DuckDNS in Homeassistant - IP aktualisiert sich nicht

timm555

Member
Auch wenn das Thema schon älter ist, würde ich gerne hier eine Frage stellen, weil es thematisch passt.

ich betreibe auch Duck-DNS mit Fritzbox und einer homeassistant vm.

Wie kann ich die Problematik lösen, dass sich meine öffentliche IP ändert und dann natürlich die hinterlegte IP bei duckdns nicht mehr stimmt?
 
Hi,
Wie kann ich die Problematik lösen, dass sich meine öffentliche IP ändert
das ist ja wohl eher nicht das Problem (sowas könnte man mit einer statischen öffentlichen IP lösen, welche nur vom Provider zu bekommen ist (aber ggf. auch nur unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. Gewerbeschein)).

und dann natürlich die hinterlegte IP bei duckdns nicht mehr stimmt?
Dafür gibt es sogenannte DynDNS-Clients. Ein Stück Software, welches dafür sorgt, dass die IP regelmässig kontrolliert und bei Bedarf bei DuckDNS (oder anderweitigen DynDNS-Anbietern) aktualisiert wird. Sowas hatten wir hier schon mehrfach mit DuckDNS, z.B. hier https://forum.heimnetz.de/threads/duckdns-in-homeassistant.2805/.

Alternativ kann man sowas auch direkt auf dem Router laufen lassen, sofern der Router es denn unterstützt bzw. den jeweiligen Anbieter unterstützt. Kurzum: Die Aktualisierung der IP-Adresse beim DynDNS-Anbieter sollte "automatisch" erfolgen.
 
ah okay, verstehe, d. h. das Problem der sich ändernden IP kann ich als Privatperson nur bedingt/schwierig lösen.

Aber ich kann als Workaround über den DYNDNS Dienst (in meinem Fall in der Fritzbox) gehen. Brauche ich in dem Fall dann überhaupt duckdns oder löst ein DYNDNS Client DuckDNS dann auch ab?
 
Wenn es mal so einfach wäre... 😁

Also... das grundsätzliche Problem besteht (heutzutage) schon darin, dass es 2 verschiedene IP-Protokolle gibt, welche für die Datenübertragung im Netzwerk/Internet zuständig sind: IPv4 und IPv6. Diese beiden Protokolle sind nicht kompatibel zueinander.

Mit IPv4 verhält es sich wie folgt: Du bekommst "keine" öffentliche IP an Deinem Client, lediglich Dein Router hat eine. Sagen wir einfach mal, diese würde lauten: XX.XX.XX.XX. Nun müssen die Gerätschaften innerhalb Deines Netzwerkes auch mit der Aussenwelt kommunizieren können. Hier ist es bei IPv4 so, dass Du i.d.R. eine "private" IPv4-Adresse innerhalb Deines Netzwerkes bekommst (z.B. 192.168.0.100). Diese "privaten" IP-Adressen werden allerdings nicht im Internet weitergeleitet. Also hat jemand "NAT" erfunden. Heisst nichts anderes, als das Dein Router eine Übersetzung vornimmt: Der Client schickt ein Paket los (Quelle: 192.168.0.100), der Router bekommt es, schreibt die Quelle jetzt auf seine öffentliche IP um (Quelle: XX.XX.XX.XX) und schickt es weiter. Das Ziel empfängt das Paket und schickt die Antwort zunächst an den Router (Ziel: XX.XX.XX.XX), welcher das Paket entgegen nimmt, in seine Liste schaut (er hat sich seine vorherige Umschreibung gemerkt), die Ziel-IP wiederum ersetzt (Ziel: 192.168.0.100) und das Paket weiter ins interne Netzwerk schickt.

Bei IPv6 gibt es so eine Umschreibung normalerweise nicht. Heisst, dass jedes Endgerät normalerweise auch eine öffentlich erreichbare IPv6-Adresse bekommt.

So, jetzt zum eigentlichen Problem: Je nachdem, was für eine Art von Anschluss Du hast bzw. was für eine Art von IP-Adressen Dir bereitgestellt werden, muss das ganze entsprechend angegangen werden.

