HAOS vs. Docker Native

DaBe1812

New member
Hi,

meine Name ist Daniel, ich bin neu hier und möchte nach so viel KI-Rückschlägen mal wieder die MEinung von echten Menschen hören.

Ich versuche aktuell einen neuen Homeserver zu bauen, aber irgendwie scheitert es an der Verfügbarkeit einer einzigen Komponente.

Ich nutze aktuell auch schon Homeassistant, aber auf meinem NUC, als eine VM unter Proxmox mit HAOS.
Auf dem neuen Homeserver möchte ich aber alles, soweit es geht mit Docker orchestrieren, das mach die Ressourcenplanung dynamischer.

Jetzt stehe ich also vor der Frage:
Auf dem System eine kleine VM für Homeassistant hochziehen, die dann mit HAOS läuft und dafür den Komfort vom Appstore verwenden und alles wird einfach angebunden, oder

ich ziehe mir Homeassistant als Docker und muss dann alle Addons, die ich verwenden möchte als separaten Docker mit einbinden, habe dafür aber Möglichkeiten bei manchen Systemen mit den Versionen zu Experimentieren, z.B. Grafana fällt mir da ein.

Ich stehe da aktuell wirklich zwischen zwei Stühlen, und weiß nicht, was ich vielleicht an Vor und Nachteilen nicht berücksichtige.

Das wäre schön, wenn man das hier vielleicht mal ausdiskutieren könnte.
 
Auf dem neuen Homeserver möchte ich aber alles, soweit es geht mit Docker orchestrieren, das mach die Ressourcenplanung dynamischer.
Was hat das für Vorteile?
Was benötigt denn HA für "Ressourcen"?

Ich habe meinen iOBroker auf einem völlig separaten ThinClient laufen (Gebraucht für 30€ aus den Kleinanzeigen). Zieht 7-8 Watt 24/7
Darauf ist nur:
  • Linux (Debian Trixie)
  • iOBroker
  • Grafana
  • influxDB
sonst nichts.

Proxmox habe ich getestet und sehe für mich keinen Mehrwert. Macht das ganze nur unnötig komplex (n)
Zum testen und spielen habe ich mir noch einen zweiten ThinClient geholt, die bekommst du gerade billig nachgeworfen, weil sie alle kein Windows 11 können.
 
Okay, also danke schonmal für die schnelle Antwort, aber wenn man Homeassistant nicht verwendet, dann ist es doch schwer darüber zu diskutieren, wie man es am besten verwendet.
Aktuell habe ich der VM 8GB RAM und zwei Kerne auf einem NUC zugewiesen.

Ich fand damals, als ich eine Oberfläche für mein Haus gesucht habe iOBroker nicht schön und hatte bei Homeassistant schneller den Zugang gefunden.

Vorteile sind recht profan: wenn ich einer VM Ressourcen zuweise, dann sind die erstmal weg. Bei Prozessorkernen kann da Proxmox noch viel über die Virtualisierung abfangen, aber beim RAM wird es da kritischer, wenn ich den überbuche, dann geht das vielleicht gut, aber vielleicht auch nicht, je nachdem wie viel die VM wirklich ausgelastet ist. Außerdem macht es keinen Spaß, wenn auf Proxmox die Platte einer Maschine volläuft und du die erweitern willst.

Wenn ich ein sauberes Debian aufsetze und alle meine Anwendungen im Docker laufen lasse, dann teilen sich alle die Ressourcen, ich sehe im Ressourcen-Monitor, was wirklich gerade auf der Maschine passiert und wie die echte Auslastung ist und ich kann einfacher ein globales Monitoring einrichten.

Ich wollte nur einen Server übrig lassen, auf dem aber 20+ Dienste laufen. Mein NUC wollte ich nur als Backup übrig lassen. Homeassistant ist quasi nur der "Spaß" an der Automatisierung. Die wichtigen Sachen im Haus sind KNX, da brauche ich keine externen Tools.
 
aber wenn man Homeassistant nicht verwendet, dann ist es doch schwer darüber zu diskutieren, wie man es am besten verwendet.
HA und iOB geben sich bei den Hard- und Software-Anforderungen nichts, von daher kann ich das ganz gut einschätzen.

