern ist leider nicht, da braucht man das Abo.
Ich steuere fast alles über Alexa. Das mache ich gerne. Das läuft gut und das ist bislang komplett kostenlos. Dafür jetzt 7,50 Euro im Monat zu zahlen, nur damit ich dann zusätzlich die Sauna per Sprache steuern kann? Alles andere geht ja heute schon. Das wäre viel geld für sehr wenig Leistung.
Unterm Strich hab ich irgendwann gemerkt, dass ich für die wenigen DInge die ich zusätzlich machen will, mein komplettes Smart Home umbauen müsste und dann noch zusätzliche laufende Kosten hätte.
Bosch integriert sich schlecht, Alexa kostet Geld, Dashboards sind unnötig kompliziert, Gardena braucht den Umweg über Husqvarna… und die Sachen, die gut funktionieren (Hydrawise, Huum), bringen mir ohne Alexa‑Anbindung nicht genug Mehrwert.
Ich bleibe jetzt einfach bei meinem bisherigen Setup.
Bosch für Heizung und Rollläden, Hue über Alexa, SmartLife über Hama, Gardena für den Mäher, Hydrawise für die Bewässerung, Huum für die Sauna und Alexa als Zentrale. Das läuft stabil, ist kostenlos und ich muss mich nicht ständig mit irgendwas rumschlagen.
Warscheinluch kaufe ich mir jetzt noch zwei Magentkontakte von Bosch. Ja, die sind 5 x teurer als einfache Zigbee Kontakte, aber die Kosten habe ich nach 10 Monaten ohne Abo auch wieder drin.
Und ggf. gibt es dann noch einen Regensensor von Gardena. DIe anderen schönen DInge die ich mir noch vorstellen könnte gibt es dann eben nicht. Dafür bleibt das ganze für mich mandelbar und kostenlos.
Home Assistant ist sicher ein tolles System, aber für mein Setup war der Aufwand am Ende größer als der Nutzen.
Viele Grüße
Patrick