Hast Du "nur" IPv4: DynDNS muss auf die öffentliche IPv4 vom Router zeigen + Portweiterleitung zum Ziel-Gerät.
Hast Du "nur" IPv6: DynDNS muss auf die öffentliche IPv6 vom Ziel-Gerät zeigen.

Hast Du beides, musst Du auch beides entsprechend umsetzen.

Wirklich problematisch wird es halt, wenn Du z.B. nur IPv6 hast, unterwegs bist und mit Deinem Mobilgerät nur eine IPv4-Adresse bekommst. Wie ich schon oben schrieb, sind die beiden nicht kompatibel zueinander. Du wirst dem Mobilgerät (IPv4) also keinen Zugriff auf Dein Ziel-Gerät (IPv6) bekommen.

Dazu muss man allerdings auch sagen: IPv4 ist der "alte" Kram, IPv6 ist neu (so neu nun aber auch nicht mehr) und soll auf kurz oder lang auch IPv4 ablösen, da unter IPv4 die öffentlichen IP-Adressen knapp wurden. Also wenn es soweit unterstützt wird (z.B. eben auch vom Mobilfunkanbieter) und man Zuhause auch nur IPv6 hat, sollte das generell erstmal kein Problem sein. Es kann aber mitunter immer mal vorkommen (z.B. im WLAN von Bekannten oder dergleichen), dass man in einem Netzwerk hängt, wo eben nur IPv4 unterstützt ist und dann kann man sein Gerät Zuhause nicht erreichen.

Aber auch dafür gibt es Lösungen, etwas recht beliebtes sind z.B. Cloudflare-Tunnel.

Während Du derzeit von einer "direkten" Verbindung zwischen den Geräten ausgehst (was erstmal nicht verkehrt ist), wäre die Lösung über einen Tunnel noch ein etwas anderes Szenario:

Das Ziel-Gerät baut eine Verbindung (einen Tunnel) zu einem Drittanbieter auf. Du verbindest Dich nicht direkt mit Deinem Ziel-Gerät, sondern gehst zum Drittanbieter und von dort durch den Tunnel zu Deinem Ziel-Gerät.

Wenn Du eher der "self-hosted"-Typ und ein bisschen ambitioniert, könnte man sich auch ein VPS (virtuellen Server) anmieten (muss nix dolles sein, manche bieten auch so 1€-Kisten an) und sowas nachbauen, z.B. mit pangolin. Wesentlich einfacher wäre es allerdings z.B. mit 6tunnel (s. auch die Anleitung hier).

So... war jetzt ein bisschen länger, aber verschafft hoffentlich einen halbwegs brauchbaren Überblick 😅
 
Ups, ganz vergessen:
oder löst ein DYNDNS Client DuckDNS dann auch ab?
Der DynDNS-Client ist nur die Komponente auf dem Router bzw. Endgerät, wo die aktuelle öffentliche IP ermittelt und an den DynDNS-Dienst übertragen wird. Der DynDNS-Dienst stellt Dir eine DynDNS-FQDN zur Verfügung (irgendwie sowas wie "timm555.duckdns.org" oder so, je nach Anbieter halt). Der DynDNS-Client schickt dann bei Änderung Deiner IP eine Aktualisierungsaufforderung zum DynDNS-Anbieter, so dass die IP - welche hinter dem beispielhaft genannten DynDNS-FQDN - immer auf Deine aktuelle öffentliche IP zeigt.