Aktuell habe ich der VM 8GB RAM und zwei Kerne auf einem NUC zugewiesen.
Also für HA völlig überdimensioniert ;)

Ich fand damals, als ich eine Oberfläche für mein Haus gesucht habe iOBroker nicht schön und hatte bei Homeassistant schneller den Zugang gefunden.
Ist Geschmacksache, also alles Gut

Vorteile sind recht profan: wenn ich einer VM Ressourcen zuweise, dann sind die erstmal weg. Bei Prozessorkernen kann da Proxmox noch viel über die Virtualisierung abfangen, aber beim RAM wird es da kritischer, wenn ich den überbuche, dann geht das vielleicht gut, aber vielleicht auch nicht, je nachdem wie viel die VM wirklich ausgelastet ist. Außerdem macht es keinen Spaß, wenn auf Proxmox die Platte einer Maschine volläuft und du die erweitern willst.
Du denkst noch in Windows-Dimensionen. :ROFLMAO:

Das Teil läuft unter LINUX, da brauchst du nicht mit einem ganzen Artilleriebataillon auf Spatzen zu schießen.
Dass da jemand mit irgendwas am Ende seiner Ressourcen angelangt ist, habe ich NOCH NIE gehört :p

Ich wollte nur einen Server übrig lassen, auf dem aber 20+ Dienste laufen.
Wäre mir ein zu großes Klumpenrisiko.

Wenn da ein Netzteil oder eine CPU oder Festplatte schlapp macht, ist alles hin.
Warum nicht dezentralisieren?
Angst vor dem Stromverbrauch?
Wie gesagt, mein ThinClient zieht nicht viel.
 
Mahlzeit!

Auch wenn ich kein HA mehr laufen habe, gebe ich trotzdem mal meinen Senf dazu 🙃

wenn ich einer VM Ressourcen zuweise, dann sind die erstmal weg. Bei Prozessorkernen kann da Proxmox noch viel über die Virtualisierung abfangen, aber beim RAM wird es da kritischer, wenn ich den überbuche, dann geht das vielleicht gut, aber vielleicht auch nicht
Naja... die Kerne sind eh "shared" und bzgl. des RAM wäre Balloning ein Thema.

Der Punkt ist einfach folgender: HA kannst Du natürlich im Container laufen lassen. Bei allem was noch "dazu" soll, kannst Du schon eine gewisse Zeit investieren. Die Tabelle mit den Unterschieden zwischen HAOS und Container hast Du unter https://www.home-assistant.io/installation/ ja sicherlich schon gesehen.

Ich selbst nutze kein HA mehr (und auch nichts anderes in diese Richtung), aber ich kann zumindestens schildern, wie es für mich damals war. Die allererste Variante die ich installiert hatte, war auch die Container-Variante via Docker. Es hat bestimmt ein paar Stunden gedauert, bis ich das alles wieder weggeschmissen und HAOS in einer PVE-VM installiert habe. Keine Ahnung, wie sich HAOS bei einer Festplattenvergrösserung verhält, aber auch hier gilt: Vernünftige Planung erspart einem Ärger. Macht ja auch nicht wirklich einen Unterschied, ob es nun eine vDisk ist, oder ein physikalischer Datenträger. Im besten Fall, erweiterst Du einfach die Disk unter PVE, startest die Kiste neu und die entsprechende Partition wird automatisch vergrössert (wie z.B. bei Cloud-Images). Hast Du denn mal eine Festplattenvergrösserung mit einer VM und HAOS ausprobiert?

habe dafür aber Möglichkeiten bei manchen Systemen mit den Versionen zu Experimentieren, z.B. Grafana fällt mir da ein.
Was willst Du denn da "experimentieren"? Das Ding soll "laufen", nicht ständig rauf und runter fahren und im besten Fall gibt es auch kein "mal geht's, mal nicht". Da wäre es ggf. auch besser, wenn man 2 Instanzen laufen hätte - eine produktive und eine zum rumspielen. Wenn HA eh nicht produktiv genutzt wird und Du definitiv rumspielen willst, mach einfach so, wie Du es für richtig hälst (und eigentlich auch willst), also in Deinem Fall eben via Docker.

