Einstieg in die Smarthome Szene.

Nilling

New member
Gruß in die Runde von einem Neuling auf diesem Gebiet.

Meine Einstiegs- Konfiguration soll wie folgt aussehen: Sprachsteuerung (ein/aus) von 8 Stck 230V-Geräten in einem Raum (Leuchten/Haushaltsgeräte).
Das Ganze soll ohne Folge-/Abo-Kosten funktionieren. (natürlich ausgenommen Kosten für Internet-Zugang)

Welche geeigneten Komponenten benötige ich dafür?

Vorab schon mal - Danke.

Nilling
 
Ich sehe zwei Ansätze...

Allen beide Ansätzen ist gleich, dass ich Die zu 8x Shelly Plug raten würde. Das sind WLAN-fähige Steckdosen-Adapter, die neben dem Ein-/Ausschalten auch noch mehr Funktionen bieten, wie z.B. lokale Automation (Zeitschaltungen im Gerät gespeichert).

Nun kommen wir zu den beiden Unterschieden, die sind davon abhängig, was Du Dir zutraust.

Amazon Alexa AnsatzHome Assistant Ansatz
Hierfür braucht es ein Amazon-Konto mit aktivierter Alexa-Funktion. Du musst Dir nicht unbedingt ein Alexa-Gerät kaufen, Du kannst auch einfach die Alexa App auf Deine Smartphone installieren und dann dort Sprachbefehle geben.

Dazu musst Du Deine 8 Shelly Plugs in der Shelly Cloud registrieren, das ist für Privatanwender kostenlos, Du brauchst für Deinen Ansatz auch kein kostenpflichtiges Abo.

Anschließend kannst Du mit dem passenden Alexa Skill die Shelly Plugs in der Shelly Cloud mit Amazon Alexa koppeln.

Vorteile: Kostengünstig, sehr einfach umzusetzen

Nachteile: Abhängig von Clouds (Amazon & Shelly), Sprach-Assistent eines amerikanische Anbieters (Amazon Alexa)
Hierfür brauchst Du lokal eine Home Assistant Installation. Du müsstest Dir also einen kleinen Server einrichten. Dazu kann man Raspberry Pi nutzen, oder die "fertige Hardware Box" von Home Assistant Anbieter NABU CASA.

Die Shelly Plugs werden lokal in die Home Assistant Instanz eingebunden.

Für Home Assistant gibt es diverse Sprach Assistent Optionen, es ist sogar eine rein lokale Verarbeitung der Sprache möglich.

Vorteile: (weitgehend) unabhängig von Cloud-Dienten, Großteil aller Aktionen/Steuerungen finden lokal in Deinem LAN/WLAN statt

Nachteil: Einmal-Investition in eine Home Assistant-Instanz, der Wille sich mit Home Assistant zu befassen und zu lernen
 
Die Shellys sind schon mal gut, ich empfehle als Anfänger aber den iOBroker. Er ist etwas intuitiver in der Bedienung als Home Assistant.
Vom Funktionsumfang geben sich beide nichts.

Als Hardware (für beide Systeme) nimm lieber einen gebrauchten ThinClient (ca. 40€) und KEINEN Raspberry Pi. Er ist viel zu teuer.
 
Als Hardware (für beide Systeme) nimm lieber einen gebrauchten ThinClient (ca. 40€) und KEINEN Raspberry Pi. Er ist viel zu teuer
Sehe ich auch so. Ein gebrauchter Laptop eignet sich sehr gut. Das klein bisschen mehr an Stromverbrauch ist vernachlässigbar.

Ich habe seit Jahren Home Assistant. Das ist sehr umfangreich, man kann stück für stück alles was man integrieren will, dazu nehmen. Ganz einfach ist es nicht, man muss sich einarbeiten. Das lohnt sich, weil man dann ein autarkes system hat, das keine Internetverbindung benötigt. Man ist nicht abhängig von einem Unternehmen, über deren Cloud Server das läuft.
 
Der HP t620 Thin Client ist aber im Vergleich zum Raspberry Pi 5 auch etwas schwach auf der Brust.
Und ich denke, der würde bei mir schon zu sehr in die Knie gehen.

Mein HA hat zur Zeit:
  • 87 laufende Integrationen
  • 11 laufende Apps bzw. Add-Ons
  • 237 Automationen
  • 823 aktive Geräte
  • 7513 Entitäten

Und der t620 wird im Schnitt mit ca. 20% (1/5) der Rechenleistung eines RaspBerry Pi 5 beschrieben.
Das würde dann schon sehr, sehr träge laufen. Und für 1/5 der Leistung dann 70% mehr Stromverbrauch... ich weiß nicht.
 
Mein HA hat zur Zeit:
  • 87 laufende Integrationen
  • 11 laufende Apps bzw. Add-Ons
  • 237 Automationen
  • 823 aktive Geräte
  • 7513 Entitäten
Ich denke nicht, dass deine Anwendung repräsentativ ist.

Ich habe einiges unter iOBroker darauf laufen und die CPU langweilt sich immer noch.
Es geht hier um einen ANFÄNGER, der mit dem Thema beginnt, und ein T620 reicht sicher noch einige Jahre aus ...
 
Ich habe zwei Mal Home Assistant laufen. Einmal futro s920 und einmal x230 ThinkPad. Da ich eine gute PV Anlage habe, ist mir der Stromverbrauch egal. Ich habe den x230 Strom gemessen mit einer smarten Steckdose. Das war total wenig. Der Bildschirm ist aus, der Laptop "arbeitet" nix, es wird keine Rechenleistung benötigt. Wenn man raspi mit x230 vergleicht, ist das nur ein Fliegenschiss mehr, wenn überhaupt. Vergleicht man die Stromkosten mit z.b. lebensmitteleinkauf jede Woche, ist das ganze vernachlässigbar. rechnen wir mit 10 Watt. Das macht in einer Woche 1,680 kWh. Bei 30 Cent pro kWh sind das 50 Cent. Das Mal 52 sind 26 Euro im Jahr. Wer PV Anlage oder nur schnödes 800 W BKW hat, dem seine Kosten sind viel weniger. Wir brauchen gesamte Familie so 150 Euro Lebensmittel pro Woche, incl. Getränke. Was machen da 26 Euro Stromkosten im Jahr ?

Der x230 ist super schnell, ich hatte eine SSD Festplatte über, die hab ich in den x230 eingebaut. Für mich die beste Lösung, das schlägt den futro s920. Der hat nen geringeren Stromverbrauch, aber auch kein eigenen Monitor. Und den futro s920 hab ich mit maximalem arbeitsspeicher ausgestattet, das sind 16 GB. Den x230 hab ich so gelassen wie gekauft.
 

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