EDIT: MyFritz kannst Du sicherlich auch nutzen, nutze ich aber nicht und bin diesbezüglich auch schon ewig raus, ist aber vom Prinzip her das gleiche, einziges "Problem" könnte bei der Aktualisierung der IPv6-Adresse des HomeAssistant-Hosts liegen. Die Fritz!Box wird wohl "ihre" IP-Adressen (ggf. IPv4+IPv6) bei MyFritz hinterlegen, womit IPv4 (inkl. Portweiterleitung auf den HomeAssistant-Host) zwar funktionieren würde, aber wenn der IPv6-Eintrag auf die Fritz!Box zeigt, bist Du da völlig falsch - dieser Eintrag müsste direkt auf den HomeAssistant-Host zeigen.
 
okay wow :) danke @blurrrr für den input, das hat schon einmal ein paar Lücken geschlossen. Das grundsätzliche IP-Adressenverständnis mit intern/privat und öffentlich, sowie ipv6 und ipv4 hatte ich schon, aber das ist so dann wohl doch nochmal etwas komplexer.

Ich weiß nicht, ob ichs von der Funktionsweise jetzt ähnlich habe, wie von dir beschrieben, aber ich bin jetzt mal nach einer Anleitung vom DuckDNS Addon für den homeassistant vorgegangen (bisher hatte ich das einfach nur auf der duckdns.org eingerichtet).

1. ich habe jetzt eine Domain bei duckdns und dort meine aktuelle öffentliche ip eingetragen
2. ich habe eine Portfreigabe auf der Fritzbox für ipv4 und ipv6 eingerichtet (für das Gerät des homeassistant unt tcp Protokoll)
3. ich habe das Duck-DNS Add-On im homeassistant installiert und konfiguriert, so dass ich auch ein ssl Zertifikat habe.
4. das Add-On aktualisiert alle 300 Sekunden mit der aktuellen öffentlichen IP-Adresse (wenn ich es richtig verstanden habe ist das die DYNDNS Funktionalität oder?)
5. Zum finalen Test habe ich auf duckdns.org eine falsche öffentliche IP Adresse 1.2.3.4 eingetragen und 5 Minuten gewartet
6. DuckDNS hat die Verbindung wieder auf die korrekte öffentliche IP Adresse angepasst
 
1. ich habe jetzt eine Domain bei duckdns und dort meine aktuelle öffentliche ip eingetragen
Das manuelle eintragen der IP sollte nicht notwendig sein, das sollte der DynDNS-Client für Dich übernehmen (das ist dann das DuckDNS-Addon).
2. ich habe eine Portfreigabe auf der Fritzbox für ipv4 und ipv6 eingerichtet (für das Gerät des homeassistant unt tcp Protokoll)
Das ist soweit richtig, möchte nur an dieser Stelle noch etwas ergänzen: Bei IPv4 wäre es eher eine "Weiterleitung" (s.o. Adressumschreibung), während es bei IPv6 eher eine "Freigabe" wäre (Firewall-Friegabe). Bei IPv4 ist es quasi beides direkt zusammen (die Weiterleitungsregel + Firewallfreigabe) - einfach nur für das technische Verständnis :)

3. ich habe das Duck-DNS Add-On im homeassistant installiert und konfiguriert, so dass ich auch ein ssl Zertifikat habe.
Auch als kleine Ergänzung: Das eine hat mit dem anderen jetzt erstmal nichts zu tun, sorgt lediglich dafür, dass Du HomeAssistant auch via HTTPS (SSL) ansprechen kannst. Wenn das einwandfrei funktioniert ist es gut, falls nicht, sollte das Zertifikat erstmal Deine geringste Sorge sein, da ansonsten schon vorher etwas schief läuft (beim DynDNS-Teil).

4. das Add-On aktualisiert alle 300 Sekunden mit der aktuellen öffentlichen IP-Adresse (wenn ich es richtig verstanden habe ist das die DYNDNS Funktionalität oder?)
Völlig richtig! :)

5. Zum finalen Test habe ich auf duckdns.org eine falsche öffentliche IP Adresse 1.2.3.4 eingetragen und 5 Minuten gewartet
6. DuckDNS hat die Verbindung wieder auf die korrekte öffentliche IP Adresse angepasst
Genau so soll es sein. Somit aktualisiert sich Deine - beim DynDNS-Dienst hinterlegte - IP auch ganz automatisch. Sprich nach einem IP-Wechsel (z.B. nach einem 24-Stunden-Disconnect) dauert es bis zu "x" (Sekunden/Minuten) bis der Eintrag aktualisiert ist.