Also für HA völlig überdimensioniert ;)
Da sprach wer der wo wusste... oder halt auch nicht... oder weisst Du, was @DaBe1812 alles auf der HA-Installation laufen lassen will? 😜 Im übrigen würde ich vermutlich ähnliche Einstellungen wählen, wenn ich sowas ernsthaft betreiben wollen würde. Disk-Größe je nach dem zwischen 100-200GB bzw. je nachdem, womit die Instanz so belastet wird (ewig alte Daten, irgendwelche zusätzlichen grösseren Dateien, etc.). Ist bei einem Computer ja auch nicht anders... Muss man sich halt auch überlegen, ob man mit 128GB hinkommt (so die einen), oder ob man ggf. doch besser die 20TB-Variante nimmt (so die anderen). Und klar - natürlich gibt es da auch Ressourcen, welche dann mitunter nicht genutzt werden. Ist aber bei einem überdimensionierten Docker-Host nicht anders.
 
Da sprach wer der wo wusste... oder halt auch nicht... oder weisst Du, was @DaBe1812 alles auf der HA-Installation laufen lassen will?
Das stimmt.
Aber so mal als Größenordnung:
Mein iOB läuft seit ca. 4 Jahren, ich habe an die 80 Shellies und speichere fast alles von denen in einer influxDB Datenbank.

Von der 128 GB SSD waren letztens noch 95% frei ;)
 
Du denkst noch in Windows-Dimensionen.
Nö, leider nicht. Hatte leider erst vor einem Monat das Problem, dass ich meine Musik indizieren wollte und dabei (Danke KI) die gesamte Bibliothek kopiert wurde. Leider fiel das erst auf, als das Tool abgebrochen ist, weil die virtuelle Festplatte voll war (auf der eigentlich keine Nutzdaten landen sollten) und wenn dann die Kiste voll ist, versuch mal die Platte zu erweitern, weil Debian zwar erkennt, dass du zusätzlichen Platz in der VM hinzugefügt hast, aber leider der SWAP am Ende der "alten" Platte ist und du deswegen nicht einfach erweitern kannst. Also das Ende der Ressourcen gibt es auch unter Linux.

Wäre mir ein zu großes Klumpenrisiko.

Wenn da ein Netzteil oder eine CPU oder Festplatte schlapp macht, ist alles hin.
Warum nicht dezentralisieren?
Auch nicht verkehrt, aber wo fängst du da an und wo hörst du auf?
Homeassistant ein System, dann hast du vielleicht Immich und Jellyfin auf dem nächsten System, weil beides Multimedia. Dann kommt noch nginx, irgendwas für DNS, SSO dazu, also nächster ThinClient. Und dann natürlich noch einen für den NVR. Und die sind alle normale ThinClients, also nix mit Raid, das heißt, wirklich ständig Backup auf irgendein NAS.

Ich baue mir jetzt einen Server mit Genug RAM, genug Kernen und 4 Platten im ZFS. Wenn das Netzteil ausfällt, dann kaufe ich mir eben ein neues. RAM wäre schlimm. Und eine kaputte Festplatte verkraftet das ZFS, die kann ich im laufenden Betrieb austauschen. Dann noch regelmäßige Backups der wichtigen Daten auf das NAS und nochmal zusätzlich in die Cloud.

Natürlich laufen viele Dienste auf dem Server, die "wichtig" sind, z.B. Nextcloud für meine Termine und Kontakte, aber selbst wenn der Server mal drei Tage nicht da wäre, hab ich die Termine doch auf meinem Handy uns in meinem Thunderbird synchronisiert.

