Glasfaser über Dlan

Kroki

New member
Hi,
folgende Konstellation:
Glasfaserübergabepunkt wurde im Keller( Waschraum)instaliert. Der Router befindet sich im 1.OG.
Kein Lankabel oder Telefonkabel vom Keller ins Obergeschoss.
Kann ich die Verbindung vom Übergabepunkt zum Router über Dlan machen? Wenn ja, welche Dlan wäre da am besten?
Möchte die Fritzbox nicht im Keller installieren.
Danke
MfG
 
Theoretisch sollte das gehen, praktisch drosselst Du Dir eine 1 Gbit/s Leitung schon vor dem Router auf ca. 100-300 Mbit/s, je nach Qualität der Stromleitung und eventueller Störfaktoren.
Besser beraten wärst Du, ein LAN-Kabel zu verlegen.
Wenn es unbedingt dLAN sein soll/muß, würde ich persönlich zu Devolo raten. Damit habe ich bessere Erfahrungen gemacht, als mit den AVM Powerlines. AVM kann gut Router und DECT, dLAN kann Devolo besser.
 
Wenn Du mit der Einschränkung leben kannst…aber nur mal ein Beispiel: bei mir läuft Devolo in der Wohnung hinter dem Router. Je nach Steckdose kommen da etwa 150 bis 3xx Mbit/s heraus und es reicht für meine Zwecke. Ich habe auch einen Devolo im Keller montiert, der ist vier Stockwerke tiefer und es geht durch den Sicherungskasten. Auf der Leitung sind es nur noch 25-28 Mbit/s.
IMG_5576.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

die Idee würde ich direkt wieder verwerfen, da die theoretischen Zahlen (unter Laborbedingungen) in der Praxis normalerweise nichtmal ansatzweise erreicht werden. Je nachdem, was Du nun an Internetbandbreite gebucht hast, wäre es natürlich äusserst bedauernswert, wenn davon dann nur noch die Hälfte oder so bei Dir ankommt. Kannst ja mal ein via Google stöbern ("dlan netto geschwindigkeit"), da findest Du dann div. Links, welche Dich eigentlich schon in die richtige Richtung bringen sollten (hier als Beispiele mal Links von Golem und Reddit).

Kabel verlegen wäre die sauberste Option (brauchst ja nur eins nach oben, da gibt es auch sehr kleine Kabelkanäle und mit ein bisschen Acryl drüber fällt sowas auch garnicht mehr auf (habe ich auch im Wohnzimmer)). Bei mir ist auch alles im Keller, aber Keller ist halt "Keller". Also dort erstmal via Kabelkanal oben an den Wand/Decke-Ecken lang bis zum Zielort und von dort aus dann nach oben durch (bei Dir dann halt 2x durch die Decke). Im besten Fall natürlich in irgendeiner "Ecke".

Wenn das so "gar keine" Option ist (wobei es nach wie vor die beste wäre), müsste die Fritzbox wohl oder übel in den Keller und den Rest würde man dann über Repeater machen. Dabei beschneidet man sich aber mitunter auch wieder selbst in der Bandbreite. Fakt ist halt: Die niedrigeste Bandbreite im gesamten Konzept zählt. Hast Du 1000Mbit Internet, 600Mbit via WLAN und irgendwo dazwischen noch DLAN was nur 100Mbit bringt, bleibt es unter'm Strich bei den 100Mbit, wenn es Richtung Internet geht - da wären dann halt 900Mbit für die Katz'.

Alternativ - damit es keine große Aktion wird (wobei, einmal angefangen, macht der Rest den Kohl auch nicht mehr fett) - kannst Du ggf. auch nur bis ins EG mit dem Kabel gehen. Unten im Keller bis unter den gewünschten Ort, einmal durch die Decke, Router hin, fertig. Rest dann via WLAN-Repeater.

Falls Du nur 100Mbit via Glasfaser hast... najo... auf einen Versuch ankommen lassen ☺️

EDIT: Kleiner Nachtrag: Kabel ist auch eine "dauerhafte" Lösung. DLAN-Adapter (als auch Repeater) können mal ausfallen/kaputt gehen/etc., wenn keiner am Kabel Schund treibt, hält das schon sehr sehr lange :)
 
bin nicht Eigentümer und der Vermieter will nichts bohren. Ging dies auch über den Devolo Giga Bridge Adapter, oder besser gefragt, wäre dieser besser. Der benutzt die alte Telefonleitung.
 
Laut dem Amazon-Rezensionen für das Devolo Giga Bridge Telefon-Set, kann das wohl auch "mal so, mal so" laufen. Ganz unterhaltsam fand ich allerdings eine Bewertung mit 1 Stern, wo dann die Vodafone-Techniker wegen einer Großstörung vor der Tür standen 😅

der Vermieter will nichts bohren
Das ist natürlich schon ziemlich blöd, auf der anderen Seite "muss" das Signal aber auch irgendwie zu Dir nach oben kommen. Da es sich dabei um die allgemeine Hausverkabelung handelt, ist da meines Erachtens nach der Hauseigentümer/Vermieter für zuständig (da mag ich mich allerdings auch irren). Warum man nicht bohren will, erschliesst sich mir allerdings nicht, denn so wird die Wohnung ja durchaus nicht grade attraktiver - Glasfaser kann man theoretisch buchen, aber nicht vernünftig nutzen, weil die Inhouse-Verkabelung nicht passt. In diesem Sinne wäre es dann sogar eine Wertsteigerung der Wohnung, was eigentlich nur von Vorteil für den Vermieter sein kann. Eigentlich wird auch einfach durch - bereits vorhandene Schächte - ein Glasfaseranschluss bis oben in die Wohnung gelegt, womit sich die Kosten dafür auch im Rahmen halten sollten.

Schlussendlich sollte es dann eigentlich wie auf diesem Bild aussehen (Quelle: https://www.dslweb.de/telekom-glasfaser-verfuegbarkeit.php). Heisst, dass die die Teilnehmeranschluss-Dose eigentlich direkt bei Dir in der Wohnung sein sollte. Übliche Wege wären eigentlich die, der bisher genutzten Leitungen, womit die Glasfaser (sehr wahrscheinlich) direkt neben Deiner Telefondose sein sollte, da eben die bereits vorhandenen Möglichkeiten genutzt werden.

War vielleicht auch ein wenig vorschnell gehandelt, denn der Vermieter ist nicht dazu verpflichtet, Dir da in irgendeiner Art und Weise entgegen zu kommen. Keine Ahnung, ob Dir das hier hilft, aber vielleicht kannst Du ja nochmal mit dem Vermieter darüber reden: https://www.lewento.de/mediathek/beitraege/hilfe-mein-mieter-will-einen-glasfaseranschluss# :)
 

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