Damit es jetzt nicht noch langweilig wird... 😜

Je nachdem, was Du für einen Anschluss hast, kann es halt sein, dass Du Deine Instanz dennoch nicht erreichst. Falls bei Dir "CGNAT" im Spiel ist, bedeutet dies, dass Du eigentlich nur IPv6 hast. Es gibt nach wie vor Server im Internet, welche nur via IPv4 erreichbar sind (spiegel.de ist zum aktuellen Stand so ein Beispiel). Damit Du diese Seiten jetzt aber trotzdem aufrufen kannst, hat der Provider Systeme bereitgestellt, welche - ganz grob formuliert - quasi genau das gleiche machen, wie Dein Router grade mit Deinen privaten IP-Adressen. So kann es sein, dass die IP-Adressen (IPv4+IPv6) welche nun bei DuckDNS hinterlegt sind, nicht ganz korrekt sind. So würde die IPv6-Adresse völlig korrekt auf Deinen HomeAssistant-Host zeigen und der IPv4-Eintrag allerdings auf ein CGNAT-System vom Provider (was natürlich völlig falsch wäre). Die CGNAT-Adressen erkennst Du daran, dass sie primär aus dem Netzbereich 100.64.0.0/10 kommen ("kann" aber auch anders sein, ist aber i.d.R. so).

Was zum Abschluss noch zu sagen wäre: Da Du von einer Fritz!Box gesprochen hast, schau Dir am besten nochmal den Artikel zum Thema Rebind-Schutz an: fritz.com - FRITZ!Box meldet "Der DNS-Rebind-Schutz [...] hat Ihre Anfrage aus Sicherheitsgründen abgewiesen".
 
Hab ich was verpasst ?
DuckDNS ist doch genau dafür da, immer eine feste Adresse "meinname.duckdns.org" zu haben, der dann auf meine wechselnde IP zu Hause verweist.
In HA unter AddOns installiert man dann das DuckDNS Addon und das kümmert sich dann darum, das deine IP bei DuckDNS immer aktuell ist.
 
Verpasst nicht, aber vllt falsch interpretiert? Es geht ja darum, dass beim "statischen FQDN" dann eben "bei Bedarf" die neue "dynamische IP" hinterlegt wird :)
 
Nochmal ein Hallo in die Runde :)
also ich habe einen Glasfaseranschluss der Telekom und eine "echte" ipv4 und ipv6.
Nach dem Input gestern konnte ich auch alles korrekt einstellen, so dass es funktioniert. Nur habe ich noch ein Problem, welches ich nicht so recht lösen konnte...

Ich habe im HA sowohl interne als auch externe URL auf die duckdns https domain gestellt
Gleiches habe ich auch in der HA mobile App gemacht
extern funktioniert die App tadelos
intern meckert die App sowas wie "Zertifizierungsstelle nicht vertrauenswürdig" sobald ich sie öffne. Allerdings kann ich die Meldung einfach wegklicken und es läuft (duckdns arbeitet mit lets encrypt)
--> allerdings ist das sicher nicht Sinn der Sache, unschön und ggf. nicht sicher, falls er dann irgendwie doch auf http zurückgreifen sollte.

Ich habe hier schon versucht mit KI zu beratschlagen und
  • ipv6 im HA deaktiviert
  • die "Portfreigabe" nur für ipv4 freigegeben
  • auf Port 443 anstatt 8123 in der Freigabe gestellt
  • Fritzbox Heimnetz Netzwerkeinstellungen -> "DNS Rebind Schutz" die "duckdns.org" eingetragen
  • App neu installiert (nach den Änderungen)
  • Smartphone neu ins WLAN eingewählt
Leider alles ohne Erfolg und ich bin noch etwas ratlos, wo "der Hund begraben liegt". Mir würde es ja reichen, wenn ich mich nur extern über die duckdns domain verbinde und intern über die IP laufe, allerdings ist die IP Adresse nicht mehr erreichbar seit der Verbindung mit DUCK-DNS.