Was willst Du denn da "experimentieren"? Das Ding soll "laufen", nicht ständig rauf und runter fahren und im besten Fall gibt es auch kein "mal geht's, mal nicht".
Naja, das kam evtl. falsch rüber. Also erstmal nutze ich im Haus KNX für alles, was wichtig ist, das heißt selbst wenn ich am HA etwas kaputt mache, dann geht trotzdem das Licht noch an und aus. Zum anderen ist Grafana ein Nice-to-have, wenn Homeassistant die Daten sauber in einer Datenbank ablegt, dann kann ich mit Grafana ja machen, was ich will. Es war nur bei meinem letzten Grafana Anlauf so, dass es eine weitaus neuere Version gab, diese aber noch nicht in den HA Addons drin war. Außerdem passiert ja auch jeden Monat etwas neues in Homeassistant, da baut man dann mal sein komplettes Dashboard um, weil man auf einmal ganz neue Möglichkeiten hat. Ich sehe das weniger als basteln und mehr als optimieren.

Der Punkt ist einfach folgender: HA kannst Du natürlich im Container laufen lassen. Bei allem was noch "dazu" soll, kannst Du schon eine gewisse Zeit investieren. Die Tabelle mit den Unterschieden zwischen HAOS und Container hast Du unter https://www.home-assistant.io/installation/ ja sicherlich schon gesehen.
Die Tabelle kenne ich wirklich. Und genau darum geht es mir, ich wollte von jemandem wissen, der sich da durch gequält hat ESPHome per Docker zu installieren und der sendet (glaube ich) an Mosqitto und das wiederum an Homeassistant. Wenn man das als Addon drin hat, dann sprechen die fast automatisch miteinander, wie ist das, wenn man es selber ans Laufenbekommen soll.

Und tatsächlich ist der Plan dies dann erstmal parallel zur aktuellen Instanz laufen zu lassen und wenn es nicht klappt, dann kann ich auf Debian immer noch irgendwas virtualisieren und HAOS nutzen. Aber ich wollte den Kampf garnicht angehen, wenn mir von vornherein schon jemand sagt, dass das die Hölle wird.
 
Auch nicht verkehrt, aber wo fängst du da an und wo hörst du auf?
Folgende Hardware habe ich:
  • 1. ThinClient Headless: iOBroker / Grafana / Influx DB.
  • 2. ThinClient mit Touch-Monitor: Multimedia / Audiostreaming sowie Bedienung / Visualiserung des iOB
  • Synology NAS: Musikdaten, Videos und Fotos sowie Aufzeichnungen der Überwachungskameras.
  • 1. Raspberry PiZero mit Monitor: Anzeige Überwachungskameras
  • 2. Raspberry PiZero mit Monitor: Darstellung ausgewählter Kurven im Hauswirtschaftraum
  • 3. Raspberry PiZero: BT-Empfänger am AV-Receiver für die Audio-Daten
 
Okay, du siehst aber schon, dass unser Ansatz an der Stelle etwas unterschiedlich ist?

Also iOBroker und HA, nehmen wir mal als vergleichbar hin.
Wie hörst du die Musik von deinem Synology unterwegs auf dem Handy?
Was glaubst du, wie vergleichbar die Multimedia-Leistung deines Synology zu einem dedizierten Jellyfin ist?
Mit wie vielen Personen Streamst du gleichzeitig auf deinem Synology?

Ich verwende aktuell ein QNAP, die Apps zum Musik hören und Film schauen sind gelinde gesagt "nett", aber nicht wirklich leistungsfähig. Jellyfin kann ich einfach auf meinem Fernseher installieren und kann dann direkt über diesen schauen, ohne den Umweg über ein weiteres Gerät.

Wo liegen deine Kontakte und Termine?

Deine eigenen Dateien liegen alle auf dem Synology? Wie machst du das mit Shared Use, Multiuser, hast du da auch Dateien, die für Personen außerhalb deiner Familie erreichbar sein sollen, z.B. einem Verein?

Hast du Dienste auf dem Synology laufen, die du auch von außen erreichen möchtest? Wie machst du das dann mit dem Reverse Proxy oder expost du die direkt im Internet?

Wie blurrrr richtig erkannt hat, sind die Anforderungen recht unterschiedlich. Technisch gesehen hast du zwei "Server" im System, den iOBroker samt Diensten und dein Synology. Und da möchte ich auf einen runter und das QNAP nur noch als echtes NAS, welches wirklich nur noch Storage-Aufgaben erledigt.
 
Wie hörst du die Musik von deinem Synology unterwegs auf dem Handy?
Brauche ich nicht.
Dafür nutze ich Spotify oder TuneIn

Was glaubst du, wie vergleichbar die Multimedia-Leistung deines Synology zu einem dedizierten Jellyfin ist?
Was meinst du mit "Leistung"?
In 4K Ruckelt nüscht.

Mit wie vielen Personen Streamst du gleichzeitig auf deinem Synology?
Maximal drei, größer ist unsere Familie nicht

Wo liegen deine Kontakte und Termine?
Bei Google

Deine eigenen Dateien liegen alle auf dem Synology?
Jepp

Wie machst du das mit Shared Use, Multiuser, hast du da auch Dateien, die für Personen außerhalb deiner Familie erreichbar sein sollen, z.B. einem Verein?
Nichts. Was zu Hause ist, bleibt zu Hause

Fast vergessen.
Sowas hängt auch noch bei mir an der Wand:

https://glancr.de/
 
Ich habe mit dem Server-Projekt angefangen, weil ich weg von den großen Anbietern will.
Also kein Spotify mehr, die sind sowieso die Hölle, was KI-Musik und Künstler bezahlen angeht, check mal zum Spaß Quboz, Bibliothek ist ein wenig kleiner, aber die zahlen Fair und nehmen KI-Musik direkt aus dem Programm.
Kontakte und Termine weg von Google, das hoste ich jetzt selbst.
Und was ich nicht selbst machen will, oder sollte (drittes Backup z.B.) das halte ich in Deutschland.

Meine Tochter ist dieses Jahr ausgezogen, aber die muss ja trotzdem noch an die Filme kommen, die ich alle gerippt habe.

Für die Verwaltung meiner Eigenen Dateien nutze ich Nextcloud, das hat eine ähnliche Leistung, wie OneDrive im Web, also wenn ich es aktivieren würde, dann könnte ich auch direkt im Web Word-Dateien bearbeiten.

Wenn ich jetzt also nur meine Server auf Thinclients und ein größeres NAS verteilen wollen würde, dann bräuchte ich sech bis sieben Thin-Clients, um nach "Verwendungszweck" sortiert die Maschinen zu entzerren.

Aber so spannend, wie ich unsere Diskussion auch finde, für mein eigentliches Problem, ob es sehr kompliziert ist, Homeassistant selbst über Docker zu verwenden, bin ich leider keinen Schritt weiter.
(Was nicht heißen soll, dass du hier nichts weiter schreiben sollst, ich hab nämlich noch kein Off Topic gesehen, ist aber auch mein erster Tag hier)
 
Aber ich wollte den Kampf garnicht angehen, wenn mir von vornherein schon jemand sagt, dass das die Hölle wird.
Also ich persönlich würde es lassen und HAOS nutzen, einfach nur um unnötigen Stress zu vermeiden. Wenn sowieso absehbar ist, was wie wo laufen wird, kann man die Ressourcen auch entsprechend planen und gut ist. Ich hatte mir das ja vor Ewigkeiten auch mal angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass VM die wesentlich einfacherere und stressfreiere Variante ist.

Was ist denn damit besser / anders als mit Proxmox?
Schauste mal hier: https://www.redhat.com/de/topics/containers/containers-vs-vms

Wie machst du das dann mit dem Reverse Proxy oder expost du die direkt im Internet?
Die Syno selbst bietet schon eine RP-Funktionalität. Davon ab - je nach Modell - kann man auch Container/VMs laufen lassen.
 