Hat jemand noch eine Idee, woran es liegen könnte und was ich noch probieren könnte? Die KI hat jetzt noch etwas ausgespuckt zu den ipv6 Einstellungen in der Fritzbox, allerdings bin ich da noch nicht so ganz durchgestiegen, was gemeint ist und will nicht "wild" irgendwas umstellen, was ich so gar nicht verstehe.
 
1) nein, 2) auch nein. Betrifft jetzt die KI und das "rumfummeln" 😄 Warst schon gut dabei, fang jetzt nicht an, wieder alles zu verstellen, nur weil so eine dämliche KI mit irgendwelchen wüsten Vorschlägen daher kommt ;)

Also: Alles was ich Dir oben geschrieben hatte: passt. Nochmal kurz zusammengefasst: Dein HA-Host hat eine private IPv4- und eine öffentliche IPv6-Adresse. Dein Router hat eine öffentliche IPv4- und eine öffentliche IPv6-Adresse. Also alles Dualstack. Im Router hast Du a) eine Portweiterleitung für IPv4 auf den HA-Host eingerichtet und b) und nochmal das gleiche für IPv6. Dazu noch beim Rebind-Schutz Deine Domain eingefügt. Soweit ich das sehe, passt das bis hierhin erstmal.

Ich habe im HA sowohl interne als auch externe URL auf die duckdns https domain gestellt
Gleiches habe ich auch in der HA mobile App gemacht
extern funktioniert die App tadelos
intern meckert die App sowas wie "Zertifizierungsstelle nicht vertrauenswürdig" sobald ich sie öffne. Allerdings kann ich die Meldung einfach wegklicken und es läuft (duckdns arbeitet mit lets encrypt)
--> allerdings ist das sicher nicht Sinn der Sache, unschön und ggf. nicht sicher, falls er dann irgendwie doch auf http zurückgreifen sollte.
Wenn die App nur "intern" meckert, hast Du es mal intern mit dem Browser versucht (ruhig den Browser des Smartphones)? Irgendwie bin ich mir relativ sicher, dass da nicht der richtige Host bei rum kommt, sonst würde das Zertifikat passen.

Übrigens: Mit IPv4/IPv6 und DynDNS hat das erstmal nix zu tun. Das bedeutet quasi erstmal nur, dass Du mit Deinem Auto an die korrekte Adresse (inkl. Hausnummer) geschickt wirst. Ob dann noch die entsprechende Partei dort anzutreffen ist (Webserver/vHost/FQDN) bzw. die Tür offen ist (Ports), sind nochmal andere Themen, ebenso wie die Verschlüsselung des Besuches (SSL).... oder irgendwie so ähnlich... 😄

Zwar bauen diese Dinge aufeinander auf, aber wenn eines davon nicht geht, müssen nicht zwingend alle anderen involviert sein. Das hatte ich auch anfangs schon angemerkt:
Wenn das einwandfrei funktioniert ist es gut, falls nicht, sollte das Zertifikat erstmal Deine geringste Sorge sein, da ansonsten schon vorher etwas schief läuft (beim DynDNS-Teil).
Läuft also der vorherige Teil nicht sauber, wird das mit dem Zertifikat halt mitunter auch nicht funktionieren, daher ist die Reihenfolge schon nicht unwesentlich. ABER... es schien ja alles funktioniert zu haben (so hatte ich zumindestens den Eindruck) und das LE-Thema kam dann noch oben drauf - halt zum Schluss, wo alles andere schon funktioniert hat, oder?