Also in Proxmox habe ich einzelne VMs, jede bekommt eine Anzahl an Prozessoren/Kernen zugewiesen und eine Menge an RAM, den sie nicht überschreiten soll. Dann fängt man an und macht sich VMs für jeden Einsatzzweck, den man so hat. Da sind dann aber am Ende auch winzige VMs dabei, z.B. meine Zeiterfassung hat einen Kern und 512MB RAM.

Wenn man jetzt anfängt mit Diensten zu experimentieren muss man immer durch die Schleife durch eine VM zu erstellen, in der dann vielleicht noch Docker zu installieren und dann einen Container zu starten.

Vorteil, alle VMs sind wie ein eigenes System mit einer eigenen MAC-Adresse und einer eigenen IP. So lange ich Proxmox nicht aktualisiere muss ich die Maschine nie herunterfahren, sondern kann einfach nur VMs neustarten oder beenden.

Nachteil, für jede VM brauche ich eine eigene Putty Konfiguration um per Remot drauf zu kommen, weil jede eine eigene IP hat. Dann hast du auf der einen Maschine eben Docker am laufen, die NExtcloud habe ich aber z.B. direkt installiert, ohne Docker, das war z.B. ein Fehler.
Auf jeder Maschine, auf der ich die Daten sichern möchte, muss ich mein NAS einbinden. Natürlich kann ich auch die VM sichern, aber wieso soll ich immer alles sichern, wenn mich bei vielen Systemen nur die Nutzdaten interessieren?

Festplatte vergrößern, weil man vielleicht mal zu optimistisch gedacht hatte, oder einen neuen Anwendungsfall hat, kann ein Trauerspiel werden.

In Docker sind alle Maschinen nebeneinander und unterscheiden sich nur im Port voneinander, ich habe ein System auf das ich mich verbinde und kann dort die ganze Wartung machen. Und es gibt Meta-Systeme, mit denen ich meine Docker an einer Stelle warten und prüfen kann.

Deswegen eben die Überlegung Homeassistant auch direkt im Docker laufen zu lassen, damit ich eine homogene Systemlandschaft habe.

Also ich persönlich würde es lassen und HAOS nutzen, einfach nur um unnötigen Stress zu vermeiden.
Okay, aber wie groß ist dieser "Stress"? Also reden wir schon davon, dass die Kommunikation zwischen den Systemen die Hölle ist, oder ist es später die Arbeit mit den Geräten selbst, weil das wäre mir fast egal, weil die Konfiguration ist ja schon ziemlich fix.

Ohhhhh, der Artikel ist interessant, die reden da an einer Stelle von kombiniertem Einsatz aber einheitlichem Management. Das wäre fast schon eine Lösung für mein Problem, das wird sich heute Abend auf der Couch gelesen.

Die Syno selbst bietet schon eine RP-Funktionalität. Davon ab - je nach Modell - kann man auch Container/VMs laufen lassen.
Jupp, kann mein QNAP auch. Hatte da auch Homeassistant drauf. Hatte auch extra mehr RAM gekauft, lief trotzdem abgrundtief langsam. Das sind NAS und ach wenn die Hersteller die langsam aber sicher zu eierlegenden Wollmilchsäuen ausbauen wollen, kommen die an ihr Limit, wenn man die ein wenig härter angeht.
 
Wenn man jetzt anfängt mit Diensten zu experimentieren muss man immer durch die Schleife durch eine VM zu erstellen, in der dann vielleicht noch Docker zu installieren und dann einen Container zu starten.
LXC-Container?

mit einer eigenen MAC-Adresse und einer eigenen IP.
Ich will's garnicht sagen, aber... MAC-VLAN?

Nachteil, für jede VM brauche ich eine eigene Putty Konfiguration um per Remot drauf zu kommen, weil jede eine eigene IP hat.
Putty brauchst man schon länger nicht mehr, aber davon ab, könntest Du ggf. auch mal über einen Bastion-Host nachdenken (oder eine Lösung, wo Du dann sowieso alles inkludiert hast).

ich habe ein System auf das ich mich verbinde und kann dort die ganze Wartung machen
Ansible? Salt? Chef? Puppet? :censored:🤓😅

Deswegen eben die Überlegung Homeassistant auch direkt im Docker laufen zu lassen, damit ich eine homogene Systemlandschaft habe.
Klar, aber lässt Du ein Windows via KVM virtualisiert in einem Container laufen? Ja ich weiss, der Vergleich hinkt jetzt schon dezent (sehr 🤣), aber "nur" deswegen würde ich mir sowas jetzt nicht ans Bein binden (zumal Du die Möglichkeiten ja durchaus hast).

Okay, aber wie groß ist dieser "Stress"? Also reden wir schon davon, dass die Kommunikation zwischen den Systemen die Hölle ist, oder ist es später die Arbeit mit den Geräten selbst, weil das wäre mir fast egal, weil die Konfiguration ist ja schon ziemlich fix.
Naja, Du musst halt alles händisch nachziehen - wie komplex sowas dann schlussendlich ist, ist natürlich wieder abhängig von dem, was noch angeflanscht werden soll.

wenn die Hersteller die langsam aber sicher zu eierlegenden Wollmilchsäuen ausbauen wollen, kommen die an ihr Limit
Jepp, so sieht's aus 🙃
 
LXC-Container sind leider nicht die Lösug für alles, z.B. funktioniert Docker nur sehr eingeschränkt unter LXC Containern und es wäre für mein Verständnis auch irgendwie doppelt, wenn man Docker in einem LXC verwendet. Es gibt so manche Anwendung, die bekommt man scheinbar nur als Docker oder muss diese dann aufwändig selbst initialisieren und dann sind wir ja wieder an der Kompliziert-Stelle angekommen.


Ich will's garnicht sagen, aber... MAC-VLAN?
Ich meinte das nicht als großen Nachteil. In der Übersicht von der Fritzbox finde ich es nicht unbedingt verkehrt, wenn ich von jedem Dienst im Netzwerk sehe, ob er da ist.

Ansible? Salt? Chef? Puppet?
Okay, musste ich mich jetzt kurz einlesen. Ja, ich verstehe den Vorschlag, aber in meiner Version habe ich ein einziges Betriebssystem, welches ich aktuell halten muss und an der Verteilung der Ressourcen ändert auch das mächtigste Verwaltungstool leider nichts.


Klar, aber lässt Du ein Windows via KVM virtualisiert in einem Container laufen?
Jupp, das ist tatsächlich mein Hauptpunkt. Es wären zwei Cores und 8GB RAM, die ich dediziert weggeben würde und den vollen Zugriff auf den ZigBee Stick, den ich aber am Ende sowieso für nichts anderes brauche. Und dafür muss ich mir um das ganze anflanschen und Updaten und den ganzen Mist keinen Kopf machen. Und dagegen steht eben nur die homogene Systemlandschaft.

Und über ein virtuelles Windows muss ich mir tatsächlich noch Gedanken machen, weil ich meinem nächsten Laptop Linux verbraten will und die ETS für KNX hat keine Linux-Version und läuft angeblich nicht in einem der vielen Windows Emulatoren unter Windows, weil das Lizenzsystem da nicht mitspielt.
 
In der Übersicht von der Fritzbox finde ich es nicht unbedingt verkehrt, wenn ich von jedem Dienst im Netzwerk sehe, ob er da ist.
Und? Wie oft schaust Du da so drauf im Regelfall? Macht vielleicht eher Sinn, sich mal mit dem Thema Monitoring zu beschäftigen (ggf. auch etwas kleineres wie UptimeKuma oder dergleichen).

habe ich ein einziges Betriebssystem, welches ich aktuell halten muss
Sowas kann auch zeitgesteuert laufen (z.B. via cronjob). Für Docker gibt es doch so Sachen wie Watchtower und Co. (da bin ich nicht so im Thema). Damit wären dann OS und Docker-Container abgedeckt.