Das mit den Zertifikaten verhält sich wie folgt - mein liebstes Beispiel dazu sind Personalweisweise. Wenn ich mir jetzt einen Personalausweis selber "male" und Dir diesen vor's Gesicht halte: Würdest Du dem Ausweis vertrauen? Mit Sicherheit nicht. Wenn ich nun aber einen "offiziellen" Personalausweis habe, würdest Du diesen vertrauen. Heisst also, dass die selbst signierten/-erstellten Zertifikate eine entsprechende Meldung bringen und die offiziell signierten Zertifikate so eine Meldung nicht bringen (da Deine Endgeräte den Zertifikaten der Zertifizierungsstellen vertrauen, mit welchen die ausgestellten Zertifikate signiert werden). Da Deine Endgeräte der Lets-Encrypt-Zertifizierungsstelle vertrauen (und auch vielen anderen Zertifizierungsstellen), bekommst Du dort so eine entsprechende Meldung eben nicht.

Da der HA-Host der "ein" Zertifikat vorweisen kann (Lets Encrypt, offiziell beglaubigt) und dieses von extern auch problemlos funktioniert, liegt der Verdacht also recht nahe, dass Du "irgendwo anders" landest. Daher auch einfach mal der Versuch über einen Browser (von intern heraus). Vielleicht stimmt ja etwas mit dem Rebind-Schutz nicht und Du landest auf der Fritz!Box (oder wo auch immer). Ich gehe mal davon aus, dass der HA-Host auch mal neugestartet wurde.

Ganz generell: Wenn Du etwas im Browser aufrufst und eine entsprechende Fehlermeldung erhälst, hast Du normalerweise auch die Möglichkeit, dass Du Dir das Zertifikat anzeigen lassen kannst, welches Dir unter die Nase gehalten wird:

1764236682048.png

Das überprüfst Du mal über einen internen Zugriff.

Wenn Du die Adresse dann im Browser von extern aufrufst, scheint es ja zu funktionieren. Hier hast Du dann auch ein "Schloss-Symbol" oben neben der Adresszeile:

1764236825148.png

Da kannst Du auch draufklicken (unter Firefox dann "Verbindung sicher" -> "Weitere Informationen". Es öffnet sich ein entsprechendes Fenster, wo Du wieder die Möglichkeit hast, Dir das entsprechende Zertifikat anzeigen zu lassen:

1764236911077.png

Somit hast Du auch die Gelegenheit, dass Du beide Zertifikate auf Korrektheit überprüfen kannst bzw. kannst Du beim fehlerhaften (nicht vertrauenswürdigem) Zertifikat ggf. auch Rückschlüsse aus den Zertifikatsinformationen ziehen, auf welches Gerät es sich bezieht bzw. wer dieses Zertifikat ausgestellt hat.

Mach einfach mal und dann schauen wir weiter - IPv4 und IPv6 dürfen aber gern aktiv bleiben (inkl. Portweiterleitung und allem was Du vorher so getan hast) :)
 
okay, ja das hab ich schon befürchtet, dass ich zu wild an irgendwelchen Stellschrauben drehe :LOL:

Also es ist so:
- extern Browser über duckDNS Domain --> ohne Fehlermeldung ans Ziel
- extern App über duckDNS Domain --> ohne Fehlermeldung ans Ziel
- intern Browser über duckDNS Domain --> ohne Fehlermeldung ans Ziel
- intern App über duckDNS Domain --> mit Fehlermeldung ans Ziel (also ich kann sie wegklicken und bin trotzdem im HA

Das mit dem Browser und Überprüfung ist auch ein guter Hinweis, nur läuft genau da ja alles gut :(
 
Hast Du nur die Fritz!Box bei Dir laufen, oder sind da noch andere Gerätschaften "auf der Strecke"? Browser-Test "intern" hast Du vom Handy gemacht? Falls ja, lösch mal den komplette Cache der HA-App. Falls nicht - wenn Du es über einen Rechner getestet hast, war dieser auch im WLAN, oder via Kabel verbunden?

Wenn Du HA "intern" über die IP mit der App ansprichst, ist klar, dass die Fehlermeldung kommt, da Du eine IP ansprichst und nicht den FQDN (auf welchen das Zertifikat ausgestellt wurde). Ich bin da HA-technisch nicht so involviert, aber sofern Du die Möglichkeit hast, in der App auch "intern / extern" anzugeben, sollte da ebenfalls bei beiden (intern+extern) der externe FQDN stehen :)

EDIT: Grade mal kurz in die App geschaut: Hier gibt es "Interne URL" + "Externe URL", pass das ggf. mal an (oder nutz einfach immer nur die externe Verbindung).
 