Und dagegen steht eben nur die homogene Systemlandschaft.
Und warum dann PVE und nicht einfach nur Debian + Docker? Da beisst sich die Katze jetzt aber auch wieder irgendwie in den Schwanz. Du wirst ja sicherlich auch mehrere VMs laufen haben. Eine mehr oder weniger dürfte dann wohl eher keine Rolle spielen. Dazu kommt noch der Umstand, dass Du bei einer VM auch einfach automatisiert Snapshots erstellen kannst und grade HomeAssistant ist ja gerne mal bzgl. Updates so eine Sache (sei es HA selbst, Integration und/oder Addons).

Es wären zwei Cores und 8GB RAM, die ich dediziert weggeben würde
Das ist ja nicht "weg"... es sind "geteilte" Ressourcen. Musste halt schauen bzgl. Überprovisionierung... ansonsten ist Deine Kiste für Dein Vorhaben (Zentralisierung) ggf. auch etwas zu schmal dimensioniert.
 
Und? Wie oft schaust Du da so drauf im Regelfall?
Ist ein Argument.

Und warum dann PVE und nicht einfach nur Debian + Docker?
Genau das ist ja der Punkt. Ich möchte gerne ein Debian installieren direkt auf dem Blech und darauf dann alles in Docker. Kein überlegen mehr, wie viele Cores sollte ich der Maschine geben, wie viel RAM, was macht man am besten als Speicher, sondern einfach den Container pullen und wenn's irgendwann alles zu viel ist, dann wird das ganze Mopped halt langsam, das ist dann aber nicht falsch konfiguriert sondern falsch dimensioniert.
Die Frage war halt nur, ob ich noch ein QEMU o.ä. dazu packe auf dem HAOS läuft.

Für Docker gibt es doch so Sachen wie Watchtower und Co
Korrekt, ist alles schon mit eingeplant, Watchdog, Doozle, Uptime Kuma, damit kann ich alle Docker sauber monitoren.

Dazu kommt noch der Umstand, dass Du bei einer VM auch einfach automatisiert Snapshots erstellen kannst
Ja, mache ich auch aktuell (auf dem NUC läuft derzeit PVE), aber da wird immer der ganze Overhead mit gesichert. Was interessiert mich das OS, was interessieren mich zusätzliche Pakete, die ich mit installiert habe? Im Docker sichere ich die compose, den Data und den Config Ordner und wenn die ganze Kiste abraucht, dann pull ich sie einfach neu und alles sollte wieder heile sein.

grade HomeAssistant ist ja gerne mal bzgl. Updates so eine Sache
Toitoitoi, seit über einem Jahr liefen die Updates ohne Probleme und das eine Mal davor war, weil ich eine sehr spezielle Config hatte und die Patchnotes nicht gelesen habe.

Und hier z.B.
HA + MQTT + ZigBee im Docker
der hat die wichtigsten Addons, die ich brauche über Docker zusammen geworfen. Und bei allem, was ich bisher über Docker gelernt habe, hat er es noch recht kompliziert gemacht.
 
Achso, also gar kein PVE auf dem Host. Klar, kannste natürlich machen, dann macht da ganze dann auch mehr Sinn in der Docker-Variante. Mitunter - wenn es zu ätzend werden sollte - HA dann halt extra auf einen Raspi oder so, das ist dann die einzigste Sonderlocke. So würde ich das jedenfall machen. Ich weiss nur, dass es genug Leute gab, die zwingend die Docker-Variante nutzen wollten (ich war auch mal so einer), aber aufgrund der ganzen lästigen Dinge dann doch irgendwann zu HAOS gewechselt sind. Ist nun zwar schon etliche Jahre her und vllt hat sich ja diesbezüglich auch einiges getan, von daher würde ich doch mal sagen: Einfach ausprobieren!

Machste Dir zum testen erstmal eine VM, schaust Dir die Docker-Variante einfach mal an - mit all dem, was Du dort gerne laufen lassen würdest - ggf. auch mal ein bisschen "testweise" laufen lassen (Update-Thematik und so) - und dann wirst Du für Dich sicherlich eine Entscheidung treffen können (in die eine, oder andere Richtung) :)
 

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