Glasfaser Modem --> Fritzbox --> LAN --> NAS --> VM für homeassistant
Browsertest war auch am Handy und sowohl im HA selbst als auch in der HA App hab ich für intern und extern die gleiche URL hinterlegt.

Aber ich werde heute abend nochmal alles mit sauber gelöschtem Cache testen und berichte.
 
Lass vielleicht das interne Zeugs einfach komplett weg, es kommt ja sowieso auf's gleiche hinaus. Soweit ich weiss kann HA aber kein http mehr, sofern https eingerichtet ist. Ergo dürfte der Zugriff dann via "http://<lokale IP>" stattfinden, was dann eine entsprechende Fehlermeldung wirft. Also einfach nur externe URL und fertig (keine interne URL, keine SSID, etc.) :)

EDIT: Je nach NAS könntest Du darauf ggf. auch einen Reverse-Proxy laufen lassen und darüber auch andere Gerätschaften/VMs von extern erreichbar machen (es bleibt ja meist nicht bei einer Sache). Der Reverse-Proxy könnte dann die SSL-Geschichten übernehmen.
 
Also noch mal alles getestet, ich finde einfach keinen Fehler.
In ha selbst muss man bei aktiven HTTPS eine externe Domain angeben, in der App kann man es leer lassen, hab beides getestet.
Handy Browser geht, Handy App nicht

Das steht zum Zertifikat im Handy Browser
 

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Moinsen,
ist es möglich, dass du einen screenshot von der (nicht funktionierenden) App bei Zugang intern hier zeigst?
Das Zertifikat sollte ja durchaus bekannt sein im Browser, da von LetsEncrypt. Da du nun aber auch diese URL für den internen Zugriff nutzt, wäre ggf. auch interessant, ob du das Zertifikat ggf. noch im Smartphone selbst installieren musst (da ja die App irgendwas zum Prüfen haben muss, CA Zertifikat eben > wer hat den Perso ausgestellt? Kartoffeldruck oder echt?;))...
Du kannst es aber auch so machen: externe URL mit allem (was ja eh geht) lassen. Dann aber eben für den rein internen Zugriff eine interne url angeben (http...). Mittels Location Konfiguration und SSID Angabe wählt die App dann aus, ob sie sich extern befindet oder intern, je nachdem wird dann diese oder eben jene URL genommen. So jedenfalls mein Kenntnisstand.

Davon ab (um die Verwirrung ggf zu steigern, yuhuu): willst du deine Home Assistant Instanz offen ins Netz stellen, also direkt erreichbar via HTTPS??
 
Vielen vielen Dank für euren Support 🙏🏼 ich verzweifle nämlich echt.

Also im HA muss ich für intern und extern die gleiche HTTPS Domain angeben, andernfalls bekomme ich eine Fehlermeldung.

Ich versuche es jetzt Mal zu bebildern aus der App

34489.jpg34490.jpg
Beide Varianten führen zu...
34483.png

Wenn ich http oder eine IP bei intern eingebe:
34486.png
Oder
34487.png

Jedesmal hab ich meine Internetverbindung getrennt und neu mit dem WLAN verbunden

EDIT: Bei der ersten Meldung mit dem Zertifikat geht die App wie gesagt trotzdem, wenn ich die Mail weg klicke, also irgendwie funktioniert die Verbindung aber das kann ja mit der Meldung nicht richtig sein oder?
 
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Fritzbox > Heimnetz > Netzwerk > Netzwerkeinstellungen > Mehr Einstellungen > Ausnahme für DNS Rebind-Schutz

Dort deinen Domainnamen. dyndns.duckdns.org eintragen. Dann sollte der auch intern funktionieren.
 

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